Rücksturz zur Erde
20 ottobre 2024, Spagna ⋅ ☁️ 16 °C
Noch ein letzter Blick auf unseren großzügigen Stellplatz im WEcamp und die Bucht von Las Negras. Dann leiteten wir, wie der Captain McLain der Science-Fiction-Serie ORION so treffend formulierte, unseren Rücksturz zum Heimatplaneten Duisburg ein. Ab heute werden wir mit jedem Step, den wir tun, die Distanz zu unserer Heimatstadt verkleinern.
Die über 500 Kilometer lange Wegstrecke führte uns bis zur Stadt Lorca, deren gewaltige Burganlage direkt an der Wegstrecke lag, durch eine vertrocknete und gebirgige Küstenlandschaft. Danach dann ging es über Hunderte von Kilometern gen Norden. Vor und hinter Murcia endlose Orangen- und Zitronenhaine, endlose Plantagen für Weintrauben und am Ende durch ein riesiges, bereits abgeerntetes Weizenanbaugebiet, dessen Felder laut Monika, meine Rot-Grün-Blindheit setzt mir da Grenzen, in einem tönernen Rot erstrahlten. Die ganze Gegend wirkte recht wohlhabend. In La Mancha trafen dann Historie und Gegenwart ganz unmittelbar aufeinander. Einerseits die alten weißen Mühlen, gegen deren Windräder Don Quijote, der Ritter von der traurigen Gestalt, dereinst anritt, andererseits die zumeist in 'Gruppen auftretenden' energetischen Windmühlen der Moderne. Vielleicht sollte ein moderner de Cervantes diesen Don Quijote wieder auferstehen lassen und gegen diese neuartigen Mühlen-Ungeheuer mutig anreiten lassen.
Die letzten 100 Kilometer vor Madrid dann eine Hochebene, die so karg und trocken wirkt, dass landwirtschaftliche Nutzung ganz offensichtlich nicht möglich ist.
Schon bei der Einfahrt zum Campingplatz Madrid-Osuna wurde klar: Hier ist heute was los. Der Stadtteil, der in Madrid für seine Musik bekannt ist, feierte hier mit einem Live-Konzert einen seiner Altvorderen. Ihm zu Ehren gab es spanische Melodien und bewährte Rockmusik. Madrid, besser Madrid-Osuna, rockte und wir, nachdem eingeparkt und 'unter Strom gesetzt', rockten für zwei Stündchen mit. Eine nette Art des Wiedersehens mit der spanischen Hauptstadt.Leggi altro
Museo Reina Sofia
21 ottobre 2024, Spagna ⋅ ⛅ 17 °C
Wenn man aus der Estación del Arte emporsteigt, fällt der Blick auf ein beeindruckendes städtebauliches Ensembel, die Plaza 'Glorieta Carlos V': Ein gewaltiger Platz, gerahmt vom Prado, dem Stahl-Glas-Palast des Atocha-Bahnhofs, dem ethnografischen und dem Reina-Sofia-Museum sowie dem Retiro-Park.
Unser Ziel heute ist Reina Sofia. Das berühmte Museum (Top 10 Europas) birgt zeitgenössische Kunst des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude war von 1788 bis 1970 ein königliches Hospital und wurde dann, ohne den baulichen Größenwahn bei Berliner Kunstmuseen oder dem Neuen Schloss, in ein Museum umgewandelt. Den Treppenhäusern und manchen Gebäudeteilen sieht man noch heute ihre frühere Funktion an. Den Kunstschätzen im Innern 'tut das keinen Abbruch'.
Da ist zuallererst Picassos nur in Grau, Weiß und Schwarz gemaltes Guernica. Wir haben eine Replik des Gemäldes bereits in der gleichnamigen Stadt besucht, wo es eher lieblos präsentiert wird. Hier im Museum erst erkennt man die christliche Triptychon-Altar-Struktur des riesigen Kunstwerks, die sich Picasso mit seiner ganz eigenen Symbolik und Ikonographie angeeignet hat. Auf den Flügeln die Lichtträgerin, die zur brennenden Frau mutiert, und der Stier, der eine Mutter mit Kind/Pieta zu durchbohren droht. Im Zentrum das von einem Speer verletzte, zusammenbrechende Pferd, das einen dem Tode geweihten und von einem Schwert durchbohrten Menschen unter sich begräbt. Am oberen Bildrand ein Gottes-Auge, das dieser Apokalypse des Pisasso kalt und teilnahmslos zuschaut. Vor diesem Gemälde hocken immer wieder zahllose Gruppen von Grundschulkindern auf dem Museumsboden und lauschen fasziniert und still ihren Lehrerinnen. Wer etwas sagen will, meldet sich und darf nach vorn treten. Die Lehrerinnen engagiert und zugewandt, die Kleinen, in ihrer Schuluniform, begeistert und neugierig. Es bot sich ein Blick auf eine andere Grundschul-Kultur, als ich sie inzwischen kenne.
Reina Sofia präsentiert insgesamt große Kunst: U.a. Braque, Miró, Dalí, Max Ernst, Griss, Picasso, Magritte. Man sieht von diesen nicht nur die weltbekannten Werke, die man selten als Original, aber eben als Abbilder und Drucke immer schon 'irgendwo' gesehen hat. Neben diesen bekannten Werken sieht man auch Werke aus deren Jugend und deren künstlerischen Sozialisation. Bevor Dalí, Miró und Picasso sich der puren Abstraktion von den Gegenständen der Abbildung verschrieben haben, eigneten sie sich jede bedeutsame Maltechnik spanisch-kulturhistorischer Tradition an. Die Frühwerke beweisen das sehr eindrücklich. Die Kunst dieser Künstler fußte tatsächlich auf Können!
Interessant auch: Ein Dalí, der eine Languste eher real als surreal auf die Leinwand bannt. Der Mann war in Sachen Kulinarik Realist und nicht bereit für surreale Experimente.
Noch zu erwähnen: In einem der Räume das innovative Werk 'Zwei Frauen im Garten', von mir photographisch dokumentiert. Die eine Frau, eine Plastik aus Blech und Stahl, gefertigt von Picasso, die andere die leibhaftige Monika Wachtel!
Nach zwei/drei Stunden im Museum bummelten wir dann wieder durch neue, uns unbekannte Prachtstraßen und Gassen dieses irgendwie 'endlosen' Madrid in das Chueca Viertel: Erneut Prachtbauten, vor allem die für Madrid so typischen Flatiron-Gebäude, die man auch aus anderen Metropolen kennt, aber nirgendwo so verziert mit Stuck, Gold, mit Balkonen und barocken Figurinen sind. In einem dieser Pracht-Gebäude gibt es eine stilvolle Luxus-Einkaufsmeile, die wirklich alle Labels bot, die den Titel 'Luxus pur' für sich vereinnahmt haben.
Direkt davor eine Lorca-Statue. Wie sehr die Spanier ihren Nationaldichter und Opfer der Franco-Diktatur auch heute verehren, zeigt die rote Rose, die ihm in die bittend geöffneten Hände gelegt worden ist.
In Chueca, nach immerhin dreizehn Kilometern 'Madrid', ein wohlverdientes kühles Bier und für Monika in der bereits bekannten Boutique eine wärmende Hose für die kalten Tage, die auf der Rückfahrt gewiss auf uns warten werden.Leggi altro
Prado
22–23 ott 2024, Spagna ⋅ 🌙 19 °C
Heute stand der Prado auf dem Programm, ein Museum das oft in einem Atemzug mit dem Louvre genannt wird. Und das, so meine ich, mit Fug und Recht. Dabei haben wir vielleicht ein Viertel der Ausstellungsräume gesehen und Künstler wie Hieronymus Bosch und seinen Garten der Lüste, Pieter und Jan Bruegel oder Dürer erst gar nicht wahrgenommen.
Wir haben uns auf die Klassiker der spanischen Malerei 'beschränkt'. Denn irgendwann werden die Augen müde!
Was bleibt in Erinnerung?
El Greco, dessen in die Länge gezogene asketische Figuren (vielleicht auf einen Sehfehler des Künstlers zurückzuführen) eine ganz besondere Aura ausstrahlen.
Diego Velazques, der sich in 'Las Meninas', immerhin einem Portrait von Mitgliedern der Herrscher-Familie, selbst als Maler derselben abbildet und damit in der europäischen Kunstgeschichte den ersten Schritt zum Genie-Begriff der modernen Kunst vollzog. Der Künstler tritt endgültig als begabtes Individuum aus dem Schatten seiner Förderer. Imposant ist sein Monumental-Gemälde, die 'Übergabe von Breda/Las Lanzas', in dem die Augen über viele Minuten schweifen können.
Dann natürlich Goya, der als erster die Mitglieder der Herrscherfamilie so zeichnete, wie sie aussahen: Kinder als Kinder und Langnasen als Langnasen; der als erster die Hofnarren und Schelme zum Gegenstand der höfischen Malerei machte, der den mühsamen Alltag der spanischen Bauern zum Motiv nahm und so zum Wegbereiter des Realismus wurde; und der in seinen 'Los Desastres de la Guerra' die Grausamkeit der napoleonischen Kriege auf der iberischen Halbinsel zeigte und der wegen dieser Bilder und Stiche als früher Wegbereiter des europäischen Impressionismus gilt. Und natürlich gab es auch DAS Skandalbild Goyas zu sehen, den Akt der Herzogin von Alba. Dieses Bild hätte Goya Kopf und Kragen kosten können, denn es rief die - im 19. Jahrhundert allerdings schon schwächelnde - spanische Inquisition auf den Plan.
Als letztes gab es noch einen Besuch beim Flamen Peter Paul Rubens: In einem der Ausstellungsräume ist seine Werkstatt nachgestellt und man sieht in exemplarischer Gegenüberstellung Originalwerke des Meisters und Kopien derselben durch die Werkstatt, also durch seine Mitarbeiter. Da Rubens abschließend immer noch selbst 'Hand anlegte' und den Bildern den 'letzten Schliff' gab, fällt es bis heute selbst Kunsthistorikern schwer, ein Original des Künstlers von der Arbeit seiner Werkstatt zu unterscheiden. Als Museumsbesucher darf man selbst raten, welches Bild von der Hand des Meisters stammt und welches nicht. Amüsant und lehrreich!
Da jegliches Photographieren verboten war, bleiben dem Besucher dieses großen Museums, wie bis zum 19. Jhdt. weltweit üblich, das Gedächtnis und das, was man aufgeschrieben hat. Uns hat das Photographierverbot erst später erreicht..
Nach diesem gewaltigen 'Happen' Kunst und Kultur ging es in das Viertel rund um die Museumsmeile. Dort auf der Calle de Jesus fanden wir eine Tapas-Meile, die Happen ganz anderer Art anbot. Da unser Appetit auf Kunst bereits gestillt war, fanden wir schnell den Weg in die kleine urspanische Bar von José, der nicht nur laut Urkunde 'Meister des Zapfhahns' ist, sondern zudem exzellente Weine, rot wie weiß, und leckere Tapas anbot. Für uns gab es Bacalao in Öl und Tomaten, Anchoas mit süßen Paprika, Salat mit Thun und Fleischbällchen.
Danach, in jeder Hinsicht gesättigt, noch ein Bummel durch die Gassen, vorbei am monumentalen und gut bewachten Landwirtschaftsministerium und zum Atocha-Bahnhof, der mit seiner Stahl-Glas-Konstruktion aus dem 19. Jahrhundert Architektur-Geschichte geschrieben hat. Leider wird er renoviert. Das hieß: Kein Zugang!
Inzwischen sind wir zurück am WoMo. Morgen geht's weiter.
Madrid, nos vemos de nuevo. Wir sehen uns wieder! Diese Stadt gilt es weiter zu entdecken!Leggi altro

ViaggiatoreWas für wunderschöne Gemälde das sind. Und schon sind Sie mit den Reiseberichten 4 Tage weiter. Ich habe gerade einen weiteren Hinweis von Findpinquins erhalten. Und morgen ist der große Festtag. Also schlaf gut, Monica, trotz der bevorstehenden Geburtstagsaufregung. Tschüss
Abschied vom Sommer
24 ottobre 2024, Spagna ⋅ ☀️ 20 °C
Heute hieß es Abschied nehmen vom Sommer 2024. Der präsentierte sich heute mediterran, obwohl wir den Tag nicht am Mare Mediterraneum, sondern am nordspanischen Atlantik in Donostia/San Sebastian verbracht haben. Solch ein Wetter, wie wir es heute erleben durften, hätte auch der so südlichen Algarve gut zu Gesicht gestanden. Blauer Himmel, lauer Sommerwind, ein tiefblaues, manchmal auch grün schimmerndes Meer, hellgelber Sand, das weiche Licht des Spätsommers und dessen langen Schattenwürfe und natürlich die Prachtbauten, die die Promenade säumen. Unser Spaziergang am La Concha hätte gefühlt gar nicht enden sollen. Wir sind die 4 Kilometer der Bucht, teils mit den Füßen im Meer, genüsslich gebummelt. Mit uns taten das auch die Donistiarras, die tagsüber nicht zu arbeiten hatten. Wir genossen mit ihnen alles, was dieser Spätsommertag zu bieten hatte. Irgendwann endete auch dieser Strandspaziergang. Aber wie heißt es: Jedem Ende wohnt auch ein Anfang inne. Auf uns wartete nun die wie immer lebhafte Altstadt. Unser Appetit auf die so geschätzten Pintxos war geweckt. Wir sind an den uns bekannten Bars vorbei, haben neue ausprobiert und stellten erneut fest: Lecker! Danach noch ein Spaziergang durch die Gassen und ein Café con Leche an der Plaza de la Constitución. Der Platz, der früher auch Stierkampf-Arena war, überrascht mit zahllosen Balkonen, die, mit Platznummern versehen, früher die begehrtesten Logenplätze waren, wenn Torrero und Stier sich hier duellierten. Heute flattern von vielen Balkonen baskische Flaggen, Unabhängigkeitsforderungen und auch die eine oder andere Flagge der Terror-Hamas.
Nach dem Café dann, weil es so schön war, noch einmal die 4 Kilometer zurück an der La Concha, mit dem Gesicht in der Abendsonne. Kurz und spanisch gesagt: Un día de finales de verano junto al mar y enamorarse. San Sebastian vermag es, uns zu verzaubern.Leggi altro
25. Oktober: Monika hat was zu feiern
25 ottobre 2024, Francia ⋅ ☁️ 13 °C
Ab 12 Uhr des Nachts trommelte der Regen auf unser WoMo-Dach. Auch des Morgens blieb uns diese Begleitmusik erhalten. Also kein Kaiserwetter zu Monikas Geburtstag, sondern 'singing in the rain'.
Wie an jedem Morgen üblich, gab es auch heute den ersten Café con Leche in den Schlafgemächern unseres weiträumigen Gefährts. Dieses Mal aber begleitet von einem Schoko-Donut, Kerzenlicht und einem Geburtstags-Ständchen der 'Toten Hosen'. Zudem natürlich auch ein kleines Geschenk für meine geliebte Lady! Ein schöner Start ins neue Lebensjahr.
Danach dann Beginn des Fahrtages, der er einer Tauchfahrt glich. Von Beginn an Dauerregen, meistens heftiger Art.
Dann irgendwann Bergerac. Zuvor ein kurzer, aber eindrücklicher Besuch beim Château de la Jaubertie, einem ehemaligen Jagdschloss von Heinrich IV. ("Paris ist eine Messe wert."), der nicht nur Könige von Navarra und später auch Frankreich war, sondern - nebenbei - sich auch Graf des Perigord nennen durfte.
Dieses Weingut macht, soweit das im immer noch kaum entdeckten Weinland 'Périgord' überhaupt möglich ist, als Erzeuger großer Weine von sich reden. Die kleine Weinverkostung zeigte: Zu Recht! Da es jetzt Richtung Heimat geht, fanden so einige der kredenzten Gewächse den Weg ins WoMo. Semillion-Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc-Merlot und ein in Eiche gereifter Rosé werden als kulinarische Erinnerungen an diese Tour Freude bereiten. Der edle Monbazillac des Chateaux ist ja bereits eingelagert.
Dann erreichten wir, immer noch bei Regen, den Campingplatz direkt an der Garonne. Nach den heftigen Regenfällen in Frankreich ist das Flussbett randvoll. Das ist kein Fluss wie vor 5 Wochen, das ist jetzt ein Strom.
Monikas Geburtstag verdient natürlich einen besonderen Abschluss. Wir hatten einen Tisch im Restaurant L'Imparfait reserviert. Inmitten des alten Bergerac betreibt Küchenchef Hervé Battiston seit mehr als fünfzehn Jahren dieses Restaurant, das vom Guide Michelin mit einem Stern, vom Gault Millault mit einer Haube bedacht wird. Das Dinner, das serviert wurde, war - ohne mich in Details zu verlieren - perfekt im L'Imparfait!
Eine Skurrilität: Ein spezielles Dessert wurde insbesondere von Männern mit auffälliger Begeisterung bestellt und mit noch glücklicherem Gesicht verzehrt. Also wurde das, auch weil die Kellnerin es besonders empfahl, ebenfalls meine Bestellung. Serviert wurde ein großer, tiefer Teller, darin zwei dicke, leicht geröstete Scheiben eines gesalzenen Milchbrots und dieses verziert mit einer reichlichen Portion geeistem Vanille-Parfait. So weit, so gut. Das I-Tüpfelchen war dann der Senior-Kellner, der mit einer Flasche eines eichenfassgereiften Rums aus Martinique an den Tisch trat, mir die Aromen dieses Rums wortreich erklärte und das Teller-Arrangement mit genau diesem Getränk nicht nur benetzte, sondern taufte. Als ich dieser 'Taufe' Einhalt gebot, wollte er das kaum glauben. Männer des Bergerac scheinen trinkfester und Rum-erprobter als wir Ruhrgebietler. Ich muss noch mal her und hier in die Lehre gehen!
Ein köstlicher und unvergesslicher Abend. Die französische Küche - und es war durch und durch französische Küche, die mit Sahne, Crème Double, Butter, frischen Kräutern, leckeren Fonds, mit Charolais- oder Limousin-Rind, mit Meeresfrüchten aller Art prunkt - ist nach wie vor die Benchmark! Dazu gab es neben den großen Weinen Frankreichs auch die besten lokalen Weine des Bergerac.
Jetzt lassen wir den Abend und den Geburtstag und auch unsere Tour allmählich ausklingen. Wir freuen uns auf Zuhause!Leggi altro
Von der Côte de Beaune an den Rhein
26 ottobre 2024, Francia ⋅ ☁️ 19 °C
Vorgestern erreichten wir Beaune, die Hauptstadt des burgundischen Weins. Zwei Mal waren wir schon hier: Einmal während der Corona-Zeit und ein zweites Mal bei strömendem Regen. Die Stadt hinterließ damals nicht allzu viel Eindruck. Gestern aber, an einem Samstag-Abend bei spätsommerlichen Temperaturen, lernten wir das Städtchen von einer neuen, seiner schönsten Seite kennen. Straßen und Gassen waren belebt, Bars und Restaurants gut besucht: Allerorten parlierende Paare, Familien, einige Individual-Touristen und ... wir. Zudem die fast theaterhafte Kulisse des Hôtel de Ville, des Hospices de Beaune, des kleinen Marktplatzes und der vielen verwinkelten Gassen. Fast ein wenig märchenhaft. Wir haben bei warmen 20 Grad einen kleinen Tisch draußen vor einer Weinbar ergattert und uns an einem 'kleinen' Chardonnay de Bourgogne gütlich getan.
Die Preise der mittleren Gewächse, der sogenannten Ortsweine, sind hier derart himmelwärts gestiegen, dass selbst die Einheimischen sich diese Gewächse nicht mehr leisten können oder leisten wollen. Man trank, wie wir auch, einen 'kleinen' AOC Bourgogne oder einfach Bier.
Am nächsten Morgen ging es dann noch einmal 640 Kilometer Richtung Heimat.
Inzwischen sind wir at home. Das Womo ist 'entpackt' , die Waschmaschine läuft, und ein herrlicher Herbst-Spaziergang an der Duisburger Regattabahn liegt hinter uns. Nicht nur geographisch, auch mental sind wir in Duisburg angekommen.Leggi altro
Nach der Tour
30 ottobre 2024, Germania ⋅ ☁️ 13 °C
Nach der Erlebnis-Dichte der vergangenen drei Monate hat die Aussicht auf die heimischen Routinen, auf die Rituale der Vorweihnachtszeit und auf lange gemütliche Winterabende nun einen ganz besonderen Reiz.
Andererseits hat Goethe Recht, wenn er sagt: 'Wer auf Reisen auch in Zelten (WoMos?!) leben kann, steht sich am besten. Denn so angenehm es sich in fester Residenz leben lässt, so belebend sind die durchaus luxuriösen Provisorien, die WoMo und Reise uns stets bieten. Auf Tour ist man immer Teil einer Aventüre, eines Abenteuers, stets geprägt von Ankommen, Aufbruch und Veränderung. Auf Tour gibt es immer dieses kleine Gefühl von Freiheit. Eine Illusion natürlich, aber immerhin eine, mit der sich drei Monate ganz prima und immer mit der Qualität frischer Luft und dem Gefühl eines erwünschten 'Un-Ruhestands' leben lässt.
Aso: Im nächsten Jahr wartet die nächste Aventüre!Leggi altro

ViaggiatoreUnd wir würden uns freuen, wenn eines Ihrer Abenteuer im Jahr 2025 wieder die Küste von Ouddorp sein würde. Herzliche Grüße aus Brielle
















































































































ViaggiatoreCommander lieber Martin!!🤪👋