Bonito
September 8 in Brazil ⋅ ⛅ 25 °C
Mit Thomas und Sihong fahren wir nach Bonito. Die Stadt hat viele "bonitos" Ausflugsziele. Allerdings sind alle Ausflüge über Reiseagenturen zu buchen. Denn egal, worum es sich handelt, alle Ziele liegen auf irgendwelchen Fazendas (großen Farmen) und die Besitzer lassen sich das sehr gut bezahlen. Überhaupt ist Brasilien in den letzten Jahren ganz schön teuer geworden. So auch die Campingplätze. Wir fahren in der Stadt zum Campingplatz "pé na Jaca". César, der Besitzer ist sehr liebenswürdig und bucht gleich Ausflüge für uns. Fast alles ist schon ausgebucht und die einzige Möglichkeit ist am nächsten Morgen 7 Uhr. Na, OK, dann bleibt uns nichts anderes übrig als wieder mal im Morgengrauen aufzustehen. Das fällt hier auch nicht schwer, denn sobald die Sonne aufgeht, fangen Vögel an zu schreien. Allen voran die wunderschönen Aras. Am nächsten Morgen fahren wir zum Rio da Prata. Der Fluss ist wie noch einige andere hier sehr klar und hier kann man mit vielen bunten Fischen schnorcheln. Der Zugang liegt auch auf einer Fazenda, dem Refúgio Ecológico Rio da Prata. Die Farm ist seit mehreren Jahrzehnten rein ökologisch geführt. Ich bin sehr beeindruckt von der Arbeit. Hier gibt es sogar eine Regenwurmfarm, damit die Regenwürmer den Boden schön bearbeiten. Und Klopapier wird zu Dünger umgewandelt. Das Schmutzwasser, für Abwasch z.B. wird in eine Grube, in die bestimmte Pflanzenreste hinein gelegt werden, gekippt und dann werden um die Grube Bananen gepflanzt, die wiederum die Rückstände nutzen können. Nachdem der Guide uns alles ausführlich erklärt hat, geht es zum Fluss. Vorher werden wir noch mit Schnorchelausrüstung ausgestattet und dann geht es schon los. Wir fahren bis an die Quelle des Flusses, wo es überall aus dem Boden sprudelt. Und von da muss man sich nur noch treiben lassen und zieht durch das sehr klare Wasser an tausenden Fischen vorbei. Das Wasser hat nur eine Temperatur von 24 Grad, aber wir haben einen Neopren an.
Im Anschluss geht Micha in die nahe gelegenes Lagoa Misteriosa tauchen. Das Taucherlebnis findet Micha nicht ganz so spannend. Es handelt sich um ein mindestens 220 m tiefes Loch in einem Felsen. Also er findet, dass es erstmal spannend ist, wenn man hinab gleitet und weil das Wasser so klar ist, kann man auch bei einer Tiefe von 30 Metern alles oben erkennen. Aber es gibt kaum Fische darin und dann wird es schnell langweilig. Nach anderthalb Stunden kommt er zurück und wir lassen uns das im Preis inbegriffene Essen auf der Fazenda schmecken. Am selben Tag fahren wir ins Buraco das Araras. Das ist eine große Schlucht, an deren Hängen alles voller Aras sitzt. Ist das ein Geschrei!! Interessant ist, dass bis in die 90er Jahre hinein diese Schlucht nur als Müllentsorgung diente. Dann fand ein Besitzerwechsel statt und der neue Eigentümer ließ den gesamten Müll rausholen, u.a. wurden dabei auch die Leichen von 23 Menschen (wohl alle ermordet) gefunden. Dann wurde ringsherum der Wald wieder aufgeforstet und als sich die Natur wieder erholte, kamen auch die Aras zurück. Wahrscheinlich ist der neue Besitzer nun mittlerweile Millionär, denn auch dieses Ausflugsziel ist ziemlich teuer und trotzdem ständig gut besucht.
Noch drei Tage bleiben wir in Bonito. Gehen lecker essen und wechseln noch auf den Campingplatz Rio Formosa. Der liegt direkt an einem schönen Fluss, wo man schwimmen gehen kann. Leider beginnt es am nächsten Tag zu regnen, so dass wir die schöne Bademöglichkeit nicht mehr nutzen können.Read more

Wie schön diese Vögel in freier Natur beobachten zu können 🤩 [Manu]

Schmetterlinge? [Manu]

Ihr Hübschen!🥰 [Manu]
















