• Tag 36 - Peru, wenn man es still beobachtet

    20 sierpnia, Peru ⋅ ⛅ 19 °C

    Heute waren wir erstaunlich ruhig, obwohl es ein Reisetag war…

    Morgens fuhren wir 48 Kilometer von der Lodge zum Flughafen nach Puerto Moldonado. Dieses Mal beschlossen wir einfach, aus dem Fenster zu schauen und die Eindrücke auf uns wirken zu lassen.

    Am Flughafen angekommen stellten wir fest, dass er aus zwei Gates, zu wenigen Sitzplätzen und einer Sicherheitskontrolle besteht, die eher symbolisch ist.
    Auf unserem 40 minütigen Flug nach Cusco, waren wir umgeben von erstaunlich vielen sehr jungen peruanischen Familien und direkt neben mir saß eine mit ihrem gerade einmal zwei Monate alten Baby. Wir fragten uns, wie die Kleinen wohl auf die Höhe reagieren würden. Irgendwann hab ich gelernt, dass Resilienz nicht nur gelernt, sondern auf verschiedene Arten auch über Generationen weitergegeben werden kann, und je mehr Menschen wir kennenlernen, desto mehr festigt sich meine Überzeugung, dass darin etwas Wahres liegt.

    In Cusco fuhren wir zur Pavitos-Straße und stiegen in ein Taxi Colectivo, in dem außer uns nur Peruaner saßen. Für 3,50€ ging es 60 Kilometer nach Ollantaytambo, vorbei an Dörfern, während Musik spielte, laut telefoniert wurde und draußen vor dem Fenster Szenen vorbeizogen, die wahrscheinlich die Fotos besser erzählen können als wir.

    Abends aßen wir Lomo Saltado und Alpaka und müssen leider zugeben, dass es super lecker war. Ehrlich gesagt haben wir kein schlechtes Gewissen, nur weil es süßer aussieht als ein Rind.

    Irgendwie hatten wir heute das Gefühl, Peru nicht nur gesehen, sondern ein kleines bisschen wirklich erlebt zu haben…
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