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Klassentreffen der Ostmusik

A short but fine adventure by SauerReiseBlog Read more
  • Trip start
    June 28, 2025

    Erster Tag PopKulturOst

    Jun 27–29, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Los ging's um 15.00 Uhr...mit etwas Verspätung kamen wir 16.00 Uhr an, verpassten dadurch Hans die Geige, erlebten noch letzte Töne von Perl bevor es dann für uns mit Angelika Weiz & Charlie Eitner los ging...
    Wir konnten mit unserem Wohnmobil direkt neben dem Hangergelände 312 in Neuruppin mit vielen anderen OstRock Freunden auf einer Wiese stehen..alleine dieses Feeling war großartig... Festival eben..
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  • Angelika Weiz & Charlie Eitner

    June 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Angelika Weiz. Nach einem kurzen Intermezzo in der Horst Krüger Band wechselte sie 1975 in die Bluesband ergo aus Erfurt, die von ihrem damaligen Ehemann, Waldemar Weiz, als Nachfolgeband von Modern Blues gegründet worden war. Zur Band gehörte auch Rene Decker. 1986 gründete Angelika Weiz ihre erste eigene Band, die sich Good Vibration Orchestra und später Loud People nannte. 1988 wurde sie als beste Sängerin der DDR ausgezeichnet. Sie setzte durch, dass die Band englischsprachige Titel produzieren konnte. Ein Jahr später machte sie mit einer kritischen Version des Kinderliedes "Unsre Heimat"  erneut auf sich aufmerksam. Als Folge durfte eine bereits fertig gestellte Langspielplatte Heimat nicht erscheinen und wurde zurückgezogen. Weiter ging's mit Bajazzo.Read more

  • Bajazzo & Pascal von Wroblewski

    June 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Pascal von Wroblewsky stand mit 15 Jahren bereits auf der Bühne. Sie sang zunächst Folk und Blues, bevor sie 1983 zum Jazz kam und Mitglied der Sonneberger Jazz-Optimisten wurde. Neben vielen Projekten war ihre langjährige Mitgliedschaft in der 1978 in Ost-Berlin gegründeten Jazzrockband Bajazzo besonders publikumswirksam.
    Sie veröffentlichte mehrere Jazzsoloalben und eine Klassik-CD und bekam für Swinging Pool die Goldene Amiga.
    Sie schreibt und singt Songs für Filme.
    Die Zusammenarbeit mit dem Gründer und Gitarristen Jürgen Heckel der Jazzrockband Bajazzo besteht mit Unterbrechungen seit 1985. Uns blieb Sie bis dato verborgen, da wir die Jazzrichtung nicht wirklich verfolgt haben. Zum Glück haben wir diese Lücke jetzt geschlossen.
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  • Zerfall

    June 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach der Anmoderation durch Jürgen Karney und Karsten Speck ging's dann musikalisch ordentlich zur Sache...mit der Punkrockband ohne DDR Einstufung... Zerfall.  Die Band entstand als Trio (ohne Bass!) 1984 im Umfeld der Ostberliner Galiläa-Kirche. Durch kultig-chaotische und trinkfeste Auftritte avancierte das Trio zum Mittelpunkt einer, den öffentlichen Raum in ihrem Kiez dominierenden, Punk-Clique namens "Blaue Möwen". Infolge von Zersetzungsaktionen der DDR-Staatssicherheit, aber auch durch auseinander driftende Interessen der Musiker (Bandmittelpunkt Daffy entwickelte sich zum Skinhead) zerfiel die Band bis spätestens 1987, als Drummer Plansch seinen NVA-Dienst antreten musste. Privataufnahmen kursierten jedoch offensichtlich auch schon in dieser Zeit.
    2008 kam es zu einer Re-Union mit den Original Mitgliedern Kalle und Plansch. Das "Debütalbum" enthielt zunächst neu eingespielte Songs aus den 80ern sowie Aufnahmen von einem 84er Kirchen-Konzert. Vier Jahre später spielte die Band schließlich ein komplett neues Album ein. Sie ist bis heute eine der wenigen noch aktiven Bands mit Wurzeln in der DDR-Punkszene. Zerfall, in den 1980er-Jahren von der Stasi bedrängt und schnell verboten, ballert sich durch die knackigen Zwei-Minuten-Stücke, feiert den Widerstand gegen jedes System und die Wirkung von Bier und Pfeffi, der auch fleißig von der Bühne aus ins Publikum verteilt wird. Nur die Kondition zum Pogo tanzen ist nicht mehr ganz so fett....
    Auf jeden Fall ein Knallergig der in die Glieder fährt.
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  • No 55

    June 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 20 °C

    Weiter im Programm auf der großen Bühne ging's mit den bekannten Gesichtern Gala und Goggow in Formation NO 55. Georgi Joro Gogow gründete im Dezember 1981 gemeinsam mit Gisbert Pitti Piatkowsski die Band NO 55, nachdem sich Gogows Band City aufgespalten hatte.
    Der Name der Band bezieht sich auf eine historische postalische Bezeichnung des Prenzlauer Bergs, wo Gogow damals wohnte.
    Unser Rene Decker gehörte nach 1984 auch der Band an.
    „Schlüsselkind“, getextet vom Silly-Dichter Werner Karma, ist eine Art Schlüsselsong – Gahler, ein großer Entertainer, hat zu jedem Song besondere Storys parat. Das Lied „In der letzten Stunde des Tages“ singt Gitarrist Piatkowski – er musste damals Gahler als Sänger vertreten. Der wurde nämlich zur Armee einberufen und traf in der Kaserne die Musiker von Rockhaus, die einige Stunden nach ihnen spielen.
    Einen schönen Moment gab es als Joros Sohn sich an das zweite Schlagzeug setzte und Vater und Sohn den Gig gemeinsam zu Ende spielten.
    Für mich war "Schlüsselkind" einer Der Songs dieses Abends.
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  • Rockhaus

    June 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 19 °C

    Dann kam Rockhaus... eine der (ost-)deutschen Vertreter der Neuen Deutschen Welle und des New Wave. In den 1980er Jahren gehörte sie zu den beliebtesten Rockbands in der DDR. In der ewigen Wertung der Jahreshitparade der DDR (seit 1972) erreichten sie Platz 2, direkt nach den Puhdys und dicht gefolgt von Lift bei den Nummer-eins-Hits. Für mich war sie tatsächlich nicht so in Erinnerung, wohl aber bei den meisten hier im Publikum, welches dem Ausrasten nahe war. Die Stimme von Sänger Mike Kilian ist immer noch außerewöhnlich und faszinierend.Read more

  • Tagesabschluss Stern Combo Meißen

    June 27, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 17 °C

    Zum Schluss ging's musikalisch noch einmal hoch her...Stern-Combo Meißen, von 1980 bis 1989 Stern Meißen, ist eine 1964 von Martin Schreier, Norbert Jäger und Bernd Fiedler in Meißen gegründete Musikgruppe. Sie ist eine der ältesten bestehenden Rockbands Deutschlands.
    Ihre Songs klingen noch immer gewaltig und trotzdem frisch. Das ist insbesondere Manuel Schmid zu verdanken, der sich wie kaum ein anderer in die alten Soundwelten einfühlen kann und sie mit Leichtigkeit wieder erweckt.
    Auch bei den neuen Stücken der Band, schafft er es Neues mit dem typischen Stern Meissen Sound zu präsentieren.
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  • Der Tag startet mit MTS

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 26 °C

    Nach einer ruhigen Nacht ging's zu Fuß durch den Hangerbereich zum nahe gelegenen Penny mit Bäcker zum Frühstück. Gut gestärkt starte um 13.00 Uhr die erste Band MTS mit ihrem Programm. MTS ist eine Berliner Band die sich dem kabarettistischem Liedgut verschrieben hat. Sie besteht seit 1973. MTS wurde am 8. November 1973 in Ostberlin von Detlef Bruno Melzer, Herbert Treichel und Thomas Schmitt gegründet. Bereits ein Jahr später gelang ihr mit der Bänkelballade 10 böse Autofahrer, einer Persiflage auf das Kinderlied "Zehn kleine Negerlein", der größte Erfolg in ihrer Bandgeschichte. Das Trio, dessen Name sich aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen der Gründungsmitglieder herleitet, interpretierte den Bandnamen bald ironisch in Mut, Tatendrang und Schönheit bzw. gelegentlich auch männlich, temperamentvoll und schnuckelig um. Zehn Stunden Ostmusik erwarten uns heute. Die Sonne knallt auf das Gelände und die Temperaturen sind jetzt schon fast unerträglich...dank original eiskalter Himbeerbrause aber erfrischend.Read more

  • Mehr als nur ein Lückenfüller

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 27 °C

    Unglaublich, was passiert, wenn die Band im Stau steckt....dann ist Spontanität gefragt...Kein Problem auf einem OstRock Festival! Wie aus dem Nichts füllten Dirk Zöllner, Manuel Schmid und Musiker der Jonathan Blues Band die Lücke mit einem wunderbaren spontanen Programm und brachten Bühne und Publikum zum Toben.
    Manuel Schmid sorgt zusammen mit Dirk Zöllner und Trompeter Ferry Grott für den emotionalen Höhepunkt des Festivals: Als Musiker noch im Stau stehen, springen sie ein und singen eine halbe Stunde lang Klassiker wie „Es gibt Momente“, „Reichtum der Welt“ oder „Nach Süden“ – auf atemlose Stille im Publikum folgt stets minutenlanger frenetischer Applaus, Tränen fließen.
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  • Jonathan Blues Band

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 27 °C

    Die Jonathan Blues Band ist eine Berliner Band und spielt vornehmlich Bluesrock inspiriert von Johnny Winter und Stevie Ray Vaughan. Wesentlich beeinflusst wird der typische Jonathan-Sound von Hagen Dyballa und Mathias Fuhrmann, die als Vertreter der Heavy-Rhythm-Variante im Blues gelten. Die Band gehörte in den 1980er Jahren zur Bluesszene. einer DDR-spezifischen  Jugendkultur, und ist bis heute aktiv. Die Mundharmonika des Herrn Stolte war mega geil.Read more

  • Modern Soul Band

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C

    Eine Stunde Modern Soul Band bei glühender Hitze..Der Keyboarder Hugo Laartz ist 85 ! Jahre. Die Band feiert ihr 57 jähriges Bühnenjubiläum....und sie hat rein gar nichts von ihrer Spritzigkeit verloren. Sie rockten die Bühne mit altbekannten und neuen Songs. Die Bläsertruppe um Ferry Grott ist akustisch und optisch ein Genuss. Und rappen kann Ferry auch noch!!!Read more

  • Klosterbrüder und Steffi Breiting

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 27 °C

    Als nächstes kamen die Klosterbrüder auf Bühne zwei. Sie sind eine 1963 gegründete Rockband, die vor allem wegen ihrer Live-Auftritte in der DDR als Geheimtipp gehandelt wurde und als eine der „härtesten“ DDR-Rockgruppen galt. Seit 2000 tritt die Band wieder unter diesem Namen auf. Nachdem es 1975 unter dem anhaltenden Druck der DDR Behörden zu Spannungen innerhalb der Klosterbrüder gekommen war und Lothar Kramer (zu Stern Meißen) sowie Jörg Blankenburg (zu Reform) die Band verlassen hatten, formierte Dietrich Kessler aus den verbliebenen Musikern die Band Magdeburg. Gemeinsam gaben sie mit Steffi Breiting ihr Bestes und ließen viele Erinnerungen an die einst lauteste Band der DDR hochkommen.Read more

  • Berluc

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 26 °C

    Berluc wurde Mitte der 1960er Jahre als Jazzband gegründet. Der Bandname leitet sich aus den Anfangsbuchstaben der Herkunftsstädte der Gründungsmitglieder BERlin und LUCkenwalde ab. Die erste DDR-weite Aufmerksamkeit erlangten sie 1978 mit dem Lied "Hallo Erde, hier ist Alpha", das einem Faible der Bandmitglieder für Science-Fiction-Literatur entsprang. Siebenmal belegte der Titel Platz eins der Radio DDR -Tip Parade, in der Tip Disco von Stimme der DDR  war der Titel viermal auf Platz eins zu finden und in den DDR Jahrescharts 1978 notierte das Lied auf Platz 7. Auch hier rockten die alten Herren die Bühne mit derzeit Deutschlands ältestem Schlagzeuger. Mit ihrem Lied No Bomb trafen sie den Nerv der Zeit und begeisterten das Publikum. Der Rock von Berloc ist zeitlos und noch immer voller Kraft. Gut gemacht Jungs!!Read more

  • Karussell

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C

    Karussell aus Leipzig zählt neben Karat, City, Puhdys, Silly und Electra zu den bedeutendsten und populärsten Gruppen der DDR. Am bekanntesten ist die Band mit ihren Titeln "Wer die Rose ehrt", "Wie ein Fischlein unterm Eis" und vor allem mit  "Als ich fortging" geworden – der auch heute noch von einigen Radiostationen gespielt wird und zu den populärsten Hits aus der DDR-Zeit gezählt wird.
    Uns gefallen die Interpretation durch den neuen Sänger nicht so ..wir sind wohl durch die weichen Stimmen Dirk Michaelis oder auch die von Manuel Schmid verwöhnt.
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  • Chicorée

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 24 °C

    Dirk Zöllner mit Chicorée...Die 1985 entstandene Band Chicorée in eine musikalische Schublade zu stecken, funktioniert nicht. Obwohl die Musikrichtung zum Funk orientiert, sind Souleinflüsse mit leichten Popeinschlägen unüberhörbar. Die Gruppe, welche ausschließlich eigenes Material anbot, wurde durch ihre Live - Präsentation schnell ein Geheimtipp. Auf dem Höhepunkt ihres Schaffens und der Mitwirkung in dem Rock - Dokufilm "Flüstern und Schreien" zerfiel die Band schon 1987. "Angela, Back to the GDR" und "Käfer auf'm Blatt".
    Die frühere Band um Dirk Zöllner hat sich für das Festival zusammengetan und singt die frühen Hits wie „Was Du von mir verlangst“ und „Halt die Zeit für mich an“.
    Die Stimmung war dem Ausrasten nahe. Zöllner begeisterte das Publikum wie keine andere Band.
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  • Zu guter Letzt...Silly

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 23 °C

    Silly wurde 1978 in Ostberlin gegründet und mit der Sängerin Tamara Danz populär. Heute besteht die Band aus dem langjährigen Musikerstamm  Ritchi Barton, Uwe Hassbecker,„Jäcki“ Reznicek. Die Gesangsrolle übernahm von 2006 bis Dezember 2018 Anna Loos und von 2019 bis 2022 AnNa R. Julia Neigel dann seit 2019. Sie waren hier die Platzhirsche und haben auch geliefert ohne Frage trotzdem, den meisten Beifall gab es für die Session von Dirk Zöllner und Manuel Schmid!Read more

  • Schnappschüsse

    June 28, 2025 in Germany ⋅ ⛅ 22 °C

    Festivaleindrücke
    Es war ein wahrhaft berührender Abend, bei dem die Atmosphäre von einer besonderen Nähe und Authentizität geprägt war. Es war schön zu sehen, wie auch die Moderatoren immer wieder von der Stimmung ergriffen waren und ihre Begeisterung offen zeigten. Kleine Anekdoten und Geschichten aus dem Nähkästchen bereicherten den Abend zusätzlich und ließen uns noch tiefer in die Welt der Künstler eintauchen.
    Besonders beeindruckend war die spontane Flexibilität der Musiker. Durch einen Unfall auf der Autobahn kamen einige Künstler verspätet an, doch das führte zu einem grandiosen Moment – sofort fanden sich Musiker aus verschiedenen Gruppen unter anderem Dirk Zöllner zusammen und schufen gemeinsam Gänsehaut-Momente, die noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Diese spontane Zusammenarbeit zeigte die wahre Kraft der Musik und den Zusammenhalt der Künstler.
    Ob Perls „Zeit, die nie vergeht“, ob „Mich zu lieben“ und „ILD“ von Rockhaus, „Der Kampf um den Südpol“ oder „Dein Herz“ von der Stern-Combo Meißen, „Himmel und Hölle“ der Modern Soul Band, „Wer die Rose ehrt“ von Karussell, „No Bomb“ von Berluc, „N Käfer aufs Blatt“ mit Chicoree, „Bataillon d’Amour“ von Silly – alle Bands sind noch aktiv, wenn auch oft mit neuen Stimmen. Sogar der Überhit „Am Fenster“ hat eine neue Heimat gefunden: Gogo Gogow fiedelt das Stück jetzt mit den reaktivierten NO 55, Frank Gahler singt.
    Die Männer, die dieses Festival erdacht und organisiert haben, sind an den beiden Tagen vor Ort stets präsent. Christian Juhre hat den Hangar 312 bei Neuruppin zum Veranstaltungsgelände ausgebaut, auf dem man sogar heiraten kann. Eine rosa bemalte MiG 21 auf dem Dach kündet von der früheren Nutzung durch die sowjetischen Streitkräfte.
    Juhre packt überall selbst mit an, und hat sich auch nicht davon beirren lassen, dass ihn die Stadt Neuruppin eher ausbremst statt fördert, weil es in ihm eine Konkurrenz zur den eigenen Kulturstätten sieht. Dabei haben Hunderte Besucher des Festivals zwischendurch die Stadt besucht und für Umsätze und Übernachtungen gesorgt. Mit dem Konzertveranstalter Mario Geyermann aus Schöneiche hat er schon Größen wie Helge Schneider  aufs Gelände geholt – und Juhre filmt immer wieder die Stimmung im Publikum, als könnte er es selbst nicht glauben, dass alles so reibungslos klappt und die Stimmung so entspannt ist.
    Ich durfte einige Bands zum ersten Mal in meinem Leben erleben, und es war einfach wunderbar.
    Das Fähnchen mit der Friedenstaube auf blauem Grund ist schon ausverkauft beim DDR-Verkaufsstand, von den „Winkelementen“ läuft auch das Fähnchen mit der „Deutsch-Sowjetischen Freundschaft“ gut. Außerdem werden bunte Plaste-Eierbecher, Kittelschürzen für Frauen und Kinder und diverse Tassen mit DDR-Motiven angeboten. Ich ergatterte noch einen Eipieckser für Oma, zwei Kinderwagennetze, Salz und Pfeffer Streuer sowie einige andere unnütze Erinnerungen.
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  • Nach dem Festival ist vor dem Festival

    June 29, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Guten Morgen..nach einer sehr kurzen Nacht geht es mit vielen Eindrücken und noch völlig geflasht wieder nach Hause. Es war einfach nur großartig. Presse und Fernsehen haben ausführlich berichtet. Jetzt heißt es, ein Jahr warten...Dann geht's wieder auf, zum OstRockFestival...
    Vom 19.06. bis 21.06. 2026 in Neuruppin

    Pressestimmen...
    "Einen Hauch Woodstock-Feeling, hieß es im Vorfeld, solle das erste große Festivals unter dem Motto „Klassentreffen der Ostmusik“ verbreiten. Friedvoll, familiär, sozusagen „Love & Peace“ unter dem Zeichen eines alten, rosafarben und mit Friedenstauben bemalten MIG-Jagdflugzeugs auf dem Hangar 312 in Neuruppin.
    Nun, klassisch woodstockmäßig wurde es nicht. Es regnete am Freitagabend nicht (mehr) und es gab keine Schlammrutschpartien von nackten Menschen. Auch die Verpflegungssituation war bestens. Es waren aber auch keine 500.000 Festivalbesucher da. Und unter den Anwesenden keine Amerikaner, sondern Deutsche, überwiegend Ostdeutsche. Klar, bei den Bands und bei der Ankündigung eines Ostmusik-Klassentreffens. Da kommen natürlich eher nur die, die früher in einer Klasse waren.
    Über 15 Ostrock-Bands traten beim „Klassentreffen“ in Neuruppin auf, darunter Rockhaus und Silly. Rund 1000 Besucher feierten friedlich und begeistert. Das Festival bot eine einzigartige Mischung aus Rock, Blues, Jazz und Punk.
    Anhang war in Neuruppin erlaubt, aber der blieb wohl eher fern. Die Festivalbesucher kamen hörbar und im Ergebnis einer nicht repräsentativen Befragung häufig aus dem gesamten ostdeutschen Raum. Was irgendwo logisch ist, wenn meist Bands auftreten, die sich vor über 40 Jahren gründeten. Sie ziehen halt ein Publikum an, dass mit ihnen zusammen groß geworden ist.
    Über 15 Bands mit ostdeutschen Wurzeln gehören zum Line up des zweitägigen Open Air-Festivals in der Fontane-Stadt Neuruppin. Bands unterschiedlichster Stilrichtungen, von Power Rock und Blues über Jazz und Soul bis hin zu Punk. So einen Mix gibt es in der bundesdeutschen Festivallandschaft praktisch nirgendwo. Allein das macht das Festival sehr besonders. Wer so ein Experiment wagt, muss eigentlich darauf setzen, dass die Klammer „Ostmusik“ die bunte Truppe und das Publikum zusammenhält.
    Am ersten Tag spielten unter anderem Rockhaus, Perl, Angelika Weiz, Zerfall sowie Pascal von Wroblewsky. Schnell zeigte sich, die Mixtur scheint zu funktionieren. Das Publikum wechselte zwischen den Bands hin und her, ohne einen Sympathieabfall erkennen zu lassen. Im Gegenteil, man staunte, dass dieselben Leute, die eben noch die jazzigen Songs von Pascal von Wroblewsky auf der einen Bühne gehört hatte, ein paar Minuten später den Punkrock von Zerfall feierten – einer Band, die in der DDR verboten und deren Sänger Dirk „Kalle“ Kalinowski von der Stasi bespitzelt worden war.

    Dass die rund 1000 Besucher das Gelände zwar gut füllten, aber natürlich keinen Zuschauerrekord aufstellten, kann nur jene überraschen, die noch nie ein neues Festival auf die Beine gestellt haben. So etwas ist ein mühsames Unterfangen, Neuland zu betreten – auch wenn es um ältere Bands geht. Die Freude, die über dem Publikum vor den zwei Bühnen und auch über dem Backstagebereich lag, lässt jedoch vermuten, dass es von Erfolg gekrönt war.
    Hangar 312-Besitzer Christian Juhre ließ durchblicken, dass 2025 nicht das letzte Festival dieser Art stattfinden würde. Die Atmosphäre, die er sich erhoffte, war entstanden. Auch sein Co-Veranstalter Mario Geyermann, ein Musikmanager aus Schöneiche, zeigte sich sehr erfreut über den positiven Zuspruch. An dem hatte er allerdings auch nicht ernsthaft gezweifelt. „Hier läuft nun mal die Musik, die die Jugendzeit vieler Ostdeutscher geprägt hat, und diese Zeit vergisst man in der Regel nicht. Egal, wo man lebt"
    In Erinnerungen schwelgen die Besucher im Hangar 312 in Neuruppin - auch an der Plattenbörse.
    Partystimmung herrscht beim Auftritt der Band Rockhaus
    Moderiert wurde das Festival durch Jürgen Karney und Karsten Speck.
    Regelrecht ins Schwärmen über die Resonanz des Publikums kam Patrick Löser, der Vorsitzende des Vereins PopKulturOst e.V., der als Partner des Festivals auftritt. Er sah seine Vision, den Ostrock als eine Art winziges Weltkulturerbe zu erhalten, ein Stück weit der Realisierung nahe.
    Von Rockhaus bis Stern-Combo Meissen war alles dabei
    So weit dachten die auftretenden Musiker sicher nicht, aber die Genugtuung über den übergreifenden Zuspruch des Publikums war ihnen sehr anzumerken. Zerfall-Sänger Dirk Kalinowski freute sich, dass er mit seiner Band obwohl als einzige ohne in der DDR übliche „Einstufung“ so begeistert aufgenommen wurde. Angelika Weiz schien ebenso glücklich, dass ihre englischen Beatles-Adaptionen so toll ankamen und ihr Song „Come together“ geradezu symbolisch dafür stand. Die Stern-Combo Meissen ließ Punkrockfans in Erinnerung schwelgen und Rockhaus versetzten die Fans in die mittleren 1980er. Ohne „Bonbons und Schokolade“, sondern mit seriösem Junge-Leute-Rock („Ich lieb dich“), der auch heute nicht peinlich ist.
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  • Noch eine letzte Nachlese

    June 29, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 24 °C

    Eine Gitarre und ein Bass trafen aufeinander zum Rendezvous und verschmolzen symbiotisch zum Tanz! Kreise drehen, hüpfend Gitarre spielen und singen... Geil. Bei Rockhaus erlebt!
    So geschehen beim Klassentreffen des Ostrock von PopKulturOst in Neuruppin am 27. und 28.06.2025!
    Das erlebt man nur hier! Der Verein hat Großes bewegt! Viel wurde schon geschrieben, alle wissen Bescheid. Es war einfach Festival- und Klassentreffen- Feeling! So bestimmt an die 2.000 Menschen waren gekommen, das zu erleben.
    Manches Mal dachte ich dabei, hej, großartige, einmalig zu erlebende Musik, aber irgendwie sind gerade die Begegnungen das, was total wichtig ist! Und es waren viele unglaublich wunderschöne Begegnungen!
    Zwei riesenlange Tage mit Stunden voller Musik! "Wenn Staubsaugervertreter Staubsauger verkaufen, was verkaufen dann Volksvertreter?". Wichtige Frage, ohne Zweifel, MTS stellen immer die wichtigsten Fragen im Leben! "Der schönste Platz ist in der Apotheke", hachja, und ebenso ohne Zweifel strapazierten sie die Lachmuskeln aller hier!

    Ein Riesenfest!!!

    Es gab Reunions von Bands wie NO 55, Chicorée, die schon Jahrtausende nicht mehr miteinander gespielt hatten. Sie glänzten! Mit Gala Gogow durfte "Am Fenster" nicht fehlen, und ein Energie geladener Gala Gahler führte durch das Programm.
    Rockhaus sind komplett voll sympathisch durchgeknallt und einfach nur mega und zum Umfallen gut! Die STERN-COMBO MEISSEN natürlich perfekt und mitreißend, wie gewohnt, um nur einige zu nennen!
    Am zweiten Tag- Stau auf der Autobahn, zwei Klosterbrüder kamen nicht ran. Spontan retteten Scholle alias Dirk Zöllner und Manuel Schmid mit einem genialen Ostrock- Balladen- Zwischenspiel das Programm! Allein dafür hat es sich gelohnt - jau! Aber nicht nur! Matze Stolpe mit seiner Mundharmonika wurde auf die Bühne gerufen! Und plötzlich kam von der Seite Ferry Grott mit der Trompete, und das war Klassentreffen und Zugewandtheit pur! Einer passte zum anderen, und es war einfach nur wortloses Verstehen und gemeinsames Musizieren! Passt! Schenkelklopf- Trommel beim Scholle... so herrlich!
    Ja, lief dann etwas verquer, aber ja, auch MSB spielten sich in die Herzen, Klosterbrüder mit Dietrich Kessler machten ihr Ding und hatten die geniale Steffi Breiting an Bord.
    Berluc brachten dann die Bühne zum Beben! Der so bestimmt ziemlich betagteste Drummer und Bandleader Dietmar Ränker voller Vitaität, Mitsingchöre, angeheizt durch die Band und Sänger Ronald Pilgrim ! Die Erde bebte, und irgendwie sangen tatsächlich alle mit! Kaum zu beschreiben.
    Karussell-Rockband erklang, "Wer die Rose ehrt"- wundervoll, natürlich nicht nur das. Weit war der Raum, und es fanden alle Platz bei mehr als 15 Bands, zwei Bühnen und auch bequemen Zwischenräumen. Seele baumeln und nur genießen!
    Lange erwartet voller Spannung, die Chicorée- Reunion. Und- wow! Verdient gewartet! Norman Daßler ist ein großartiger Ersatz! Es riss einfach nur mit! Jörg Menge, der Maler, am Saxophon und auch wieder unsere Steffi Breiting.

    Hier gab es echt viele Zaungäste- Künstler lauschten am Bühnenrand und waren begeistert!
    Mit Silly schloss das Festival! Drei Jungs voller Power und Charisma, Jäcki Reznicek , der bewegteste Basser ever, Uwe Hassbecker, Mischa Barton, umwerfend und eine noch mehr umwerfende Julia Neigel , dazu Multiinstrumentalist Daniel Hassbecker. Und saucooler Drummer dabei!

    Das "Klassentreffen" war großartig organisiert, es ließ kaum Wünsche offen. Sehr rücksichtsvolle Besucher: "Du bist kleiner als ich, dann geh doch vor"- cool!
    So wünscht man sich das!

    Nächstes Jahr wieder! Aber sicher!
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    Trip end
    June 30, 2025