Genau heute- der knackige Abschnitt der Parenzana
September 17 in Slovenia ⋅ 🌧 20 °C
Heute soll es von Portorož nach Motovun gehen. Alle sind schon seit 2, 3 Tagen aufgeregt. Es gibt immerhin zwei Sperren durch Murenabgängen auf diesem doch recht schwierigen Stück. Ab Kroatien ist der Radweg uncharmant, unentspannt und mit voller Konzentration zu fahren.
Dann der 1000 ste Wettercheck am Handy obwohl der Blick aus dem Fenster selbstredend ist. Heute wird es ungemütlich!
Während des Frühstücks tobt es dann auch los. Wie ein wild gewordenes Tier donnert der Regen herunter.
Hoffungslos!
Wir beschließen uns zu teilen und in einer Regenpause schnell loszufahren.
Kein Gedanke mehr an das Picknick bei Florentin und Rosa, auf ein Glas Bier in Oprtalje hoch über den Weinbergen mit Blick auf Motovoun. Kein Gedanke mehr an Grosnjan und die Umleitung....
Es heißt einfach am kürzesten Weg nach Motovoun!
Franzi schnappt sich die Biobiker, ich radle mit den anderen los. Unseren restlichen Radler/innen, die alleine fahren wollen geb ich unsere 2 Varianten und warne sie eindringlich die Parenzana zu fahren.
Manfred versucht uns immer wieder auf die Parenzana zu lotsen was zum Fahren aber völlig unmöglich ist. Ich habe eine Variante ausgewählt, die ich im Juni auch geradelt bin über die kleinen Verbindungsstraßen ohne viel Verkehr.
Während die 4er Biogruppe direkt auf der schwer befahrenen Straße radelt, traue ich mich das mit meiner großen, teilweise unsicheren Gruppe nicht.
Wie durch ein Wunder bleiben wir trocken. Leider wird jedes Stehenbleiben zum Herumkramen genutzt und aus- oder anziehen....
Bei Buje stehen wir kostbare 20 Minuten herum bis die Kramerei wieder vorbei ist.
Ich versuche halbwegs schnell nach Grosnjan zu kommen. 1 km noch und dann schlägt das Gewitter über uns die Hände zusammen. Wir stecken mitten in der Zelle. Ein paar Kastanienbäume helfen nur bescheiden. Im Nu sind wir bis auf die Knochen nass. Immer wieder nähert sich das Gewitter, der Regen wäre uns egal, aber meine Leutchen wollen beim Gewitter nicht fahren. 500m wären es noch gewesen und wir hätten Grosnjan trockenen Fußes erreicht.
Brrrrr.
Dann müssen wir los, es wird auch schon kalt. Von Grosnjan steil hinunter ins Tal Richtung Livade hoffe ich nur, dass keiner ausrutscht, keiner die Kontrolle verliert.
Die Fahrt im strömenden Regen entlang der mega befahrenen Straße zur Abzweigung Motovoun ist durch die Gischt der Autos und LKWs noch einmal super arg. Aber es ist der kürzeste Weg.
Kurz vor Livade hat Manfred einen Patschen. Ich lasse ihn allein, die Gruppe muss ins Hotel. Dringend. Hoch hinauf nach Motovun. Die "Rettung" von Manfred müssen wir von dort aus organisieren.
Eine Challenge ist das glitschige Pflaster bis zum Hotel.
Als wir ankommen sind die Zimmer fertig, aber die Koffer natürlich lange nicht da. Und leider stellt das Hotel keine Bademäntel udgl zur Verfügung um den Wellnessbereich benutzen zu können.
Franzi hat inzwischen die Idee aus meinem Rad den Hinterreifen auszubauen und in den von Manfred einzubauen sodass er wenigstens den Rest der ca 7km fahren kann. Franzi fährt mit Brigittes Rad und meinem Reifen zu Manfred und Veronika, die brav mit ihm mitgelatscht ist. Sie schaffen es und erreichen glücklich das Hotel.
Wie gut, dass Franzi als technischer Experte mit ist! Es ist der 4. Platte!
Den Abend verbringen wir im Hotel und mit Wäsche trocknen.
Für den nächsten Tag ist ein bisschen schöner angesagt. Wir werden auf jeden Fall Parenzana versuchen.Read more








TravelerSo eine Herausforderung 🙈…gut das du so situationselastisch bist💪🫵🥂