Lübeck Hansestadt
Jun 6–7 in Germany ⋅ ☁️ 22 °C
Die Marzipanstadt, nicht nur!
Da sind wir doch auf tolle Helfer gestoßen. Horst Fedor, Bruder von Christiane, hat sich als versierter Weltenmeersegler angeboten, uns nicht zu Bauhaus zu fahren, wo wir Gas und Reparaturkabel kaufen konnten, sondern uns zu zwei seiner Lieblingshäfen an der Trave geführt, Schlutup und Gothmund, beides alte Fischerdörfchen mit ballenbergwürdigen (Für Nicht-Schweizer: Ballenberg ist ein bekanntes Freilichtmuseum) Häuschen geeckt mit Reetdächern. Heute wohnen da keine Fischer mehr, sondern Leute, die solche Häuschen unterhalten können (nicht ganz billig). Unfern verlief die Zonengrenze, obwohl das Ufer auf der andern Seite der Trave, damals noch zur BRD gehörte, wurde es von der DDR her als Zonenland nicht bebaut und ist heute Naturschutzgebiet. Horst Fedor hat uns dazu viele interessante Geschichten erzählt. Ganz herzlichen Dank!
Nachmittags hat uns Uli (Schmidt) in die älteste Kirche Lübecks geführt, die Marienkirche, die damals von den Handelsleuten gebaut wurde. Da gibt es den Mythos, dass der Teufel die entstehende Kirche mit einem riesigen Felsblock zerstörten wollte, die Handelsleute haben ihm zugesagt, wenn er dies liesse, sie neben der Kirche eine Trink- und Gaststätte bauen. Der Teufel habe dann abgelassen, den Stein kann man immer von vor der Kirche liegen sehen. Die wunderbare Kirche wird mit großem Aufwand dauersaniert, denn der gotische Backsteinbau leidet sehr durch Klima und Wetter. Abends durften wir dann mit Uli in der Schiffergesellschaft, ein Traditionslokal mit vielen Schiffsmodellen aus alter Zeit, mit wunderbar getäfelten Stuben. Da musste man natürlich Labkaus mit Spiegelei und Hering essen. So schmackhaft! Man fühlte sich in die Zeit der Buddenbrooks versetzt.
Heute, eben nicht nur Marzipanstadt, sondern die beeindruckenden Backsteinfassaden und -giebel bewundert, mal steil, mal Stufen, mal geschwungen, reichlich verziert und mit Erkern versehen, einfach ein Augenweide. Gleichzeitig genossen wir die Musikdarbietungen des laufenden Hanse-Kultur-Festivals. So nebenbei, die Gebäude zeugen nicht nicht nur von dem Wohlstand der Handelnden, sondern man findet fast in jeder Gasse einen Friseur, ich glaub, die waren nicht nur wohlhabend, sondern sind auch heute noch eitel. Im Dom haben wir dann gestaunt, dass da noch sehr viele Marien- und Heiligendarstellungen vorhanden waren, vor allem ein auch beeindruckendes Triumphkreuz im Altarraum. Wir haben uns sagen lassen, dass diese Skulpturen beim Bildersturm der Reformation nicht zerstört wurden, weil diese Privatbesitz von Handelsleuten waren. So voller Eindrücke, hat uns die einfache Bordküche mit Salat und Pasta zum Abendtrunk gebracht. Prost!Read more















Viel Wind, viele Friseure - das soll ja alles sitzen ;-). Ich habe die Zeit und Gespräche mit euch genossen. Und weil euer Behelfsmast bei mir bleibt ( mal sehen, ob lang genug, dass ich meine Weihnachtslichter am Balkon damit prominent ausstellen kann), sehe ich euch ja auch wieder 🥰 [Uli]
Uli Schlör Ueli Hafner🙏🙏❤️❤️🙋🏼♂️🙋🏼♀️
Traveler
Der sieht ja recht gutmütig aus