• Þingvellir - Abenteuer

    9. juli 2025, Island ⋅ ⛅ 13 °C

    Nachdem ich bei meinen Erkundungen gesehen hatte, wie viele Gruppen von Schnorchlern in die Silfra-Spalte eintauchten, und vor allem, wie begeistert sie anschließend zurück kamen, buchte ich mir spontan doch auch noch eine Tour.
    Warm angezogen machte ich mich auf den Weg zum Treffpunkt, wo ich meinen Guide kennenlernte und meine Ausrüstung bekommen würde.
    Andere fahren zum Schnorcheln nach Ägypten oder auf die Malediven und ich fahre eben nach Island, um einen Blick in die glasklare Weite der eiskalten Silfra-Spalte zu werfen...
    Am Treffpunkt angekommen, wurde ich direkt von meinem Guide Vicky in Empfang genommen und eingekleidet. Über meine warmen Klamotten gab es noch einen dicken Overall, dann einen Trockenanzug und später Handschuhe und eine Mütze. Vicky erklärte uns die Grundlagen des Schnorchelns, wobei alle außer mir schon einmal geschnorchelt waren...
    Mit Flossen, Brille und Schnorchel in der Hand ging es dann weiter zum Einstieg in die Silfra-Spalte. Erst, als ich den Kopf ins Wasser eintauchte, merkte ich, wie sich 2°C Wassertemperatur anfühlen...
    Mit den ersten Blicken auf die tiefe Spalte war die Kälte aber auch schon vergessen und ich war am Staunen! Ich bemerkte, dass Vicky mit einigen anderen aus unserer 6-köpfigen Gruppe zu kämpfen hatte, die irgendwie nicht klar kamen. Einmal mussten wir anhalten, als Vicky dann einen aus dem Wasser an Land gezogen hat. Mich störte das alles nicht, ich trieb einfach weiter mit dem Kopf nach unten in diesem himmlischen Wasser und war beeindruckt von der Landschaft unter mir. Mit der Strömung trieben wir dann langsam immer weiter vorbei an den Geröllhaufen, tiefen Rissen und abgebrochenen Felsen unter Wasser. Am Ende angekommen durften wir uns noch etwas umsehen und im Wasser bleiben. Während einige direkt ausstiegen, schnorchelte ich noch weiter in die "Baby-Silfra" - eine kleinere Spalte, die sich erst 2008 aufgetan hat. Leider wurde auch ich dann irgendwann aus dem Wasser gerufen, dabei hätte ich noch ewig bleiben können...

    Auch wenn ich erst unentschlossen war, hat sich dieses Erlebnis auf jeden Fall gelohnt!

    Anschließend ließ ich noch einmal die Drohne über dem Nationalpark kreisen - ein Ranger sagte mir, dass ich das nach 18 Uhr ruhig machen dürfe...
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