• Hofmannstadt Fallersleben

    27. maj, Tyskland ⋅ ☀️ 23 °C

    Das war nun eine lange Fahrt (fünfeinhalb Stunden) bis hierher. Die dauernde Konzentration im regen Berufsverkehr hat müde gemacht. Auch stellte sich eine Sehnsucht nach Segeln ein, denn langsam scheinen wir genug zu haben von den Motorengeräuschen. Da müssen wir aber noch einige Tage träumen, bis es soweit ist.
    Erstmals machen wir hier im Hafen mit einer Art Tide Bekanntschaft, die Berufsschifffahrt presst das Wasser derart in den Hafen, die den Wasserstand bis zu 50 cm anhebt und wieder fallen läßt. Das erfordert ein anderes Anbinden des Bootes, das da ja mitgehen soll.
    Wir erholen uns bei schmackhaftem Essen aus der Bordküche, Schweizer MIgrosstocki und leckere westfälische Rindsrouladen aus dem Glas. Das Weissweinschorle rundet die Sache ab.
    Ja, von hier kommt Hofmann von Fallersleben, eigentlich hieß er nur Hofmann. Den Zusatz „von Fallersleben“ hat er sich angeblich zur Unterscheidung von den andern Hofmännern zugelegt. Vielleicht auch, weil er als berühmter Germanistikprofessor eben auch ein berühmter Dichter sein wollte, was ihm nicht ganz gelang. Immerhin sind ihm einige der einfachsten und schönsten Kinderlieder zu verdanken.
    Heute sind wir die letzten Kilometer auf dem Mittelland-Kanal gefahren, fast bis Wolfsburg, aber da wollen wir ja nicht hin, von wegen Dieselskandal (Uli rollt mit den Augen), wir haben ja auch einen Diesel aber eben japanischer Herkunft. Morgen zweigen wir ab in den Elbe-Seitenkanal, der uns weiter nordwärts führt.
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