Von Bonito zur Estrada Parque Pantanal
September 12 in Brazil ⋅ 🌧 27 °C
Von Bonito wollen wir ins südliche Pantanal fahren. Allerdings müssen wir uns entscheiden, ob wir von Corumbá mit dem Ponton (das ist eine schwimmende Plattform, auf der Fahrzeuge, Tiere und Waren auf dem Fluss transportiert werden) fahren oder die langweilige 1200km lange Straße nach Porto Jofre nehmen. Entfernungen sind das hier😰!! Die Entscheidung wird dadurch behindert, dass wir den Organisator des Boottransports (Relbert, Kontakt steht bei I-Overlander) zwar schon kontaktiert haben und er uns auch den Preis und voraussichtliche Abfahrt genannt hat, aber danach ist zwei Tage Funkstille. So sitzen wir etwas zwischen Baum und Borke, wissen nicht, was wir machen sollen und setzen uns ein Ultimatum bis übermorgen. Danach müssen wir uns für die eine oder andere Strecke entscheiden. Allerdings fahren wir schon mal bis Miranda. Der Ort ist ziemlich unscheinbar, bietet aber einen netten, bewachten Parkplatz vor dem alten Bahnhof. Dort stehen zwei weitere Wohnmobile aus Deutschland und die sind in derselben Entscheidungs-Situation wie wir. Genau am Morgen unseres Ultimatums antwortet Relbert. Wir können den Flussweg nehmen. Auf geht's nach Corumbá. Kurz vor dem Passo de Lontra gibt es die Wahl zwischen einer gut befahrbaren Straße oder der Estrada do Parque, einer staubigen Wellblechpiste, an der man viele Tiere sehen kann. Ist ja klar, wofür wir uns entscheiden 😅!
Zwei Tage benötigen wir dafür. Viele, viele Holzbrücken, die über kleinere Flüsse und Wasserlöcher führen und gar nicht immer so stabil aussehen, müssen wir überqueren. An den Ufern tummeln sich Krokodile. Ab und zu laufen Capivaras herum, viele schöne Vögel sind zu sehen und sogar Rehe und ein Wildschweinrudel mit Babys. Dass wir nun im Pantanal angekommen sind, stellt man vor allem abends fest. Hier in einem der größten Sumpfgebiete der Welt, halb so groß wie Deutschland, stürzen sich kurz nach Sonnenuntergang die Moskitoschwärme auf uns drauf. Die letzten zwei Tage habe ich unsere Moskitonetze im Wohnmobil verbessert. Nun sind alle Fenster zweilagig ausgestattet. Aber gegen so ganz kleine Fliegen hilft selbst das nicht. Am Abend des zweiten Tages erreichen wir den Rio Paraguay. Dort stehen wir gemütlich mit Thomas und Sihong am Flussufer und genießen bei einem 🍷den Sonnenuntergang. Durch den Wind am Ufer gibt es sogar verhältnismäßig wenig Mücken.Read more




















