• Þingvellir - Naturwunder

    9. juli 2025, Island ⋅ ☁️ 11 °C

    Auch die Landschaft von Þingvellir ist weltweit einzigartig. Es bildet die Verbindungsstelle zweier tektonischer Platten auf dem Mittelatlantischen Rücken. Die Bewegung der Platten ist hier deutlicher sichtbar als irgendwo sonst auf der Welt. Die beiden Platten divergieren ständig (um etwa 2-3 cm im Jahr) und verursachen Risse und Schluchten in der gesamten Gegend. Da der mittelatlantische Rücken sonst überall auf dem Grund des Meeres verläuft, kann die Bewegung der Platten nur hier so deutlich gesehen werden.
    Die Spalten sind teilweise mit Wasser gefüllt, dass so unglaublich klar ist, dass man auch die Felsen weit unter der Wasserlinie sehen kann. Das liegt daran, dass das Wasser durch seinen jahrelangen Weg durch das poröse Lavagestein viele Male gefiltert wurde.
    Der Þingvallavatn ist Islands größter See (84 km²). Am tiefsten ist er bei der Insel Sandey (114 m). 90 % des Þingvallavatn werden durch Grundwasser gespeist (Temp. ca. 3 °C). Das Wasser entspringt dem Gletscher Langajökull im Nordosten und sickert durch das dazwischenliegende, poröse Lavafeld. Es ist etwa 30 Jahre unterwegs und kann bis zu 60 m unter der Oberfläche liegen. Ein Teil des Wassers fließt unter dem Seebett und tritt als geothermisches Wasser in Nesjavellir aus. Die restlichen 10 % des Wassers stammen entweder aus direktem Regenwasser (5 %) oder aus Oberflächenwasser (5 %), hauptsächlich aus dem Fluss Öxará.

    Es gelang mir, die Touristenmassen hinter mir zu lassen und bei einem Spaziergang durch die Lavafelder entdeckte ich viele der Spalten und andere Anzeichen der tektonischen Plattenbewegungen.
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