• Castrop - Rauxel

    May 15–16 in Germany ⋅ ☁️ 12 °C

    Na wo ist das denn? Mitten im Ruhrgebiet.
    Wir haben den Rhein verlassen und waren auf einen Schlag all die mächtigen Rheinschifferfragestellungen los. Rhein- Herne- Kanal; keine Strömung, keine Untiefen, keine vorgeschriebenen Fahrwasser, einfach Mitte Kanal. Schön beschaulich, überall grüne Ufer mit Halbwuchs und hohen dichten Laubbäumen, eine Augenberuhigung und nicht nur das, ein tolles entspanntes Dahinschippern, natürlich mit vielen Berufsschiffen. Keine Kreuzungsfragen mehr, ob jetzt Back- oder Steuerbord, nein einfach immer Backbord an Backbord mit genügend Abstand. Es scheint, dass das der Wasserweg von Polen zum Rhein ist.
    Unzählige Brücken haben wir unterfahren, teils gelungene Werke, teils aber auch marode Stahlbrücken voller Rost, den man sogar riechen konnte. Wann endlich wird das Sondervermögen zu deren Sanierung eingesetzt?
    Dass wir dann die Schleusen meist offen fanden, war eine Zeitersparnis auf dem doch langen Tagestrip (47 km in 6 Stunden). Etwas länger als berechnet, da wir das Anfangsstück über die Ruhr fahren wollten, deren Schleuse aber geschlossen war, also wieder umkehren und über den Hafenkanal Duisburg. Wir wurden von Schleuse zu Schleuse besser mit unsern Manövern und können uns stolz auf die Schultern klopfen.
    Im Hafen von Castrop-Rauxel angelegt, haben wir uns auf ein Nachtessen im vielgelobten Hafenrestaurant gefreut. Die Saison hat hier scheinbar noch nicht begonnen, es ist noch geschlossen. Daher Bordküche mit Ravioli , Parmesan und Basilikum aus dem Bordgarten, sprich Topf, und dabei alte Jugenderinnerungen zu diesem „Dosenmahl“ ausgetauscht, Jahre her seit dem letzten Mal.
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