• Maritta Wulf-bauer
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Togo, Benin und Ghana

Westafrika – Reise zu Voodoo, Volksfesten und Fetischmärkten Read more
  • Trip start
    January 5, 2026

    Anreise mit Hindernissen

    January 7 in Togo ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Anreise war eine Katastrophe. Für einen Flug von Frankfurt nach Brüssel mussten wir 1,5 Stunden warten. Die Zeit bis zum Weiterflug wurde immer knapper.ssel mu
    Langsam wurde klar, das wir den Anschluss nach Lome nicht mehr schaffen. Der nächste Flug geht erst am nächsten Tag. In Brüssel mussten wir rennen, um das Gate zu wechseln.
    Geschafft – um dann eine weitere Stunde auf dem Rollfeld zu stehen und zu warten.

    Angekommen!
    Kein Essen mehr, auch keinen Absacker mehr trinken, sondern direkt ins Bett.

    Bei Tageslicht betrachtet sieht die Welt schon wieder anders aus.
    Auf jeden Fall ziemlich fremd.
    Wir fahren zum Fetischmarkt. Erst recht fremd. Für Europäer schwer verdaulich.
    Nicht nur die Anblicke der toten Tiere, auch die Gerüche sind nicht sehr appetitlich.
    Ein Voodoo Priester zeigt uns, wie er vorgeht. Die meisten Menschen hier können sich keinen Arzt leisten, sondern gehen dann hier zum Priester. Der stellt eine Diagnose und sagt dann, was die Menschen kaufen sollten, um das dann weiter zu verarbeiten, entweder pulverisiert oder verbrannt.
    Einen Marktbesuch steht auch auf dem Plan.
    Sehr laut und sehr bunt.

    Wir sehen einen Tanz. Einer der Tänzer fällt in Trance. Man weiß vorher nie, ob einer oder mehrere in Trance fallen. Dann ritzen sie sich mit einem der Fetischmesser.
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  • Alles im Zeichen von „Voodoo“

    January 8 in Benin ⋅ ⛅ 27 °C

    Früh aufstehen und an der Rezeption den Blog auf den Weg bringen.
    Frühstücken und weiter geht’s.
    Wir setzen mit einem Kahn über nach Togoville. Der Kahn wird mit „Manneskraft“ vorwärts gebracht. Mit einem Staken, das Wasser ist nicht tief.
    Togoville ist nicht groß, knapp 80000 Einwohner.
    Viel über die Geschichte von Togo gehört, von Sklavenhandel. Die Deutschen waren wohl nicht Am Sklaven – Handel, sondern nur am Handel interessiert, daher haben die Deutschen hier noch einen guten Ruf.

    Kanalisation ist vorhanden, allerdings überirdisch neben dem Weg läuft der Kanal, geruchstechnisch eindeutig zu identifizieren.
    Wir besuchen die Kirche, gebaut von Deutschen, Johannes Paul II, war auch hier.
    Schön von weitem hat man Frauen singen hören. So eine schöne Atmosphäre, viele Frauen singen und klatschen im Kreis, man kann sich kaum der Stimmung entziehen.
    Hier leben viele Christen, Animisten und wenige Muslime friedlich nebeneinander.
    Wir laufen durch das Animistenviertel und besuchen eine Voodoopriesterin.
    Einige Regeln, bevor wir ihren Tempel betreten dürfen.

    Männer Oberkörper frei, Frauen tragen einen Sarong. Vor jedem Fragen klatschen, damit wird die Priesterin auch begrüßt, und die Ahnen ebenfalls.
    Uns werden die Vorgehensweisen des Voodoo erklärt. Die Rituale, die fast immer mit rituellen Schlachtungen von Hühnern und Ziegen einher gehen.

    Wir fahren über die Grenze von Togo nach Benin. Endloses Ausfüllen von Papieren – nicht das wir nicht schon beim Beantragen des E-Visa getan hätten.
    Hier noch mal die gleiche Prozedur.
    Und eines ist ganz offensichtlich – Korruption. Alle Beamten hier arbeiten gerne an den Grenzen. Gibt ein gutes Bakschisch. Einer aus dem Bus wagt es, ein Foto zu machen…..

    Wir fahren in ein Dorf. Auch hier werden wir einen Tanz sehen. Das ganze Dorf kommt zusammen, Männer trommeln und Frauen tanzen.
    Große Figuren, sehen aus wie überdimensionierte Strohhüte, rotieren über den Platz. Angeblich ist kein Mensch darunter verborgen, sondern die Geister.
    Auch hier werden Rituale vollführt, Maismehl auf den Boden gestreut, Palmwein oder Schnaps auf den Boden gestreut.
    Man demonstriert uns, dass unter dem Hut kein Mensch ist, indem uns der leere Innenraum gezeigt wird.
    Eine Flasche wird zerschlagen, das Glas gestampft und 2 Männer essen Pulver und kleine Glasstückchen.
    Auch hier kommt ein Huhn ins Spiel, Ein Huhn wird gefesselt und dem Voodoo Gott gezeigt. Anschließend wird es in eine Schale gelegt und der Voodoo Gott stülpt sich darüber. einige Sekunden später legen ein paar Männer den Strohhut auf die Seite, und die Schale enthält jetzt ein gekochtes, noch warmes Huhn. Hmmm???
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  • Alles Fetisch

    January 9 in Benin ⋅ ⛅ 28 °C

    Reisen kann ganz schön anstrengend sein, es sei denn, man bucht eine Kreuzfahrt.
    Aber die Kreuzfahrer sehen ja auch nicht den Bruchteil von dem, was wir so unterwegs sehen.
    Die Fahrt geht weiter nach Ouidah. Überall sind Straßen gesperrt und Polizei ist an jeder Ecke präsent wegen des Festivals.
    Ich sehe zum ersten Mal einen Baobab Baum. Allerdings sehen hier die Baobabs anders aus als auf den Bildern, die ich von Madagaskar kenne.
    Zuerst fahren wir zum Python Tempel.
    Die Schlangen werden Dir vom Guide um den Hals gelegt, wenn du es möchtest.
    Schwer ist sie auf jeden Fall.
    Wir fahren weiter zum Heiligen Wald.
    Hier ist schon mächtig was los. Es wird getanzt, viele Menschen stolz in ihren prächtigen Kostümen.
    Die ersten Männer fallen in Trance und tanzen bis zur Erschöpfung.
    Hier stehen auch viele Statuen von Voodoo Göttern, Namen und Funktionen zu erklären führen hier zu weit.
    Überhaupt ist das Thema dieser Reise „Voodoo und Fetisch“ für uns Europäer schwer zu fassen. Und zu erklären hier fast unmöglich.
    Die Bilder sprechen für sich, denke ich.
    Dieser Ort steht für Sklavenhandel in früheren Zeiten. Auch dieses Thema ist zu lang, um es näher auszuführen.
    Auf jeden Fall sehr bedrückend.

    Wir steuern noch ein kleines Dorf an, hier wird wieder ein weiterer Tanz vorgeführt. Hier müssen leider die Rituale schon vor den Tänzen durchgeführt werden. Das heisst auch die Schlachtung der Hühner. Darauf gehe ich hier nicht ein. Nichts für zarte Seelen.
    Dafür haben hier die Hühner wenigstens ein Leben in Freiheit.
    Wir besuchen noch ein Stelzendorf.
    Auffällig, das die Menschen nicht fotografiert werden wollen, sehr unfreundlich und aggressiv reagieren. Durchaus aber verständlich, da hier sehr viele Touristen unterwegs sind
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  • Audienz beim König

    January 10 in Togo ⋅ ☁️ 28 °C

    Die nächste Umplanung, morgen sind Wahlen und alle Grenzen geschlossen. Also geht die Reise heute schon nach Togo zurück. Wir lassen die Königspaläste aus, sind eh nur wegen Renovierung geschlossen.

    Baumwolle und Maniok werden hier geerntet und verarbeitet.

    Auf dem Weg nach Norden kommen wir am mächtigsten Fetisch Westafrikas, Dankoly, vorbei. Täglich kommen Hunderte von Pilgern hier her, um mit Holzkeilen, Schnaps und Palmöl die Götter und Geister milde zu stimmen, damit die Wünsche der gläubigen Voodoo-Anhänger erfüllt werden. Natürlich werden auch Hühner und Ziegen geopfert. Für alle Rituale werden immer Tiere geopfert.
    wir halten bei Copargo an und besuchen die Yom in dem Dorf Tanéka. Sie leben nach alten Traditionen in Rundhüttendörfern und sind verwandt mit den Somba und den Tamberma.
    Zuerst gibt uns ein Würdenträger die Möglichkeit, Fragen zu stellen.
    Er darf übrigens sein ganzes Leben lang nur noch mit einem Fell bekleidet sein, wenn er das Amt übernimmt.

    Der König mit über 260 Untertanen gibt uns ebenfalls eine Audienz.

    Wir müssen schnellstmöglich über die Grenzen, bevor sie um 0.00 Uhr schließt. Alle - aber auch wirklich alle- Militär, Polizei und jeder, der sich für wichtig hält, bekommt Bakschisch! Ohne läuft hier nichts.
    Wie schaffen es dann noch über die Grenze zu kommen und sind heilfroh. Ein, zwei, drei kalte Bier und die Stimmung ist wieder gut.
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  • Straßensperrungen und Lehmburgen

    January 11 in Togo ⋅ ☀️ 20 °C

    In Benin werden mal eben die Grenzen gesperrt, weil Abgeordnetenwahlen sind, und in Togo, weil der Präsident eine freie Straße haben möchte. Selbst wenn ein schwerer Unfall passieren sollte...
    Eine Hauptverkehrsstraße wird einfach lahm gelegt. Kilometerlange LKW Schlangen bilden sich.
    Wir müssen auch einen Riesenumweg machen, um zu den Lehmburgen zu gelangen.
    In der Region Koutammakoubesuchen wir die Tamberma, die eng mit den Somba verwandt sind. Auch sie leben in außergewöhnlichen Lehmburgen, die einst zum Schutz vor
    Sklavenjägern errichtet wurden (UNESCO-Weltkulturerbe). Weiter geht es zum Schmiededorf Tchare, das in den Kabye-Bergen liegt.
    Sehr beeindruckend sind diese Jahrhunderte alten Häuser aus Lehm, innen geräumiger, als von aussen ersichtlich.
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  • Schellentanz und Schikane

    January 12 in Togo ⋅ 🌙 23 °C

    Heute werden wir wieder eine Grenze wechseln.
    Vorher werden wir aber in einem weiteren Dorf halten und wieder einen Tanz sehen, sowie ebenfalls die Eisengewinnung, wie sie seit Jahren gemacht wird.

    Unterwegs halten wir an einem Feld, wo gerade Maniok geerntet wird.
    Zoumana, unser Guide nimmt eine Maniokstück mit, welches im Feuer vor sich hin gart und wir können probieren. Gar nicht so schlecht, der Geschmack

    Wir kommen im Dorf an, wo uns demonstriert wird, wie das Eisen aus den Steinen im Hochofen gewonnen wird. Daraus werden dann die Werkzeuge und Schaufeln hergestellt und auf dem Markt verkauft.
    Dann tanzen die Männer für uns den Feuertanz, manche gehen dabei auch durch das Feuer.
    Die Schellen, die das rhythmische Stampfen auslösen, sind auch selbst hergestellt.

    Wir fahren weiter zur Grenze. Erst zum Grenzposten Togo zur Ausreise, dann schnell weiter zur Einreise. Denkste!
    Bei einer von uns werden die Fingerabdrücke nicht erkannt. Das Gerät und Kamera wurden neu eingeführt, ist aber wohl noch nicht sehr bekannt. Funktioniert aber nicht. Ausreise verweigert. Die Nerven liegen blank. Nach endloser Zeit wird zumindest ein Handabdruck erkannt.
    Weiter zur Ghana Grenze. Das nächste Problem taucht auf. Bei 2 Leuten ist das Visum nicht im Pass eingeklebt, sondern sie haben irrtümlich den genehmigten Visaantrag nur in Papierform. Nach 3! Stunden endlich kommen sie, um 400€ ärmer. Zumindest können sie jetzt einreisen.
    Bis zum Hotel noch einige Stunden Fahrt.
    Unterwegs etliche Checkpoints der Polizei. Anhalten, Wichtiges Gehabe und überflüssige Fragen, 2 km weiter das gleiche Spiel.
    Gegen 22.00 Uhr kommen wir im Hotel an. Kaltes Bier – essen und erschöpft ins Bett.
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  • Von Tamale nach Kumasi

    Jan 13–15 in Ghana ⋅ ☀️ 37 °C

    Die Fahrt geht wieder früh los, wir haben wieder eine längere Fahrt vor uns, eigentlich wie jeden Tag.

    Auf dem Weg nach Kumasi überqueren wir den Weißen und den Schwarzen Volta, zwei der drei Quellflüsse des größten Stromes von Ghana.
    In einem Nomadendorf halten wir an. Die Hütten aus Lehm bleiben stehen, während die Hütten aus Bastgeflecht einfach eingerollt und mitgenommen werden.

    In Kintampo besuchen wir den gleichnamigen Wasserfall, der sich hier über 25 m. in die Tiefe stürzt.

    Die Strecke zieht sich, nicht nur wegen der schlechten Strassen, sondern weil unglaublich viele Bodenschwellen eingebaut sind. Als ob man nicht sowieso langsam fahren muss.
    Auch kommen alle paar Kilometer Polizei Checkpoints. An einem wird unser Guide auch wieder abgezockt. Ein paar Pässe werden eingesammelt, er muss aussteigen und dem Polizisten in ein Zelt folgen. Wenn er dort nicht bezahlt, würden alle Koffer durchsucht werden, und es könnte eine stundenlange Verzögerung zur Folge haben. Also…..

    Wir kommen spät im Dunkel in der Stadt an und stehen wieder im Stau, für 3 Kilometer brauchen wir eine Stunde.
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  • Kumasi, der Moloch

    January 14 in Ghana ⋅ ☁️ 33 °C

    Kumasi ist ein 3 Millionen Moloch. Der Verkehr staut sich ohne Ende. Nur für die Durchquerung der Stadt bis zum Hotel brauchen wir 1,5 Stunden.
    Einige Viertel sind zugemüllt, alleine das Durchfahren löst Beklemmungen bei mir aus.
    Heute morgen steht ein Besuch auf dem Markt an, der größte Markt Westafrikas.
    Ein unglaubliches Gewusel. Laut, Gedrängel aber lustig.
    Wir besuchen auch das Kulturzentrum - leider keine Fotos erlaubt.
    Erfahren aber viel durch die Führerin über die Ashanti-Kultur und den Ashanti König.
    Wir besuchen denehemaligen Königsresidenz, dem Manhyia Palast und erhalten dort ebenfalls eine Führung.
    Anschließend besuchen wir in Bonwir eine Kente-Weberei. Dort werden wunderschöne Stoffe gewebt.
    Die Weber überfallen uns leider mit Anpreisen ihrer Produkte.
    Wenn man in Ruhe hätten schauen können, wäre sicherlich das ein oder andere Teil gekauft worden, aber so konnte man nur fliehen vor den Händlern.
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  • Ein dunkles Kapitel - Cape Coast

    January 16 in Ghana ⋅ ⛅ 29 °C

    Auf der Fahrt nach Cape Coast sind wir an einer Stelle vorbei gekommen, wo Palmöl hergestellt wird. Mühselig erst durch eine Maschine, dann wird es von Hand gepresst, und danach noch von Hand die Kerne aus den Resten gesammelt und diese werden weiter verkauft.
    Ankunft in Cape Coast und wir bekommen eine Führung durch die portugiesische Sklavenburg.
    Die Wände und der Boden riechen noch immer. Eine sehr bedrückende Stimmung.
    1000 Männer und 400 Frauen wurden hier unterbracht, um auf die Schiffe zu warten, die sie dann in die Länder verschifften, wohin sie verkauft wurden. Wenn sie die Tortour bis dahin überlebten.
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  • Kakum Nationalpark

    January 17 in Ghana ⋅ ☀️ 33 °C

    Eine Nacht im Anomabo Beach Resort am Strand!
    Leider keine Zeit, am Strand zu liegen.
    Weiter geht's
    Wir fahren zum Kakum Nationalpark. Auch dort muß man wieder einen Guide nehmen. Dieser allerdings war sehr unfreundlich, hat uns zusammen mit einer einheimischen Gruppe geführt, und uns völlig ignoriert.
    Dann nochmal Fahrt nach Elmina zum Fort.
    Anschließend über die Baustellenstraße nach Accra, meistens zwischen 10 und 30km/h, Diese Baustelle wird vermutlich die nächsten 10 Jahre so aussehen.
    Wieder spät abends angekommen, auf das Buffet und ein kaltes Bier gestürzt.
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  • Accra

    January 18 in Ghana ⋅ ☁️ 27 °C

    Der letzte Tag einer außergewöhnlichen Reise ist angebrochen.
    Der Flieger geht erst abends und wir dürfen unser Zimmer solange behalten.
    Wir machen noch eine Sightseeing Tour durch Accra. Accra ist sauberer und anders als die anderen Städte, die wir kennen gelernt haben. Da merkt man schon, dass es die Landeshauptstadt ist.
    Abends gehts wieder zurück ins kalte Deutschland.

    Am denkwürdigsten allerdings waren die außergewöhnlichen Särge, die manche Menschen bestellen.
    Von der Dollarnote bis zum Handy und zur Chilischote ist alles möglich.
    Das wäre in Deutschland vermutlich undenkbar.
    Zum guten Schluss besuchen wir noch einen Kunsthandwerkermarkt, um letzte Souvenirs zu kaufen.
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    Trip end
    January 18, 2026