Gullfoss: Wasser- und Menschenmassen
12. juli 2025, Island ⋅ ☁️ 16 °C
Der Gullfoss liegt entlang des Golden Circle und ist daher auch eine sehr viel besuchte Attraktion.
Im Jahr 1907 wollte ein Engländer den Gullfoss kaufen. Als Tómas, ein Bauer aus Brattholt, dem die Hälfte des Wasserfalls gehörte, ablehnte und erklärte, dass er seinen Freund nicht verkaufen würde, bot der Engländer einen viel höheren Preis für das gesamte Land. Tómas beriet sich mit seinen Töchtern und lehnte das Angebot anschließend ab. Kurz darauf gelang es jedoch einem isländischen Kaufmann, ihn dazu zu bringen, einen 150-jährigen Pachtvertrag für den Gullfoss zu unterzeichnen. Der Kaufmann verkaufte den Pachtvertrag dann an einen Ausländer. Die Tochter des Bauern aus Brattholt, Sigríður Tómasdóttir, versuchte, den Pachtvertrag für nichtig zu erklären, doch ihr Versuch scheiterte vor Gericht. Der Bau eines geplanten Kraftwerks kam jedoch nie zustande. 1928 wurde der Pachtvertrag wegen nicht bezahlter Pachtzahlungen für nichtig erklärt.
Sigríðurs Kampf für den Wasserfall war selbstlos und bemerkenswert. Sie arbeitete oft rund um die Uhr, um ihren Fall zu verfolgen, unternahm lange Reisen entlang von Bergstraßen, watete zu jeder Jahreszeit durch große Flüsse und hatte viele Treffen mit Regierungsbeamten in Reykjavik. Aufgrund ihres Kampfes wurde Sigríður oft als Islands erste Umweltschützerin bezeichnet.
Heute schieben sich hier Touristen die Pfade entlang, um den Wasserfall zu sehen. Auch dieser Wasserfall ist wieder seltsam geformt, der Fluss fließt hier quasi um die Ecke.
Über zwei gewaltige, fast im rechten Winkel aufeinanderstehende Kaskaden stürzt das Wasser des Gletscherflusses Hvítá in eine 2,5km lange und 70 m tiefe Schlucht. Die obere Stufe des Wasserfalls hat eine Höhe von 11m, die untere Stufe erreicht eine Höhe von 20m. Die Fallkante beider Stufen wird durch zwei Lavaschichten gebildet. Zwischen den beiden Lavaschichten befindet sich eine weiche Schicht aus Flußschotter. Auch unter der zweiten Basaltschicht liegt Flußschotter. Das fallende Wasser kann diese weichen Schottereinlagerungen leicht abtragen, die Basaltschichten werden unterspült und brechen regelmäßig ab. So ist in den letzten 10.000 Jahren, also seit dem Ende der Eiszeit, die Schlucht entstanden.
An diesem warmen Tag war der Sprühnebel des Wasserfalls sehr erfrischend und so hörte ich noch ein bisschen dem Getöse zu.Læs mere












RejsendeDa fehlen mir die Worte - Wahnsinn!
RejsendeWunderschön 😍