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  • Day 251 Darwin

    12. september, Australia ⋅ ⛅ 33 °C

    Heute erkundeten wir zuerst den Botanischen Garten von Darwin. Spannend fanden wir nicht nur die tropischen Pflanzen, sondern auch die Geschichten über die Larrakia, die ursprünglichen Bewohner der Region, und die Anfänge der europäischen Besiedlung.

    Besonders in Erinnerung geblieben sind uns die Palmfarne. Sie sehen aus wie Palmen, gehören aber zu einer ganz anderen und uralten Pflanzengruppe. Faszinierend fanden wir, wie gut einige dieser Pflanzen an die regelmässigen Buschfeuer im Norden Australiens angepasst sind und danach wieder austreiben können.

    Danach erkundeten wir noch etwas die Stadt. Seit unserem Spaziergang am Vorabend wussten Le und Lo aber schon ganz genau, wo sie am Nachmittag hinwollten: zum Aqua Park an der Darwin Waterfront. Solche schwimmenden Hindernisparcours kannten sie bereits aus Kroatien und natürlich mussten sie auch diesen ausprobieren.

    So verbrachten wir den späteren Nachmittag an der Waterfront. Wir badeten in der geschützten Lagune, spielten Beachvolleyball und Le und Lo tobten sich auf dem Aqua Park aus.
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  • Day 250 Dili / Darwin

    11. september, Australia ⋅ ☀️ 33 °C

    Heute hiess es Abschied nehmen von Timor-Leste. Früh am Morgen flogen wir von Dili nach Darwin und landeten damit zum ersten Mal auf dieser Reise in Australien.

    Schon bei unseren ersten Schritten durch Darwin fiel uns auf, wie anders die Natur hier wieder ist. Überall entdeckten wir Vögel, die wir bisher auf unserer Reise noch nie in freier Natur gesehen hatten, mitten in der Stadt genauso wie in Strandnähe.

    Auch beim Einkaufen fühlte sich plötzlich vieles wieder vertrauter an. Die Regale waren voller Milchprodukte, Käse und Lebensmittel, die wir aus Europa kennen. Nach vielen Monaten in Asien war das schon fast wieder ungewohnt.

    Beim Spaziergang durch Darwin entdeckten wir ausserdem überall riesige, farbenfrohe Wandmalereien. Street Art gehört hier richtig zum Stadtbild und verwandelt ganze Hausfassaden und Gassen in kleine Kunstwerke.

    Was uns ebenfalls sofort positiv auffiel, waren die Menschen. Immer wieder ergab sich ganz selbstverständlich ein kleiner Smalltalk, und wir wurden sehr freundlich empfangen.

    Am späteren Nachmittag spazierten wir zur Darwin Waterfront und schauten uns die Badelagune an. Im Meer selbst ist Schwimmen hier nämlich keine besonders gute Idee. Salzwasserkrokodile gehören im Top End ganz selbstverständlich zur Natur, weshalb an den Stränden vom Baden abgeraten wird. Dafür gibt es an der Waterfront eine geschützte Lagune, in der man sicher schwimmen kann.

    Ein spannender erster Eindruck von Australien und wieder einmal das Gefühl, innerhalb weniger Flugstunden in einer völlig anderen Welt angekommen zu sein.
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  • Day 249 Dili

    10. september, Øst-Timor ⋅ ☀️ 27 °C

    Unseren letzten Tag in Dili gingen wir ganz entspannt an. Am Vormittag fuhren wir mit dem Mikrolet in die Stadt und machten zuerst Halt in einem Café, das Kaffee aus Timor-Leste serviert. Kaffee gehört zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten des Landes und wird vor allem im Hochland angebaut.

    Danach schlenderten wir noch etwas durch die Stadt und besuchten das Museum von Dili. Dort erfuhren wir mehr über die noch junge Geschichte von Timor-Leste. Besonders spannend fanden wir, wie stark sich das Land in den letzten Jahrzehnten verändert hat und wie sichtbar die portugiesische Vergangenheit noch immer ist. Auch im Schulsystem spielt Portugiesisch heute wieder eine wichtige Rolle.

    Auf dem Rückweg teilten wir uns auf. Lo und Na fuhren mit dem Mikrolet zurück und erwischten eines, das so voll war, dass sich die Leute regelrecht hineinquetschten und teilweise aufeinander sassen. Le und Fi kamen etwas später nach Hause und hatten dafür einen ganz besonderen Mitpassagier: Ein Huhn fuhr ganz selbstverständlich neben uns im Mikrolet mit. Wieder so eine kleine Alltagsszene, die uns zeigte, wie anders das Leben hier teilweise funktioniert.

    Am Abend durfte natürlich eines nicht fehlen: Fussball am Strand. Le und Lo waren sofort wieder bei ihren Freunden, und so endete auch unser letzter Abend in Timor-Leste genau dort, wo in den letzten Tagen so viele schöne Begegnungen entstanden waren.
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  • Day 248 Dili

    9. september, Øst-Timor ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute hiess es früh aufstehen, denn um 8 Uhr legte unsere Fähre nach Atauro ab. Im Voraus war es gar nicht so einfach herauszufinden, wann die Fähren fahren, weshalb wir für diesen Tag einen lokalen Guide organisiert hatten. Er kümmerte sich um die Tickets und begleitete uns auf die Insel. Spannend fanden wir, dass selbst er bisher erst wenige Male mit Touristen auf Atauro gewesen war. Das zeigte uns einmal mehr, wie wenig touristisch Timor-Leste noch ist.

    Auf Atauro angekommen, gingen wir zuerst zu Barry’s Place, liehen uns Schnorchelausrüstung aus und stiegen in ein kleines Boot. Kurz darauf waren wir mitten über einem wunderschönen Korallenriff. Besonders beeindruckend war, wie viele Fische wir sahen und wie unberührt das Riff noch wirkte.

    Nach dem Schnorcheln assen wir bei Barry’s zu Mittag und schlenderten danach noch ein wenig am Strand entlang. Dort trafen wir wieder auf einheimische Kinder, die Fussball spielten. Lee und Lu waren natürlich sofort dabei. Eigentlich wollten wir noch eine Kirche auf der Insel besuchen, aber der Fussballplatz war für die Jungs eindeutig wichtiger, also änderten wir kurzerhand unseren Plan.

    Um 15 Uhr ging es bereits wieder mit der Fähre zurück nach Dili. Dort kauften wir noch ein paar neue Fussbälle, weil uns in den letzten Tagen aufgefallen war, dass viele Kinder mit alten oder kaum aufgepumpten Bällen spielen.

    Am Abend liefen Le und Lu damit wieder direkt an den Strand. Die Freude der Kinder über die neuen Bälle war riesig. Besonders süss fanden wir, dass viele immer wieder «Thank you, aunty» zu Fi sagten, obwohl eigentlich die Jungs die Bälle ausgesucht hatten. Noch schöner war aber, dass die Kinder ganz selbstverständlich davon ausgingen, die Bälle am Ende wieder zurückzugeben. Umso grösser war ihre Freude, als sie verstanden, dass sie sie behalten durften.
    Was uns auch zum Schmunzeln bringt: Lu wird von den Kindern ganz selbstverständlich Louis genannt. Bei Lee sieht das anders aus. Obwohl er ihnen schon mehrmals erklärt hat, dass sein Vorname Leroy ist, nennen ihn die Kinder konsequent «Durian». Offenbar gefällt ihnen dieser Name einfach besser und inzwischen gehört er bei den gemeinsamen Fussballspielen schon fast dazu.

    Ein schöner Abschluss für einen Tag voller Meer, Fussball und Begegnungen.
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  • Day 247 Dili

    8. september, Øst-Timor ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute verliessen wir Dili und machten uns mit unserem Guide und einem privaten Auto auf den Weg ins Hochland von Timor-Leste.

    Unser erster Halt war ein Wasserfall, der wegen der Trockenzeit nur wenig Wasser führte. Unterwegs kamen wir auch an einem fast trockenen Flussbett vorbei. Dort wurden Autos und Lastwagen gewaschen, gleichzeitig erzählte uns unser Guide, dass der Fluss von den Menschen auch zum Baden und Waschen genutzt wird. Solche Einblicke in den Alltag fanden wir fast genauso spannend wie die eigentlichen Sehenswürdigkeiten.

    Je höher wir kamen, desto mehr veränderte sich die Landschaft. Überall sahen wir Kaffeeplantagen, kleine Dörfer und erstaunlich viele Kirchen. In Maubisse, auf rund 1’400 Metern Höhe, besuchten wir die alte Pousada aus der portugiesischen Kolonialzeit und probierten natürlich auch einen Kaffee aus der Region.

    Auch unterwegs gab es ständig etwas zu entdecken. Weil Tankstellen ausserhalb der Städte rar sind, wird Benzin teilweise am Strassenrand in PET-Flaschen verkauft. Gleich daneben entdeckten wir Flaschen mit Tua Mutin, einem traditionellen hellen Palmwein. Auf einem lokalen Markt beeindruckten uns die vielen frischen Früchte und Gemüse und das geschäftige Dorfleben.

    Ein weiterer Höhepunkt war unser Besuch bei Dili Vanilli. Nach einem traditionellen Mittagessen wurde uns gezeigt, wie aufwendig der Vanilleanbau ist. Die Blüten müssen hier von Hand bestäubt werden, bevor aus ihnen überhaupt die begehrten Vanilleschoten entstehen können. Danach folgen noch viele weitere Arbeitsschritte, bis die Vanille so aussieht und riecht, wie wir sie kennen.

    Auf der Rückfahrt sahen wir immer wieder Uma Lulik, die traditionellen heiligen Häuser Timor-Lestes mit ihren auffälligen Dächern. Sie sind nicht einfach alte Wohnhäuser, sondern wichtige Orte für Ahnen, Rituale und die kulturelle Identität der Gemeinschaften.

    Unser letzter Stopp war Dare, von wo aus wir nochmals einen wunderschönen Blick über Dili hatten. Zurück in der Unterkunft dauerte es dann nicht lange, bis Le und Lo wieder an den Strand rannten, um mit ihren neuen Freunden Fussball zu spielen.
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  • Day 246 Dili

    7. september, Øst-Timor ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute machten wir uns früh mit dem Mikrolet auf den Weg in die Stadt. Diese kleinen Minibusse sind eines der typischen Verkehrsmittel der Einheimischen und schon die Fahrt damit ist jedes Mal ein kleines Erlebnis.

    Unser erster Halt war das Tourismusbüro. Dort wurden wir von gefühlt zehn Mitarbeitenden gleichzeitig begrüsst. Besonders spannend fanden wir das Besucherbuch. Wir mussten uns eintragen und stellten fest, dass der letzte ausländische Besucher bereits sechs Tage zuvor dort gewesen war. Man merkt, dass Timor-Leste den Tourismus gerne weiterentwickeln möchte, gleichzeitig aber noch erstaunlich wenige Reisende hierherkommen.

    Danach gönnten wir uns natürlich einen Kaffee. Timor-Leste ist bekannt für seinen Kaffeeanbau, und sogar Starbucks bezieht seit vielen Jahren Bohnen aus dem Land. Während wir durch Dili liefen, fiel uns immer wieder auf, wie viel gebaut und verändert wird. Alte Gebäude verschwinden, neue Projekte entstehen und man spürt, dass sich die junge Hauptstadt weiterentwickelt.

    Nach einem interessanten Besuch in einem kleinen Kunstmuseum ging es weiter zum Tais-Markt. Dort werden die traditionellen handgewebten Stoffe verkauft, deren Muster und Farben je nach Region unterschiedlich sind. Fast noch spannender fanden wir aber das Leben rundherum. Ältere Menschen sassen zusammen und spielten Karten, Kinder spielten miteinander und überall wurde geredet und gelacht. Vieles wirkt hier noch sehr gemeinschaftlich.

    Kaum zurück in unserer Unterkunft wollten Le und Lo sofort wieder an den Strand. Die Kinder vom Vortag freuten sich riesig, sie wiederzusehen, und schon kurz darauf wurde wieder gemeinsam Fussball gespielt. Diesmal mitten zwischen den Fischerbooten. Später durften die Jungs sogar noch mithelfen, eines der Boote aus dem Wasser an Land zu ziehen.
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  • Day 245 Bali/Dili

    6. september, Indonesia ⋅ ☀️ 29 °C

    Nach vier Wochen hiess es heute Abschied nehmen von Bali. Unsere Gastgeberin und ihre Kinder waren uns in dieser Zeit richtig ans Herz gewachsen, und so fiel uns der Abschied nicht ganz leicht. Bevor wir losfuhren, halfen Le und Lo noch beim Sammeln von Bananenblättern, die für die täglichen balinesischen Opfergaben gebraucht werden. Ein schöner letzter Einblick in den Alltag unserer Gastgeberfamilie.

    Am Flughafen hatten wir dann Glück mit unserem Timing. Unser Flug nach Dili konnte planmässig starten, während die Vulkanaktivität des Anak Krakatau an diesem Tag bereits zahlreiche Flüge in Indonesien beeinträchtigte.

    Pünktlich in Dili angekommen, begann gleich das kleine Abenteuer Timor-Leste. Unser Fahrer holte uns ab, und wir quetschten uns zu viert auf die Rückbank. Schon während der Fahrt merkten wir, dass hier manches etwas unkomplizierter und improvisierter läuft.

    Im Arbiru Beach Resort angekommen, fühlten wir uns ein wenig wie in der Zeit zurückversetzt. Alles wirkte einfacher und erinnerte uns irgendwie an Ferien vor 20 oder 30 Jahren. Das Personal empfing uns dafür umso herzlicher. Timor-Leste hat mit Tetum und Portugiesisch gleich zwei Amtssprachen, Englisch ist lediglich Arbeitssprache. Mit etwas Englisch, Händen und Füssen funktionierte die Verständigung aber problemlos.

    Eigentlich wollten wir noch die Umgebung erkunden. Weit kamen wir allerdings nicht. Direkt am Strand trafen Le und Lo auf einheimische Kinder beim Fussballspielen und fragten kurzerhand, ob sie mitmachen dürften. Aus dem geplanten Spaziergang wurden mehrere Stunden am Strand, während wir den Kindern beim gemeinsamen Fussballspielen zuschauten.

    Ein wunderbar unkompliziertes Willkommen in Timor-Leste.
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