• So nahe am Paradies

    May 3 in Bosnia and Herzegovina ⋅ ☀️ 19 °C

    Gestern faul. Definitiv. Nur ins Wasser, dem einkalten Kolkot l, springen, ein bisschen lesen, schlafen, schauen, weiter schauen... so war mein Tag. Franzi hat sich aufgerappelt und ist in der trägen Hitze des Tages auf einen Kaffee geradelt.
    Und haben wir bisher fast nie gekocht und ich deshalb den Kelomat, das wichtigste in meiner Küche, zuhause gelassen habe, tun wir es hier schon fast täglich. Sonst würden wir uns nur von Jause ernähren...
    Fest entschlossen, dass wir weiter fahren, packten wir noch alles um in der Früh wieder weiter zu ziehen. 50k kostet ein Haus mit Seegrund hier. Ein Schnäppchen. Aber wer will in der Pension schon Arbeit?
    Am Morgen geht's los zum Einkaufen und Richtung Una Nationalpark. Den haben wir bald erreicht und einen paradiesischen Stellplatz gefunden. Ich habe mir die Una als wilden, ungezähmten Fluss vorgestellt. Sie ist ein wunderschöner türkiser träge fließender Strom. Wir stehen direkt am Wasser und ich entdecke gleich eine kleine Würfelnatter. Eine der gefährdesten Schlangen in Europa, in Deutschland praktisch ausgestorben. Sie wohnt unter dem Steg und den ganzen Nachmittag kann ich sie immer wieder beobachten. So genial!
    Wir rappeln uns dann doch auf und schwingen uns aufs Rad. Die nächsten Tage ist das Wetter fraglich. Es wäre so schade, wenn es uns hier vertriebe, wo wir gerade beschlossen haben 2 Nächte zu bleiben.
    Wir fahren ein Stück und wollen zum Wasserfall Strbacki Buk. Ein Wächter will 8 Euro/Person Eintritt und das zahlen wir nicht, weil es offiziell 6/pers sind und es uns sehr viel vorkommt! Im Vergleich kostet ein Stritzel Brot 1€ und 1 Kaffee auch 1€.
    Also radln wir in den Ort Orašak auf ein Bier. Die Straße entlang des Flusses ist neu asphaltiert und ein Traum zum Radln.
    Das Wasser ist frisch, aber wärmer als der Kolkot.

    Nach dem Essen starte ich mein mega Gelsenabwehrteil für outdoor und hoffe, dass es wirkt... weil hier sind sie fett und riesig!
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