• Tag 20 - Sierra Negra: der etwas andere Vulkan

    August 4 in Ecuador ⋅ ☁️ 24 °C

    Der Tag begann mit einer wichtigen Erkenntnis: Tobi muss sich noch etwas an die Latino-Zeit anpassen (wir arbeiten daran) 😉

    Je weiter der Bus ins Hochland von Isabela fuhr, desto kälter, nasser und fragwürdiger wurde unsere Outfitwahl. Am Startpunkt wurde uns klar, dass wir die Einzigen waren, die eine 16km Wanderung im Regen mit kurzer Kleidung und Optimismus antreten wollten (wenigstens hatten wir Trekkingschuhe an).

    Nachdem ich mich kurz ganz österreichisch über die ungefragte Klugscheißerei eines Preußen-Pärchen aufregen musste, marschierten wir trotzdem los. Gegen die Kälte half nur unser schiefer Gesang von „Jede Zelle meines Körpers ist glücklich“ bis „Und da geh i ans Peters Brünnele“. Am Kraterrand gab’s außer Nebel wenig zu sehen, dafür borgte mir eine spanische Oma ihren Schal (war klar), und plötzlich war die Welt wieder in Ordnung.

    Beim Volcán Chico zeigte sich dann doch noch die Sonne und wir blickten auf eine raue, fast unwirkliche Vulkanlandschaft. In diesem Moment wurde uns bewusst, dass genau diese gewaltigen Vulkane die Galápagos-Inseln überhaupt erst entstehen ließen, und dass wir gerade mitten auf diesem Naturwunder standen. Auf dem Rückweg riss der Nebel für einen kurzen Moment auf, gerade lange genug, um den Sierra Negra doch noch kurz zu sehen, bevor er sich wieder hinter den Wolken versteckte.

    Unser Guide blieb übrigens konsequent irgendwo weit hinter uns verloren, weshalb wir über den Vulkan eigentlich nur wissen, dass er zuletzt 2018 ausgebrochen ist 😅 Dafür lernten wir dass auch Nieselregen erstaunlich schlecht vor Sonnenbrand am Äquator schützt 🙈
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