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Kolumbien Sommer 2026 Teil 1: 6. bis 27. August

Wir wollen eine 6wöchige Rundreise durch Kolumbien machen: Bogota - Villa de Leyva - Karibikküste - Medellin - Kaffeezone - vielleicht zum Amazonas... Wir starten am 6. August in Stuttgart und kommen am 18. September zurück. Read more
  • Trip start
    August 6, 2026

    6.8. Angekommen: Bogota- Villa de Leyva

    August 6 in Colombia ⋅ ☁️ 18 °C

    Wir sind gut, pünktlich und ohne Ohrendruck-Beschwerden in Bogota gelandet. Am Flughafen hat - mit Warteschlangen - auch fast alles gut geklappt: Passkontrolle, Gepäck lag schon auf dem Band, Kauf und Aktivierung der SIM- Karten und Datenvolumen für die Handies...
    Nancy hatte mir schon mehrere Nachrichten und ein Foto geschickt mit dem Kennzeichen unseres Taxis und Telefon des Fahrers: sehr beruhigend! Nur mit dem Geldautomaten kam ich auf die Schnelle nicht klar, so dass wir ohne einen Peso in unser kleines gelbes Taxi einstiegen. 🚕. Es gab viele Staus auf den Ausfallstraßen, weil morgen, 7. 8., der nationale Unabhängigkeitstag gefeiert wird: langes Wochenende - alle wollten raus aus Bogota. Nach endlosen 5 Stunden Autofahrt holperten wir endlich über die Kopfsteinpflaster zu Nancys Boutique- Hotel "Pancha Mama" (ein indigener Name für Mutter Natur). Sie empfing uns ❤️lich und wir durften gleich im Garten an der Feuerschale Platz nehmen und bekamen ein Bier. Dort saßen bereits Nancys 19jährige Tochter Sara, ihre kolumbianische Freundin Valeria und zwei Jungs aus Kanada- die Söhne von Gästen. Wir waren beide unglaublich erschöpft nach unserer 24stündigen Anreise - gerechnet von Haus zu Haus.
    Geschlafen hatten wir ja nur ganz wenig und in kleinen Portionen. Und noch hatten wir das Tagesziel nicht erreicht.
    Nancy wohnt mit ihrem Mann Ricardo in einem sehr schönen Haus am Ortsrand von Villa de Leyva, wohin wir nun weitere 20 Minuten in Nancys Auto fuhren.
    Uff: wir waren sooo froh, als wir gegen 23 Uhr Ortszeit ENDLICH unsere müden Häupter auf die Kissen unseres Doppelbettes sinken lassen konnten!
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  • 6. August: 1. Flugstrecke Stuttgart - Amsterdam

    August 6 in the Netherlands ⋅ ☀️ 21 °C

    Der Reisebeginn verlief unaufgeregt nach Plan: ab 3.15 Uhr per Taxi zum Flughafen Stuttgart mit nettem studentischem Fahrer. Nur kurze Wartezeiten beim Checkin und beim smart- Lane-Sicherheitsgate. Dann ein gut einstündiger Flug nach Amsterdam mit Tee und süßem Kokossnack. Ich war erleichtert, dass ich bei dieser Landung Vielleicht dank der Nasentropfen und vermutlich geringer Flughöhe hatte ich fast weniger Ohrendruck als sonst bei der Landung. Alles sehr relaxed hier in Shiphol am Gate: großzügige Wartebereiche mit Auflademöglichkeit fürs Handy und Liegeflächen... 9.55 uhr- ich sitze gut mit viel Beinfreiheit am reservierten geräumigeren Notausgangsplatz- Raphaela direkt hinter mir, weil sie einen Gangplatz wollte und kürzere Beine hat. Nun hören wir schon spanische Töne um uns herum.Read more

  • 7.8. Start mit Nancys Familie und Freunden

    August 7 in Colombia ⋅ ☀️ 15 °C

    Es war äußerst angenehm, morgens vom Kaffeeduft in die Küche gelockt zu werden und erst einmal vom Balkon aus die wunderbare Natur und Landschaft ums Haus herum bewundern zu können! Und anschließend zu neunt; am langen Frühstückstisch Platz zu nehmen, wo wir mit Rührei (Bild1), Baguette, Avocado, Käse und heißem Gewürz-Kakao verwöhnt wurden. Gestern nacht waren nämlich noch Nancys alte Schulfreunde Cesar und seine Frau Alexandra mit ihrer jüngeren Tochter Mariana (24) dazu gekommen. Sie sind der Rest der Familie von Marianas Schwester Valeria (28), die kurz vor uns angekommen war. Um die Mittagszeit starteten die Eltern, Alexandra und Cesar, Raphaela und ich zu Fuß in den Ortskern Villa de Leyva, der vom Haus aus noch ca 4 km den Hang hinab liegt. Gleich links unterhalb des Hauses kamen wir an einem kleinen Teich mit zwei kleineren Häuschen vorbei. Diese beiden "Hütten" gehören auch zu Ricardos großem Anwesen und werden als Ferienhäuser vermietet: sehr edel und gemütlich mit Grillplatz und schönen Terrassen. Unterwegs unterhielten wir uns mit Alexandra, die auch Englisch und sogar etwas Deutsch kann und mit Cesar, der jedoch NUR Spanisch spricht. Raphaela griff mit ihm gern zum Google-Translator, während ich mich an Alexandra hielt, die mich bei meinen spanischen Brocken SEHR geduldig unterstützte. Nach ganz kurzem Kaffee- und süße Stückle - Stopp an einem Bäckereikiosk am Straßenrand gings an der großen Straße weiter. Cesar streckte den Arm aus und zack!: ein Minibus hielt an, wir stiegen ein und wurden mit Salsa beschallt: wunderbar! Wir bedauerten es fast, als wir in der Ortsmitte aussteigen mussten - nahe dem "Plaza Major", dem größten Marktplatz von ganz Kolumbien. Der Platz ist riesig, rechteckig, abschüssig und mit groben Steinen gepflastert. An diesem windigen Feiertag füllte er sich zunehmend mit Kindern und Erwachsenen, die dort Kometas (Drachen) steigen ließen. Auf der rechten Platzseite spielte eine Blaskapelle und daneben hielt eine andere Gruppe die Kolumbienflagge und Wappen hoch. Die Atmosphäre war sehr " tranquillo" .Die Menschen hier schienen viel Zeit zum Flanieren zu haben. Raphaela entdeckte eine Frau mit Rucksack mit durchsichtigen Plastikwänden, hinter denen eine Katze ziemlich eingequetscht saß. Für mich eine Art dejavus mit Japan, wo die Haustierliebe ähnlich wilde Blüten treibt...
    < Kurzfassung für den Rest, weil ich noch immer kopfschmerzgeplagt neben der schlummernden Raphaela sitze und mir die Augen fast zufallen.... >
    Mittagstreffen mit den 3 Töchtern kurz vor 2 Uhr. Diese hatten bereits einen Tisch besetzt in dem Cafè, in dem die hier berühmten "milhojas" serviert werden.: Blätterteigschichten, dazwischen lecker Creme und obendrauf ein cremiges topping, mit oder ohne Beeren und / oder Schokolade - mmmmhhh! 3 Stunden später gingen wir zu neunt in ein Restaurant essen und es gab ein kurzes, heftiges Gewitter: der bisher erste Regen.
    Vor dem Essen genossen wir BesucherInnen alle eine längere Siesta in Hängematten, Liegestühlen oder in der Nestschaukel im Garten von Pancha Hotel Boutique. Wir beide hatten heute wirklich mit Jetlag zu kämpfen und ich zusätzlich mit Kopfschmerzen....
    Vielleich auch aufgrund der Höhenlage von über 2100 m?
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  • 8.8. Marktbesuch und Ausflug nach Raquira

    August 7 in Colombia ⋅ ☁️ 23 °C

    Am späten Vormittag starteten wir mit leeren Taschen und Körben zu fünft ab Nancys Pancha-Mama-Hotel fünf Minuten zu Fuß bergauf zum Marktplatz am Dorfrand von Villa de Leyva. Ein traditioneller Wochenmarkt wie aus dem Bilderbuch: hier wird probiert, gefeilscht und eingekauft, gegessen, getrunken und kommuniziert was das Zeug hält!
    Nach kurzem Stopp im Hotel zum Abladen der Einkäufe, ging es nun zu siebt in zwei Autos weiter nach Raquira. Dieses Städtchen ist berühmt für seine Keramikprodukte. Es war heute heiß hier und voller Menschen. Zwar bietet Raquira viele knallbunte Fotomotive, aber kaum echtes Alltagsleben - im Gegensatz z.B. zum Bauernmarkt heute morgen. In den Gassen und alten Häusern reiht sich ein Kunsthandwerk- Laden an den nächsten. Kitsch as Kitsch can allüberall - für uns fast ein touristischer Overkill! Während Nancy und Alexandra begeistert schön designte Vasen erwarben, müssen wir beide alle Non-Food- Einkäufe vermeiden, um nicht 6 Wochen lang noch mehr als nötig herumzuschleppen. Wir begnügten uns mit einem leckeren Blaubeereis am Stiel, das man auf dem Balkonbild sieht, wenn man es groß zoomt. Spaß gemacht hat unser spontanes Tänzchen auf der Straße -siehe Video. Mir hat auch der zentrale Platz mit der Kirche gefallen, die laut Tafel von 1690 stammt. Dort fand gerade eine Kindstaufe statt was beweist, dass es hier tatsächlich auch "normales Leben" gibt. Zum Abschluss unseres Tages nochmal eine geballte Fotosession für uns: Auf bzw. vor der Heimfahrt gings noch auf den Hügel über Raquira. Dort wurde ein Keramikgelände außerhalb von Raquira angelegt - quasi eine künstliche "Keramikwelt". Gegen Eintrittsgebühr kann man da hinein. Uns interessierte besonders die überdimensional riesige
    HAND - in der sich vermutlich alle Besucher fotografieren lassen.
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  • 9.8. Casa Terracotta und Garteneinladung

    August 9 in Colombia ⋅ ⛅ 22 °C

    Den Vormittag konnten wir gemütlich im Haus vertrödeln: Frühstück zu acht (Nancy war schon früh im Hotel). Die befreundete Familie verabschiedete sich gegen Mittag und fuhr dann zurück in ihren Wohnort Bucaramanga (1,5 Mio EW), wo alle morgen wieder arbeiten müssen: Alexandra als Anwältin für Steuerrecht, Cesar als Arbeitsmediziner, Tochter Mariana als Universitätsärztin für die StudentInnen... Schade, sie sind alle sehr nett. Für uns war gut: Mariana spricht sehr gut Deutsch, Alexandra und ihre Tochter Valeria (Juristin) gut Englisch. Valeria hat uns angeboten, dass wir bei ihr in Bogota auf dem Sofa übernachten können - sehr nett! Am frühen Nachmittag brachen Raphaela und ich zu Fuß auf in die Casa Terracotta: ein 1998 vom Architekten Octavio Mendoza erbautes, komplett aus Ton geformtes Haus. Das Gebäude gilt als das größte Keramikobjekt der Welt. Was wir in der Audio-Tour erfuhren: der Ton ist wirklich durch Feuerbrand gehärtet, die Sonne trocknete die Zwischenschichten. Nirgends eine gerade Kante: Gaudi, Hundertwasser und Co lassen grüßen. Am Kassenhäuschen war - wie so oft - unsere Um-Rechenkompetenz gefordert: 1 Euro ist zur Zeit etwa 3600 COP (kolumbianische Pesos) wert. Als Seniorinnen bekamen wir sogar Rabatt: sehr schön! Somit wird unsere mangelnde Schnelligkeit im Kopfrechnen hoffentlich eher dem altersbedingten Abbau als einem mangelndem IQ zugeschrieben... 😉 Beim Rückweg zum Hotel kamen wir wieder an der Plaza Mayor mit einigen riesigen Drachen vorbei - der Anblick dieses Platzes begeistert mich jedesmal aufs Neue! Angekommen im Hotelgarten saßen da bereits ca 15 Personen bei Wein und Kaffee, denen wir nun vorgestellt wurden: einige amerikanische Paare sowie kolumbianisch - amerikanische. Wir bekamen Bier und lecker Essen- siehe Bild. Bis alle Gäste weg waren, das Geschirr gespült und der Garten gewässert, war es bereits dunkel.
    Heute ist unser letzter Abend hier in diesem schönen Haus - schade! Morgen gehts an die Karibik! 😀
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  • 10.8. Erdbeben, Flug nach Santa Marta, Hitzewand

    August 10 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Es gab einige besorgte Nachfragen wegen des Erdbebens heute morgen hier in Kolumbien. Samt Link:
    https://www.zeit.de/wissenschaft/umwelt/2026-08…
    Diese entdeckten wir beide erst spät nachmittags kurz vor bzw nach dem Flug hierher nach Santa Marta. Hier meine whatsapp-Antwort: "Sorry - hatte vorher nicht aufs Handy geschaut. terremoto - so ein schõnes Wort für ein so zerstörerisches Ereignis! Das Epizentrum des Bebens war südlich von Medellin und 400 km westlich von Bogota. Wir haben in Nancys Haus oberhalb von Villa de Leyva gegen 8.30 Uhr nur ein leichtes Schwanken gespürt. Im Hotelgarten ist zwar ein Sonnenschirm samt Tisch umgestürzt, aber vielleicht auch vom Sturm. JETZT GERADE sind wir in der definitiv erdbebensichersten Zone ever und weltweit: im Luftraum! 😜 auf dem Inlandsflug von Bogota nach Santa Marta an der Karibik. Dort hat bisher nichts gebebt. Ich kann euch das also erst nach der Landung senden.."
    Hier Textauszüge aus Tagesschau.de: ... "Präsident Abelardo de la Espriella sprach von mindestens 111 Toten und 87 Verletzten. Er rief den Katastrophenfall aus.... Weitere Menschen seien unter den Trümmern eingestürzter Gebäude eingeschlossen, teilten die Behörden mit. In den besonders schwer getroffenen Städten Pereira, Quibdó, Cali und Manizales suchten Einwohner zusammen mit Rettungskräften in Trümmern nach Überlebenden. Die US-Erdbebenwarte USGS bezifferte die Stärke des Bebens, das bis ins angrenzende Ecuador zu spüren war, mit 7,4. Es ereignete sich in einer Tiefe von 107 Kilometern. Das Epizentrum des Bebens lag laut USGS und der kolumbianischen Erdbebenwarte rund 400 Kilometer westlich der Hauptstadt Bogotá in San José Del Palmar. ". <<< Was für ein riesiges Glück für uns, dass wir nicht zuerst in dieser Region unterwegs waren! Denn auch diese Region steht noch auf unserer Route! Für uns war es trotz dieser Nachrichten ein normaler Reisetag: Ricardo holte Nancy, ihre Tochter Sara und uns beide kurz nach 11 uhr mit seinem Auto ab und brachte uns in Rekordgeschwindigkeit nach Bogota: ca 3 Stunden - wenn auch mit teils doppelter Überschreitung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen... 😉
    Dort wurde das Auto für 5 Tage geparkt und weiter gings mit 2 Taxis (in eines passten fünf Fahrgäste leider nicht rein) zum Flughafen. Die Zeit reichte gerade fürs Geld abheben bei einem Automat der für Ausländer empfohlenen Davienda-Bank, wo aber vermutlich meine Visacard gehackt wurde. Weiter gings zur automatisierten Gepäckaufgabe, die zur Sicherheitskontrolle und zu einer Takeaway-Essensbestellung bei der sehr gehypten Kette "Crepes and Wafers". Dort gibt es keineswegs nur das, sondern u.a. auch gesunde Bowls und ein Salatbuffet. Der Flug startete gegen 17:25 Uhr und war bereits 1 Std 15 min später in Santa Marta. Heute begann der Ohrendruck bei mir schon beim Start auf der linken Seite. Das steigerte sich vor der Landung noch um ein Vielfaches und ich kämpfte mit Nasentropfen, Druckausgleich und Kaugummikauen dagegen an. Der Schmerz links hörte aber nach der Landung gottlob bald auf. Raus aus der Flughafenglastüre schlug uns eine warme Hitzewand entgegen: sofort fühlten wir uns wie daheim in Stuttgart 😉 Mit einem bei ALAMO reservierten Mietwagen brachte Ricardo uns in einer einstündigen Fahrt zum Ressort Kokkos Beach -nun leider schon im Dunkeln und mit einem Einkaufsstopp an einem Supermarkt.. Das Ressort ist superchic. Ich wollte vor dem Schlafengehen wenigstens noch ganz kurz zum Meer. Bin also nur etwa einen Meter und bis zu den Knöcheln ins Wasser. Schwupp! Die nächste anrollende Welle schwappte bis zu meinen Oberschenkeln - Kleid und Unterwäsche nass. Die Wellen sind sehr stark und unterschiedlich hoch - somit unberechenbar. Der Blick aufs wilde Meer ist aber wunderbar!
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  • 11.8. Los Naranjos und Hippiedorf Palomino

    August 11 in Colombia ⋅ ⛅ 28 °C

    Wir verbringen einen ruhigen Vormittag im und ums Haus. Die kleine, aber feine "Villa" die es über booking.com zu mieten gibt, gehört Nancy und Ricardo. Wen Bilder interessieren:https://www.booking.com/Share-JTQhKCi Es gibt 2 Schlafzimmer + 2 Bäder oben, unten einen großen Wohn-Ess-Bereich mit Schlafsofa, offener Küche und kleinem Bad. Überall Klimaanlage und große Ventilatoren. Draußen eine überdachte Terrasse mit Sitzgruppe und Hängematte sowie einen kleinen Pool mit recht flachem Wasser - nur etwa bauchhoch. Der ganze Komplex "Senda Kokkos Beach" inklusive Hotel und Restaurant am Strand ist ein eingefriedetes, bewachtes "condominion", also ein Ferienressort . Es wurde erst vor 2 Jahren fertig gestellt. Wie schön, dass es vorne am Strand noch den nierenförmigen GROSSEN Pool für alle gibt! Der ist etwa 17 m lang und schultertief, so dass ich gut ein paar Bahnen 🏊‍♂️ konnte. Dass das im Meer nicht möglich bzw. nicht ratsam ist (siehe Warnschild), habe ich gestern Nacht ja selbst erlebt... Kurz nach 4 Uhr nachmittags streckten wir zu fünft in "unserem" Strandrestaurant beim Essen die Füße unter denselben Tisch - siehe Bild. Keine 20 m vor uns brachen sich rauschend meterhohe Wellen. Nancy erzählte und zeigte uns auf eigenen Handy- Bildern, wie viele Meter Strand sich hier seit Oktober 2025 das Meer zurückgeholt hat. Der Strand beginnt inzwischen fast direkt an der Restaurant-Terrasse. Wir fragten uns, ob die Höhe und Wildheit der heutigen Wellen vielleicht noch mit den Auswirkungen des Erdbebens zu tun hat? Erst gegen 17.30 Uhr starteten wir mit dem Auto zu einem Ausflug: immer die Küste entlang nach Nordosten über 3 Brücken und breite Flüsse- etwa 45 Minuten Fahrt. Am Straßenrand Bananenpalmen und Mangobäume und immer wieder indigene Menschen verschiedener Tribes in typischer Kleidung. An der Kleidung erkannten Nancy und Ricardo die Stammeszugehörigkeiten: Arhuacos und Koguis. Ziel war das Hippiedorf Palomino, der nördlichste Punkt unserer Kolumbienreise. Was wir sahen war ein Straßendorf, d.h. entlang einer einzigen Straße reihten sich Hostels, viele kleine und große Restaurants, Bars und unzählige offene Buden-Läden für Klamotten, Taschen, Schmuck etc. Ricardo lud uns in dieser Happy hour zu einer Runde Cocktails (Mojitos und Margaritas) ein. Später spendierte Nancy an einem Stand noch ein paar leckere Empanadas. Gegen halb neun traten wir die Rückfahrt an. Morgen früh wollen wir schon um 7 Uhr frühstücken, um noch vor der größten Hitze loszukommen.Read more

  • https://share.google/2NAoRmxjJNVOkb5tu TELETUBBIES (englisch tubby – rundlich) ist der Titel einer Fernsehserie für Kleinkinder. Entwickelt von Anne Wood und Andrew Davenport, wurde die Serie von 1997 bis 2001 im Auftrag der BBC bei Whitchurch produziert. In Deutschland begann der Kinderkanal KiKA 1999 mit der Ausstrahlung.
    Die Teletubbies sind vier rundliche Figuren, welche sich durch ihre Körperfarbe und die Form der Antennen auf ihrem Kopf unterscheiden. Auf ihrem Bauch haben sie einen Bildschirm. Sie leben in einer surrealen Gartenlandschaft. Soviel zu unserer Assoziation beim Anblick des Fotos, das Nancy von uns beiden gemacht hat (--> Antenne auf meinem Kopf!) Es folgt der Tagesbericht:
    Nach mehr als einer Stunde braven Wartens in einer Schlange von mehr als 100 Personen vor dem Haupteingang durften wir 4 "Alten" (Sara, die schon mal im Tayrona-Park wandern war, zog es vor, daheim zu chillen) sogar im Auto ein ganzes Stück in den sehr berühmten, sehr großen Nationalpark an der Karibikküste hineinfahren. Für uns Gringos ist der Eintritt fast 4-mal so teuer wie für Einheimische, aber das kenne ich auch so von Indien und Nepal und wir fanden das eigentlich nur fair. Vorbei an offenbar an Touristen gewöhnten Äffchen, einem für uns unsichtbaren Faultier (graue Masse in weiter entferntem Baum) und zusammen mit vielen anderen Besuchern begannen wir den Hinweg zu Fuß durch Dschungelflora. Es war alles staubtrocken, so dass kein wirkliches "Dschungelgefühl" aufkam. Etwa 3 Stunden eher gemütlichen Wandern später (mit Fotostopps und diversen Kokoseis- und Kokosnuss-Trinkpausen später kamen wir an unser Etappenziel des Tages: den Strand zwischen den 2 Buchten. Dazwischen ein kleiner Hügel mit Hütte und vielen Hängematten drin.
    Es war unglaublich heiß heute. Wir waren deshalb gezwungen, uns vier Plastikstühle mit zwei Sonnenschirmen zu mieten – es gab sonst keinerlei Schatten und der Sand glühte förmlich. Die beiden Buchten waren traumhaft schön, aber die roten Fahnen am Strand signalisierten Gefahr. Es war möglich, in Strandnähe ein bisschen im Meer zu plantschen – mehr als ein paar Schwimmzüge schaffte man aber nicht. Die Wellen waren zu wild. Nach der - vor allem wegen der Hitze - nicht komplett entspannten Strandzeit begann jedoch erst die eigentliche Challenge des Tages, die wir getrennt voneinander und sehr verschieden erlebten. Am „Pferdeparkplatz“ trennten sich unsere Wege. Nancy, die das schon einmal gemacht hatte, ermutigte mich zum Rückweg per Pferd. Ich musste jedoch noch eine ganze Weile warten, bis eine kleine Gruppe dafür zusammen gekommen war. Die anderen drei machten sich schon mal auf den Rückweg zu Fuß. Sie brachten diesen in einem strammen Fußmarsch ohne Pausen oder Wasser (!) hinter sich: bereits nach gut eineinhalb Stunden waren sie wieder am Parkplatz – also in fast der halben Zeit, die wir für den Hinweg gebraucht hatten! Entsprechend erschöpft, aber auch stolz kamen sie an.
    Für mich war der Ritt zurück ein echtes Abenteuer mit Adrenalinausschüttung und viel „O dio mio!“-Rufen meinerseits. Es begann damit, dass ich beim Losreiten in einer Gruppe von 4-5 Reitern die Zügel meiner Stute „Chicalinda“ wohl etwas zu fest anzog. Daraufhin legte sie den Rückwärtsgang ein und rammte fast das Pferd hinter uns. Wütendes Geschrei „Zügel loslassen!“ und Gelächter der Umstehenden erschreckten mich so, dass ich mich ab da gar nicht mehr getraute, die Zügel gespannt zu halten. Mit der Folge, dass mein Pferd mit mir machte, was es wollte. Und das war WETTRENNEN! Zu Beginn war der Guide mit einer Gerte noch zu Fuß vor uns unterwegs und kontrollierte das Geschehen. Aber schon nach wenigen Minuten lieferte sich Chicalinda mit den anderen Pferden einen wilden Wettkampf um die Führung. Sie begann zu traben und versuchte ständig, das Pferd vor sich zu überholen. Leider gelang ihr das besonders in Hohlwegen mit ganz engen, felsigen Wänden rechts und links, so dass ich mehrfach fast an der Wand abgestreift oder zwischen zwei Pferden eingequetscht wurde. Ich hatte keinen Helm und leider drosselte Chicalinda das Tempo auch nicht, wenn es steil bergab ging und der Untergrund glatt und felsig war! Entsprechend ängstlich klammerte ich mich an den Sattelknauf und duckte mich unter tiefhängende Äste. Den Guide hatten wir längst weit hinter uns gelassen – er rannte schimpfend hinter den Pferden her. Kaum hatte Chicalinda überholt, startete das Pferd hinter uns den Gegenangriff. Ich schaffte es nicht, den Trab “auszusitzen“, so dass ich eher passiv auf und ab gehoppelt WURDE und mein Gesäß bald schmerzte. Die Angst, vom Pferd zu fallen und mich zu verletzen, war aber noch schlimmer. Zwischendrin verfielen alle Pferde auf breiten Wegen immer wieder in ein gemäßigtes Schritttempo. Diese Phasen genoss ich sehr und konnte mich dann auch kurz auf die Landschaft konzentrieren. Kaum hatte ich aber mein Handy herausgeholt, um Fotos zu machen, kam der nächste Angriff… ☹ Ich verlor mein Handy nur deshalb nicht, weil es an meiner Hose festgebunden war. Wir ritten auf ganz anderen Wegen als wir auf dem Hinweg gelaufen waren. Deshalb begegneten wir auch keinen Fußgängern, sondern nur entgegen galoppierenden Pferdegruppen mit einem einzigen Guide zu Pferd vornedran. Nach mehr als einer Stunde trafen wir unter Flüchen unseres rennenden Guides, der uns immer wieder schreiend einholte und besonders mit mir nicht eben zufrieden zu sein schien, am Pferdesammelpunkt nahe des Parkplatzes ein. Ich rutschte erleichtert vom Sattel und trollte mich. Leider entdeckte ich keine Spur von unserem Mietwagen oder von meiner Bezugsgruppe. Also lief ich hinter anderen Fußgängern her auf der asphaltierten Autostraße Richtung Ausgang. Dieser war noch mehr als 4 km entfernt, wie ich irgendwann erfragte. Da es im gesamten Naturschutzpark kein Handynetz gab, konnte ich die anderen weder telefonisch noch per Nachricht erreichen, was mir zunehmend Sorgen machte. Was, wenn wir uns nicht fanden? Entsprechend erleichtert war ich, als schließlich Ricardo nach fast einer Stunde Fußweg neben mir bremste und mich einlud!
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  • 13.8. Playa Cristal und die Rache der Korallen

    August 13, Atlantischer Ozean ⋅ ☁️ 19 °C

    Wir sind wieder unterwegs. Eigentlich haben wir ja einen schönen Strand bei unser Anlage, kleiner Pool am Haus und größerer Pool am Strand. Playa Cristal im Tayrona-Nationalpark in Kolumbien ist berühmt für seinen feinen weißen Sand . Das Wasser ist kristallklar und türkisfarben. Er gilt als einer der schönsten und ruhigsten Strände der Region, ideal zum Schwimmen und Schnorcheln. Allerdings musste man sich das Vergnügen erst mal verdienen. Eine lange staubige Holperstrecke verwandelte das Auto in eine braune Kiste. Auf der anschließenden Bootsfahrt zum Strand konnten wir noch eine große Meeresschildkröte sehen. (VERDAD? Echt? Ich, Katrin, hab das leider nicht mitbekommen!) Eine wunderschöne Bucht lag vor uns. Wir konnten schnorcheln, faulenzen, in der Hängematte liegen, Fisch am Strand genießen. Alles wunderschön. Leider haben sich Katrin und Sara beim Schnorcheln im flachen Wasser an den Korallen verletzt: Sara wurde von den Wellen auf den Rücken gedreht und landete auf den Korallen, die sich mit Giftausstoß verteidigten -- überall bildeten sich Bläschen und Quaddeln. Katrin wollte den gebrüllten Befehl der Parkküstenstenwache (?) "Nicht hinstehen!" (zum Korallenschutz) sofort befolgen und ließ sich direkt nach unten fallen - leider auf extrem spitzzackige Korallen - das gab häßliche blutende Kratzer am Oberschenkel. Die Schrammen bei beiden wurden gleich im Hospitalzelt desinfiziert.. Inzwiachen haben sie sich schon wieder weitgehend von ihrem Schreck und den Schmerzen erholt. Sehr positiv hat sich auf diesen Zustand der anschließende Besuch in einer Taco- Bar am Straßenrand ausgewirkt. Essen hilft immer.Read more

  • 14.8. Carpe diem

    August 14 in Colombia ⋅ ☁️ 30 °C

    Heute morgen waren wir noch rasch im Laden innerhalb des Ressorts Kokkos Beach. Nancy hatte dort morgens schöne Indio-Taschen entdeckt und wollte mir die zeigen. Sie selbst hat eine ähnliche seit langer Zeit, die mir gut gefällt. Sie sagt, dass sich überall auf der Welt die Columbianos an dieser Art von Taschen erkennen. Als Eigentümerin einer Wohnung im Resort bekommt Nancy in dem Laden 20 Prozent Discount. Und tatsächlich waren die Taschen hier schöner und viel günstiger als in Palomino. Also: Gekauft!
    Gleich danach Abschied von Nancy und Sara. Weiter mit Ricardo im Auto nach Bonda (Stadtteil von Santa Marta) an die Polizeistation. Dorthin hatte Raphaela den 4 Wheel-Transport - (wegen schlechter "bumpy" roads!) für uns bestellt. Der Wagen kam auch bald und brachte uns in 25 min in den Dschungel in die Ecolodge Carpe diem. Das ist ein Hostel mitten in der Natur mit mehreren Häuschen und schilfgedeckten Hütten, einem guten Restaurant und 3 kleineren Pools. Alles am Hang in mehreren Stufen angelegt. Raphaela hatte das schon in Stuttgart auf booking.com entdeckt und für 3 Nächte gebucht. Hier hat sie nun nochmal upgegradet: statt Suite mit Klimaanlage (die Preise sind verglichen mit Deutschland sehr moderat!) sind wir nun in einem von 2 Baumhäusern mit eigenem Außenbad. Wir müssen dorthin für jedes Essen und jeden Gang zur Rezeption gewundene steinige Wege mit insgesamt 80 steilen Stufen überwinden (auf halber Strecke, gibt es schon einen Pool zum Abkühlen). Aber der Wahnsinns - Ausblick von der Baumhausterrasse mit bunten Schaukelstühlen von oben in die 🌳 🌳 🌳 und auf die fernen Berge entschädigt für alle Mühen! Den Nachmittag verbrachten wir am Pool und in den Hängematten. Den Abend bei leckerem Essen im offenen Restaurant. Dann fiel leider auf dem gesamten Gelände der Strom aus: kein Licht (!), kein Internet (also auch kein Blogeintrag hier), kein Ventilator in unserem offenen Baumhaus! Wir hatten sehr auf Regen gehofft, weil es spätnachmittags stürmte und aus dunklen Wolken ein paar dicke Tropfen fielen. Leider blieb es dabei. Das mit dem Ventilator war für Katrin besonders bitter, da wir nun in der Schwüle schwitzend mit wenig Luftbewegung unterm Moskitonetz im großen Doppelbett die Nacht verbrachten! Aber irgendwie ging es...
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  • 15.8. In 5 Stunden zu 5 Wasserfällen

    August 15 in Colombia ⋅ ☁️ 29 °C

    Kurz nach 8 Uhr trafen sich 12 Gäste und die zwei Guides Alvaro und Luis, beide mit Macheten am Gürtel, an der Rezeption zur "highly recommended waterfall tour": wir alle mit festen Schuhen und Mützen sowie einem Rucksack mit Wasser, Badezeug, Sonnenschutz, Handy. Jeder bekam noch eine Banane und ein Stück Schokokuchen als Proviant. Der Hostelhund, ein Dalmatiner namens Camil, begleitete uns. Wir beide waren mit großem Abstand die ältesten TeilnehmerInnen. Etwas skeptisch - besorgte Nachfragen kamen schon gestern bei der Buchung: wir müssten wissen, dass man hier einige sehr steile und rutschige Strecken überwinden müsse - zum Teil mit Hilfe von Seilen. Da wir uns aber nicht abschrecken ließen, wurden wir angemeldet. Es war eine wirklich schöne Runde auf erst breiten, dann immer engeren Pfaden durch den Dschungel: über eine hölzerne Hängebrücke, vorbei an der Kakaofarm, die wir morgen besuchen wollen. Es begegneten uns außer weiteren Hunden keine Tiere. Gestern hatten uns Holländer von einer sehr giftigen Schlange auf der Wasserfalltour erzählt. Am ersten Wasserfall mussten alle die Schuhe ausziehen und durch den Bach waten. Bei den folgenden konnten wir über Steine übers Wasser balancieren. Nur beim zweiten und fünften Wasserfall waren die Gumpen noch tief genug, dass man darin baden konnte: herrlich! Das Wasser war angenehm kühl - ganz anders als die stark aufgewärmten Pools im Hostel. Durch die extreme Trockenheit der letzten Wochen führten die Bäche offenbar deutlich weniger Wasser als sonst. Trotzdem wirken die Bäume und die ganze Flora hier viel grüner, d.h. nicht ganz so ausgetrocknet wie im Tayrona Nationalpark an der Küste. Auf solchen Gruppenwanderungen kommt man leicht ins Gespräch mit anderen, - besonders, wenn sie deutsch sprechen. So ging es uns mit der 23jährigen, sehr netten Steiermärkerin Elena, die auch fließend Spanisch spricht. Sie half uns später im Hostel bei der Online-Buchung der Tickets für den Bus von Santa Marta nach Cartagena, die wir übermorgen brauchen.
    Der Rest des Nachmittags und Abends verlief sehr ähnlich wie am Vortag.
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  • 16.8. Yoga, Cacaofarm, kleine Wanderung

    August 16 in Colombia ⋅ ☁️ 29 °C

    Eine Stunde sehr sanftes Morgenyoga am Pool - zusammen mit 8 jungen Menschen - ein schöner Start in den Tag für mich (Katrin). Im Vierfüßlerstand fiel mein Blick auf einen Kolibri, der von Blüte zu Blüte flatterte. Das Rauschen des Baches mischte sich mit leisen esoterischen Klängen aus der JBL-Box der Yogalehrerin...
    Nach dem Frühstück machten wir beide uns zu Fuß auf den Weg über die wackelige hölzerne Hängebrücke über den Bach. Erster Stopp: das ausgelagerte Gästehaus des Hostels mit dem teuren "Luxuszimmer", das wir dann ja gegen das Baumhaus getauscht haben. Wir fanden das Gebäude bereits von außen eher vernachlässigt, einsam, wenig einladend und waren im Nachhinein erst recht froh über den Zimmer-Tausch!
    Zweiter Stopp: Cacaofarm. Hier muss man entweder die Schuhe ausziehen, um barfuß über den Bach zur Farm zu warten oder man bekommt eben nasse Schuhe...Unglaublich, dass und wie so ein Betrieb samt touristischen Führungen ohne Brücke bzw. ohne Zufahrt funktionieren kann...Die private Führung- ohne Voranmeldung und exklusiv für uns zwei war großartig! Der sehr sympathische Besitzer erklärte uns alles auf Spanisch mit englischen Brocken und vielen Gesten. Raphaela nützte auch ihre Übersetzungsapp auf dem Handy. Am Ende hatten wir das Wichtigste verstanden. Die Prozesse von der geernteten Kakaobohne zur Bitterschokolade (100 Prozent Kakao) sind: 12 Tage Fermentation der feuchten Fruchtkerne = Bohnen in einer Holzkiste bei bis zu 30 Grad, dann Trocknung an der Sonne für 6- 8 Tage. Dann Rösten in Pfanne über Feuer für ca 1 Stunde. Schließlich das Mahlen der gerösteten Bohnen - hier mit kleiner Dreh-Mühle von Hand. Da kommt dann die leckere Paste raus, aus der sowohl unsere Gesichtsmasken bestanden, als auch der leckere Kakao mit heißer Milch, der uns kredenzt wurde. Unterhaltung hatten wir auch von den beiden Papageien und dem weißen Hasen, die sich frei zwischen Gänsen und Hühnern im Gelände bewegten. Es war alles sehr relaxed und hat uns großen Spaß gemacht!
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  • 18.8. Pralles Leben in Cartagena

    August 18 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    VORMITTAG::
    Freewalking -Tour durch die historische Altstadt Centro und Getsemani zusammen mit über 20 weiteren Teilnehmer/innen. Unser sehr engagierter 29jähriger Tourguide Legaxi lieferte zweieinhalb Stunden volles Programm . Die spontane Salsa-Einlage von Raphaela mit dem Guide war großartig und erntete viel Beifall.
    MITTAG:
    Legaxi hatte am Tourende allen ein ganz einfaches, "authentisches Restaurant ganz in der Nähe" zum Mittagessen empfohlen: "Espírito Santo". Wir beide suchten leider ewig danach. Googlemaps führte uns im Kreis und an der Nase herum... Schließlich fanden wir heraus, dass es keine 50 Meter von unserem Hostel entfernt und der absolute Treffer war. Bisher hatten wir noch nirgends so lecker und gleichzeitig so günstig gegessen: für 52 000 Pesos (knapp 14 Euro) zwei volle Mahlzeiten: Raphaela hatte Rinderbraten mit Salat und Kochbananen und Katrin Fischfilet, Gemüse, Kochbananen, Reis und Salat. Dazu leisteten wir uns zwei alkoholfreie Kokosmilch- Drinks. Köstlich!
    NACHMITTAG:
    Wir starteten auf demselben Weg wie morgens zur Bank im Centro, um dort Geld abzuheben. 💰 Das ist jedes Mal ein Abenteuer: Funktioniert meine Karte hier? (Eine meiner 2 Mastercards wurde schließlich schon vor 6 Tagen gehackt- 11 Überweisungen an Amazon innerhalb von 3 Tagen. Habe sie sofort gesperrt.) Wie hoch ist das Abhebe-Limit, wie hoch sind die Gebühren? Kommen am Schluss Geldscheine unten raus oder nicht? Werden wir beobachtet oder gar verfolgt? Dank der aktiven Unterstützung einer Deutschamerikanerin und ihres Freundes ging es diesmal für uns beide glatt. Wieder zurück zum Hostel - Geld in den Safe. Uff!
    Raphaela blieb dort, ich machte mich heute zum 3. Mal wieder auf genau diesen Weg zurück ins Centro ins MMAC - Museum of Modern Art Cartagena: klein, aber fein. Der Besuch war mir -wie immer! - eine besondere Freude. Lustig war, dass ich - "Please be careful!" - um die Fliesenleger herum lavieren musste, die im geöffneten Ausstellungsraum die Fugen versäuberten...
    ABEND:
    Für uns beide noch einmal - für mich heute zum 4. Mal- der Weg ins Centro: diesmal zum ARA- Supermarkt. Wir sollen ALLE Lebensmittel für unsere Zweitages- Tour auf dem Katamaran selbst mitbringen: Challenge! An der Supermarktkasse wurde ich von der Kassiererein (sie stand von Ihrem Platz auf und verschwand mit dem Geld!) um 100 000 Pesos betrogen - 27,50 €, was meine Laune nicht gerade hob. Raphaela bestand jedoch darauf, sichNOCH EINMAL (ich also zum 5. Mal heute) auf in die Altstadt machen: für Streetfood- Snacks und um rund um die Plaza del Trinidad - wie gestern abend- Leute zu beobachten. Heute war es auf der Plaza noch viel voller als gestern und es gab verschiedenste Tanz- und Breakdance -Vorführungen. Tatsächlich machte das Essen und Zuschauen wieder viel Spaß. Jetzt ist es allerdings schon nach 2 Uhr nachts und ich todmüde. Raphaela schläft längst neben mir. Morgen früh heißt es um-packen für 4 Tage (Katamaran und Baru). O je - mal wieder ganz wenig Schlaf...
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  • 19.8. Erster Tag auf dem Katamaran

    August 19 in Colombia ⋅ ☁️ 30 °C

    Heute Morgen ging es mit kleinem Gepäck und Lebensmittel für die nächsten 2 Tage aufs Schiff. Eine Reisetasche ließen wir im Hotel. Das Taxi brachte uns zum vereinbarten Ort im Hafen. Kurze Aufregung, denn Katrin vermisste plötzlich 1 Million Pesos. „Weg, weg, alles weg“ - Adrenalin-Alarm - alle Aufregung überflüssig: Das Geld war nur in einer anderen Hosentasche. Entspannung für Katrin. Kurz danach kam auch schon der Kapitän Rodriguez mit seinem Dinghi an Land. Er war uns gleich sympathisch. Mit unserem Gepäck waren wir schnell auf dem gepflegten Katamaran. Ich hatte zuvor einige Bedenken. Aber alles war okay an Bord. Kein Segelschiff sondern ein Motorboot. Wir holten noch auf der nächsten Insel Tierra Bomba ein junges deutsches Ehepaar ab (beide 33 J. alt, wohnen in Herrenberg!), die uns abends von ihrer Weltreise erzählten. An Bord war auch Maria aus Cartagena, eine 36jährige Köchin, die Rodriguez seit heute als "Mädchen für vieles" unterstützte. Den Abend verbrachten wir an Deck. Die von uns an Bord gekochten Spaghetti mit der Fertig-Sauce schmeckten uns nach dem Ankern in einer Bucht vor der Insel Rosario bestens. Wie zu erwarten, war es ordentlich heiß. Die Sonne war mal wieder gnadenlos. Das Meer hatte eher die Temperatur vom Warmwasserbecken im Leuzebad.Read more

  • 20.8. Arboles caminan + nächtliches Schwimmen

    August 20 in Colombia ⋅ ☀️ 30 °C

    Direkt nach dem Aufwachen und einem Nescafè bin ich das erste Mal in diesem Jahr auf ein SUP gestiegen. Morgens ist das Meer noch ruhiger. Maria begleitete mich. Es gibt 2 SUP-Boards an Bord - eines mit und eines ohne Finne. Mit Finne ist es viel stabiler, deshalb wollte ich lieber dieses Brett nehmen. Aber als ich merkte, dass Maria noch nie auf einem Board geSTANDEN war, tauschten wir. Sie lernte mit dem "guten" Board mit der Finne sofort, im Stehen zu fahren. Ich dagegen hatte - ohne Finne! - nun ganz schön mit der Steuerung des SUPs zu kämpfen... ;-) Aber als Maria am Katamaran ausstieg, ergriff ich die Chance und fuhr mit dem guten Board auf der anderen Seite der Bucht weiter. Dort entdeckte ich den Zugang zu einem flachen spiegelglatten Salzwassersee: große Freude! Nach dem Frühstück fuhren wir alle im Dingi (kleines Schlauchboot) die 100 Meter zur Anlegestelle der Isla Rosario. Zu Fuß ging es nun in brütender feuchter Hitze auf schmalen Fußpfaden weiter. Rodrigo führte uns zu einem Strand mit dem " besten und billigsten" Restaurant. Wir tranken erst einen Brombeersaft mit Milch (lecker!) und nahmen ein kurzes Bad im ebenso türkisfarbenen Meer wie wir es von Lefkas her kennen. Leider war das Wasser weder so klar noch so frisch wie in Griechenland. Wir bestellten uns eine vegetarische Pizza zu zweit, die zwar nicht billig, aber sehr reichhaltig war. Dann durchqueren wir die Insel an einer der schmalsten Stellen, um zu den von Rodrigo gepriesenen Schnorchelstrand beim teuren Hotel und zu den "laufenden Bäumen" (arboles que caminan) zu kommen. Diese entdeckten wir tatsächlich, aber nach aber nach reichen Fischgründen sah es hier im Wasser wirklich GAR NICHT aus... Wir suchten nun eine Abkürzung zum sogenannten Papageienhaus, zu dem wir uns schließlich durchzufragen versuchten. Dabei kamen wir auch an einem älteren, etwas verpeilt wirkenden Hippie-Künstler vorbei, der auf einer sehr bunt bemalten Terrasse an einer Staffelei malte. Als ich seine Kunst lobte, war er so erfreut, dass er uns sehr stolz zu seinem derzeitigen Projekt - einer kleinen Mangroven-Anzucht in zig Töpfchen – führte. Auch spannend… Das Papageienhaus fanden wir zwar nicht, Raphaela sichtete aber wenigstens einen blaugelben Papagei auf einem Torpfosten am Wegrand (siehe Foto). Ähnlich enttäuschend verliefen unsere nächsten beiden Projekte: 1. Einen sundowner-Cocktail in einer Strandbar trinken. Während zwei Pinacoladas in Cartagena unter 7 Euro gekostet hatten, wollten die hier schon für einen Cocktail mehr als 11 Euro. Das sahen wir dann doch nicht ein und ließen es ganz bleiben.
    2. als Abendprogramm für heute war geplant: BIOLUMINESZENZ in der dafür bekannten „laguna encantada“ zu erleben. Ich hatte von diesem Phänomen der nachts bei Bewegungen aufleuchtenden Organismen im Meerwasser erst vor 2 Monaten erfahren. Meine Freundin Monika hatte das in Peru erlebt und mir sehr begeistert davon berichtet. Daraufhin recherchierte ich, ob, wo und wie wir das auch in Kolumbien sehen könnten. Dadurch stieß ich überhaupt erst auf die Katamarantour und Rodrigo. Wir starteten absichtlich erst nach 21 Uhr, nachdem die vielen Touristenboote die Bucht schon wieder verlassen hatten. Zu sechst und nur in Badekleidung saßen wir im Dingi und kamen schon nach 10 Minuten in die dunkle und nun komplett menschenleere Bucht. Leider war der Umstand, dass erst vor kurzem zig Touristen VOR uns hier herumgeschwommen und das Wasser heftig bewegt hatten, vermutlich (mit?)verantwortlich dafür, dass der „Leuchteffekt“ der Algen nun äußerst bescheiden ausfiel. Auch bei heftigsten Bewegungen und tieferem Abtauchen konnte ich leider nur leichte Lichtfunken erzeugen. Den anderen ging es genauso, aber irgendwie machte uns allen das exklusive Schwimmen im schwachen Mondschein dank des angenehm warmen Wassers doch Spaß. Vermutlich um meine deutlich geäußerte Enttäuschung zu lindern und mich abzulenken, führte mir Rodrigo ein kleines Kunststück vor und fragte, ob ich mir einen Versuch selber zutraue: Man hängt kopfunter UNTER Wasser und hält sich rücklings am Bootsrand fest. Dann schleudert man explosiv beide Beine gleichzeitig nach oben, um schließlich in einer Art Rolle rückwärts über den Rand zu rollen und ins Bootinnere zu kommen. (Es ist ähnlich wie beim Stabhochsprung – aber DAS habe ich im Sportstudium nie geschafft.) Hier gelang es mir tatsächlich auf Anhieb, was auch Rodrigo beeindruckte: ich sei die einzige seiner „Testpersonen“, die das bereits beim ersten Versuch geschafft habe. Angesichts meines Alters machte mich dieses Lob dann doch stolz - sein „Ablenkungsversuch“ war jedenfalls gelungen, hihi! Der Abend endete dank eines Stamperls mexikanischen Mezcal schließlich auch für Raphaela befriedigend und lustig: Rodrigo erklärte ihr Schritt für Schritt, mit welcher Trink- und Atemtechnik sie den Weinbrand richtig genießt, damit sich der Geschmack im Gaumen voll entfaltet. Dabei wurde sie sowohl von mir als auch von Maria gefilmt. Mein „Video“ war dann – unabsichtlich leider nur ein einziges stehendes Bild, was zu allgemeinem Gelächter führte. Marias Video konnten wir aber direkt in den Blog laden. Auf diese Weise endete dieser lange Tag voll diverser kleiner Rückschläge schließlich auch für uns beide noch lustig und zufriedenstellend.
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  • 21.8. Waschbären und Fische füttern, Landgang

    August 21 in Colombia ⋅ ⛅ 32 °C

    Schon kurz vor 7 Uhr Motorgeräusche und vorbeirauschende Wellen vor den Kajütenfenstern: Rodrigo hatte den Anker gelichtet und war bereits Richtung Halbinsel Baru gestartet. Schade - also kein SUP mehr für mich heute morgen. Dafür waren wir heute eines von den ersten Booten - wir wieder zu sechst im Dingi-, die in Baru in der Mangrovenbucht ankamen. Wir saßen wieder zu sechst nur im Badezeug im Schlauchboot- jeder Gast mit einem Pappbecher voll Keksbruch mit Cremefüllung bewaffnet. Die Waschbären warteten offensichtlich bereits auf die Boote, aus denen ihnen Süßes gereicht wird. Sie ergriffen die Kekse gierig, jedoch meistens behutsam. Als noch drei weitere Boote hinter uns in die Bucht einbogen, verließen wir sie wieder. Auf dem Rückweg zum Katamaran war noch Schnorcheln angesagt. Wir sollten die mit Brotstücken angelockten Fische bestaunen. "Wieso hier keine Fütterung mit Keksen?" fragten wir. "Weil Brot nicht so schnell sinkt wie Kekse." Tatsächlich schwebten die Brotbrocken ganz langsam im Wasser nach unten und es kamen 2-3 verschiedene Arten von Fischen in kleinen Schwärmen angeschwommen. Darunter auch einige der dekorativ gelbschwarz gestreiften, die wir auch am Playa Cristal im Tayronapark gesehen hatten. Allerdings machte es mir viel weniger und Raphaela gar keinen Spaß, hier zu schnorcheln: das Wasser stank nach Benzin und war sehr trüb. Sehr schade! Wir verbrachten noch knappe 2 heiße Stunden voller Nichtstun auf dem Katamaran. Wir wurden erst nach 12 Uhr auf der Halbinsel Baru in unserem Hostel erwartet.
    Um die Mittagszeit war das Meer aber bereits viel wilder, d.h. es gab viele und hohe Wellen. Weil es Rodrigo zu mühsam war, beim Katamaran die Anker zu lichten und näher an den playa blanca zu schippern, um vor dem Strand doch wieder ins Dingi umzusteigen zu müssen, fuhren wir zu viert die gesamte Strecke mit dem Dingi über das aufgewühlte Meer. Das dauerte locker 25 Minuten und war ein bumpy ride - also ziemlich angstrengend. Dass Gute war, dass es einen ordentlichen GROSSEN Anlegesteg dort gab und dass unser Hostel quasi direkt an diesem Steg liegt. Je näher wir dem Ufer kamen, desto klarer wurde, dass unser Hostel dort keinesfalls so ruhig und idyllisch gelegen ist, wie wir es uns nach der Beschreibung bei AirBnB erhofft hatten. Dass Gute war, dass es einen ordentlichen GROSSEN Anlegesteg dort gibt und dass unser Hostel quasi direkt an diesem Steg liegt. Je näher wir dem Ufer kamen, desto klarer wurde, dass dieses Hostel keinesfalls so ruhig und idyllisch gelegen ist, wie wir es uns nach der Beschreibung bei AirBnB erhofft hatten. Wir stolperten also mit Trolley und 2 Rucksäcken über steile und unregelmäßige Holztreppen hinter dem englischsprechenden Hostelmanager nach oben. Das Zimmer zum Tarif „Basic“, das wir angeblich hier reserviert hatten, hatte nur ein Doppelbett und keinen Ausblick. Er empfahl uns ein upgrade um über 50 % , damit wir ein größeres Zimmer mit Meerblick hätten. Er zeigte uns ein Zimmer, das sehr dem Baumhaus in Carpe diem ähnelte – gleiches Schilfdach und Balkon mit Aussicht. Nur, dass dieses Zimmer viel größer war und zwei Betten hatte. Wir ließen uns darauf ein. Den Nachmittag verbrachten wir, indem wir uns auf dem vollen schmalen Sandstrandstreifen nach links durchschlängelten zwischen SEHR vielen Menschen in Strandkleidung und fliegenden Händlern, Verkaufsbuden und einfachen, ziemlich heruntergekommenen „Restaurants“ aus Holz mit saftigen Preisen. Am Ende des Strandes ein paar Felsen. Nach guten Badebedingungen sah es hier nicht aus: das Wasser war überall voller Boote und Badender. Am schlimmsten die Jetski-Schnellboote, eine Art Motorräder fürs Wasser, die laut röhrend mitten durch die Badenden durchrasten. Wir waren - gelinde gesagt - entsetzt bei dem Gedanken, dass wir hier zwei volle Tage und Nächte verbringen sollten! Zumal wir herausgefunden hatten, dass es in Laufnähe im "Hinterland" weder einen gangbaren Weg noch ein Dorf mit Läden gab. Hier kam man nur mit Bussen, Taxi oder übers Wasser weg. Auf dem Rückweg versuchten wir es über die Rückseite der Hütten – also in zweiter Reihe. Das war erst recht deprimierend: Hier wurde aller Müll einfach hingekippt. Der Wasserlauf hier parallel zum Strand (eine Art Lagune?) mit flachem, braunem, stehendem und stinkendem Wasser war völlig zugemüllt – es sah viel schlimmer aus als es die fotografierten Ausschnitte vermitteln können. Wir mussten zurück zum schmalen Strandstreifen und kehrten etwas demoralisiert in unser Zimmer zurück. Dort dröhnte inzwischen laute Musik von zwei Seiten herein, so dass an eine Siesta nicht wirklich zu denken war. Fürs Essen waren wir angewiesen auf die Küche unten im Hostel. Das war zwar nicht besonders günstig, hatte aber wenigstens vegetarische Optionen. Die einzigen vorrätigen Getränke waren Bier oder Wasser- keine andere alkoholfreie Option. Etwas Hoffnung schöpften wir als sich nach einem Gewitter der Strand schlagartig leerte. Wie wir später erfuhren, sind die allermeisten Badegäste abends nach 17 Uhr ohnehin weg. Besonders am Wochenende kommen die meisten Kolombianos nur tagsüber her. Abends nach 18.30 gab es auch wieder Strom und Wasser im Hostel, so dass wir froh waren, nun wenigstens darüber zu verfügen… Wir trösteten uns mit dem Gedanken, dass wir in 2 Tagen ja noch einmal für eine Nacht zurück nach Cartagena in das vergleichsweise luxuriöse „Life is good“ Hostel kommen würden!
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  • 22.8. Beach as beach can: Playa blanca

    August 22 in Colombia ⋅ ☀️ 31 °C

    Noch vor dem Frühstück ging es von unserem Meggy Beach-Hostel erst einmal wieder zum 1 km entfernten "linken" Ende des Strandes: So früh am Tag gibt es kaum Badegäste - dafür viele Gastro- Mitarbeiter, die den den Müll vom Vortag mit Besen und Rechen "umschichten" - von rechts nach links und von vorne nach hinten. Denn an diesem Ende des langen, schmalen Sandstrandes (nirgends ist er breiter als 6 - 8 Meter) ist die Küste felsig. In der Hoffnung, hier wenigstens ein paar Fische mit meiner Schwimmbrille entdecken zu können, stürzte ich mich ich in das ca 30 Grad warme Meer. Wie schon gestern bei unserem Fische mit Brot "anfüttern" vom Dingi aus war ich entsetzt, wie milchig-trüb das Wasser auch hier ist und dass es wahrnehmbar nach Benzin und Öl roch. Ich entdeckte trotzdem ein paar Fischlein. Raphaela hatte zwar tapfer Badekappe, Brille und Neoprensocken von mir angezogen, hielt es aber nur ein paar Minuten im Wasser aus. Es war heute fast den ganzen Tag über bedeckt - somit auch nicht so heiß. Wir spazierten deshalb später auch noch den gesamten playa blanca (ca 2 km) nach rechts entlang. Da er längst nicht so voll war wie gestern, machte es uns heute direkt Spaß, die knappen Outfits der drallen Damen im Selfiemodus und die Posen der Beachboys zu bestaunen. Dazwischen immer wieder süße Alte und buddelnde oder plantschende Kinder - siehe Bilder. Die teils halb verfallenen, schäbigen Restaurants und Hostels erschienen uns heute eher pittoresk. Den schönsten, weil ruhigsten und saubersten Abschnitt fanden wir am äußersten rechten Ende des Strandes. Dort bestellten wir uns leckeres Kokoswasser direkt aus der Nuss und unterhielten uns länger mit zwei miteinander verheirateten russischen Frauen, die mit ihrem Sohn seit 13 Jahren in den USA leben. Auf dem Rückweg waren wir dann endgültig entspannt: Wir schauten,bestaunten und fotografierten immer ungenierter die diversen Absurditäten dieses Strandes . 😉 Auch die wirklich lästigen Widrigkeiten des Hostels wie tagsüber komplett abgestellter Strom und fehlendes Wasser bei ALLEN Klos, Duschen und Waschbecken nahmen wir zunehmend gleichmütig hin. Als wir heute auf unserem Balkon nicht nur von einer Seite, sondern von rechts, von links und von unten mit verschiedenenSongs (!) unterschiedlicher Stilrichtungen lautstark beschallt wurden, meinte Raphaela nur: "Das hört sich an wie auf dem Jahrmarkt zwischen den Buden und Karussells" . Dazu noch Gesprächsfetzen von anderen Balkonen sowie das Rauschen der Brandung keine 15 Meter entfernt - ein Medley der besonderen Art! Man gewöhnt sich bekanntlich an alles - außer am Dativ... Den es im Spanischen ja sowieso nicht gibt. Nachmittags planten wir unsere nächsten Aktivitäten in Medellin, wo wir bisher nur ein Hostel für 3 Tage reserviert haben. Unser Flug dorthin geht übermorgen sehr früh am Morgen.Read more

  • 23.8. Último día en la costa

    August 23 ⋅ ☁️ 31 °C

    Katrin: Morgens kurz vor halb sieben strahlte bereits die Sonne. Das sah nach einem gnadenlos heißen Sonntag aus. Also jetzt oder nie: ich war weit und breit die einzige Person am oder im Wasser, so dass ich direkt vom noch bootsfreien Dock ins Wasser springen konnte. Mitten rein in einen Schwarm von Hunderten von etwa kleinfingerlangen, schmalen, silbrigen Fischlein. Das Wasser war wie immer warm und milchig. Gestern war es eine Bierdose, heute ein Badeschuh, die ich vom Meeresboden holte und am Strand Leuten übergab, die sie hoffentlich woanders entsorgten. Jetzt ist es halb eins mittags. Ich sitze wieder am selben Platz wie gestern mit Raphaela und fülle meinn Elektrolyt-Spiegel mit Kokoswasser auf. Da unser Schnellboot nicht vor 14.30 Uhr kommt, hab ich mich noch einmal an das schöne Strandende rechts von uns aufgemacht - 30 Minuten strammes Gehen. Raphaela wollte sich keine ganze Stunde der sengenden 🌞 aussetzen und blieb auf der Terrasse im Hostel. Auf dem Rückweg klaubte ich nebenher eine Plastiktüte voll Müll auf, während es begann, bedrohlich zu donnern. Und jetzt - 14 Uhr - regnet es in Strömen.
    Raphaela berichtet weiter: Die Taschen waren gepackt. Wir warteten etwas misstrauisch auf das angebliche "Speedboat". Es wimmelte von Menschen am Strand. Dann plötzlich wurden wir mit etwa 30 weiteren Strandbesuchern auf ein altes Holzboot verfrachtet. Schwimmwesten wurden angelegt. Dann bretterte das alte Ding mit anderen Booten um die Wette. Wir fühlten uns wie auf einem Pferd im Galopp. im Rhythmus der Wellen den Hintern heben, um die harten Stöße abzufedern. Nach einer Stunde war der Ritt beendet. Vorbei an riesigen Frachtschiffen und mehreren Marineschiffen, die angeblich zum Aufspüren von Drogentransporten genutzt werden. Ein Eis (Kokos-lecker) an Landberuhigte uns wieder. Der Weg zum Hotel war kurz. Katrin wurde zunehmend vom Hunger geplagt, sodass wir kurz vor 8 Uhr wieder aufbrachen. Wir landeten in einem riesigen eisgekühlten Restaurant mit megalauter Musik. An Restaurantwechsel war nicht zu denken, zu groß war der Hunger von Katrin. Mein Ceviche war lecker, der Rest eher ok. Dann schnell raus, bevor wir Frostbeulen und einen Hörsturz riskierten. BEIM Verlassen des Lokals noch ein kurzes Posing zusammen mit einem jungen Kolumbianer, der unbedingt mit zwei deutschen Touristinnen fotografiert werden wollte. Dann noch ein letzter Pinacolada-Cocktail am Plaza de la Trinidad zum Abschied bei leichtem Regen. Ein bisschen mittanzen auf dem belebten Platz. Jetzt schnell ins Bett, - um 5.30 Uhr klingelt der Wecker.
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  • 24.8. Flug nach Medellin, Communa 13

    August 25 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Diesen Flug hatte Nancy bereits in Kokkos Beach für uns gebucht. Wir waren schon vor 7 Uhr per Taxi am Flughafen. Hier lief alles wie am Schnürchen. Bis auf ein katrintypisches Missgeschick: Der freundliche Hostelboy von Carpe diem hatte uns in die Frühstückstüte aus Papier Granola - Haferflocken plus 2 Becher mit Deckel (leider keine Flaschen!) mit Milch und Obst gepackt. Am Flughafen stopfte ich die Tüte eilig - OHNE vorher reinzugucken- in meinen Handgepäcksrucksack und es kam, wie es kommen musste: bereits in der Schlange vor dem Checkin-Schalter ergoss sich die Milch aus der Tüte in meinen Rucksack und auf den Boden... :-(( Wir kauften uns dann 2 Zimtschnecken zum Kaffee ;-) Der Flug selbst war wunderbar: tolle Sicht auf die Berge und später auf die Hochhäuser von Medellin. Raphaela saß neben einem stark schwitzenden, hypernervösen jungen Kolumbianer, der nonstop zappelte. Sie vermutete, dass er entweder frisch auf Entzug war oder unter schwerer Flugangst litt. Ich hatte es besser getroffen: meine ca 70jährige Nebensitzerin, eine Universitätslehrerin aus Mompax, sprach gut englisch und wir unterhielten uns die ganze Zeit über bestens. Sie musste noch weiter nach Bogota fliegen, wo sie einen katholischen Kongress besuchen wollte. Wie schön, dass ich ich diesmal bei der Landung ohne Ohrendruck davonkam! Direkt hinter dem Gepäckband wurden Tickets für den Flughafenbus in die Stadt verkauft. Der entpuppte sich als sehr flott und brachte uns in ca einer guten halben Stunde in die Innenstadt. Ein sehr hilfsbereiter Herr begleitete uns direkt zur Metrostation . Damit nicht genug, spendierte er uns auch den "Eintritt" durch die Schranken. d.h. unsere ersten beiden Fahrten. Es gab an dieser Station nämlich keine Möglichkeit, eine aufladbare Metrokarte zu erwerben. Das holten wird aber schnell bei der nächsten nach. Bei "unserer" Station Estadio am Stadion von Laureles schulterte Raphaela ihren schweren Rucksack und ich schnallte ihren kleinen noch auf meinen Trolley. So bepackt suchten und fanden wir nach 25 Minuten das Hostel. Die Hostel-Betreiberin Fanny spricht nur Spanisch: challenge accepted - ich kratzte noch die letzten Brocken zusammen. Unser Zimmer hat leider kein Fenster nach außen, aber dafür 2 Betten und ein eigenes kleines Bad auf dem Innenhof.. Raphaela überließ mir das große Bett, erwähnte aber in den ersten DREI (!) Nächten mit keiner Silbe, dass ihr das schmalere Bett VIEL zu hart war. Auch aufgrund meiner Magendarm-Probleme am nächsten Abend litt sie still und schlafarm vor sich hin... 😞 Wir hatten für den Nachmittag eine freewalking-Tour in der Communa 13 gebucht. Das ist das ehemalige Horrorviertel mit der höchsten Drogen- bzw. Kartell-Kriminalitätsproblematik des Landes. Aber seit die Regierung 1995 die berühmten Rolltreppen bauen ließ und immens in soziale Projekte vor Ort investierte, ist es zum Vorzeigeviertel der Stadt mutiert. Wir wurden exklusiv nur zu dritt von Sebastian, einem jungen "local guide" dort herumgeführt. Schön für uns war, dass Matteo, ein 30jähriger palestinensischer Arzt aus Jerusalem der einzige weitere Teilnehmer war. Er hatte Medizin in Marburg studiert und war äußerst kommunikativ. Die Ausblicke in der abendlichen Beleuchtung waren grandios! Inzwischen wird das Viertel vermutlich zu 80 Prozent von Touristen bevölkert. Dementsprechend ist alles voller Buden und verkitschter Souvenirshops- gruselig! Unsicher fühlten wir uns hier keinen Augenblick. Im Gegenteil: Nach einem Fastfood- Abendessen kehrten wir trotz der späten Stunde (nach 21 Uhr) mit Bus, Metro und zu Fuß in unser Hostel zurück. Davor wird in jedem Reiseführer gewarnt. Aber alle, die wir gefragt hatten, versicherten uns, dass Laureles eine komplett sichere Wohngegend sei. So war es und so blieb es für uns auch bis wir das Viertel verließen.Read more

  • 25.8. Guided Tour / Seilbahn / Katrin krank

    August 25 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    RAPHAELA: Um 9.00 Uhr morgens startete an einer Metrostation unsere nächste Tour mit Jorge, dem Stadtführer (der aussah wie Tobias Moretti) und zwei weiteren Teilnehmern aus Polen. 3 Stunden stramme Tour durch verschiedene Stadtviertel. Jorge ist Wirtschaftsprofessor, am Spätnachmittag wollte er noch Vorlesungen halten. Besonders beeindruckt hat uns die Palastkunstgalerie, der Boteroplatz mit seinen mächtigen Skulpturen, sowie der Inflexión Memorial Park. Der Park ist ein Gedenkort auf dem Gelände ehemaligen des luxuriösen Mónaco-Gebäudes von Pablo Escobar. (Das Gebäude wurde einige Jahre nach seinem Tod gesprengt und entfernt.) So erinnert der Platz heute an die Opfer der Gewalt und Drogenkriege in Medellín und soll zum Nachdenken über die Vergangenheit der Stadt anregen. Im Park wurde unter anderem eine lange Wand mit 46000 Löchern (wie Einschusslöcher) errichtet, die an die Opfer dieses Konflikts erinnern.
    KATRIN: Abends nach der Rückkehr ins Hostel ging es mir plötzlich sehr schlecht. Kurz vor 8 habe ich die Reste des (fleischlosen!) Mittagessens wieder von mir gegeben und liege jetzt im Bett. Schau mer mal.
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  • 26.8. Tagesausflug mit Felsbesteigung

    August 26 in Colombia ⋅ ☁️ 24 °C

    Morgens sollten wir schon schon um 7.45 Uhr in unserer Wohngegend abgeholt werden. Deshalb quälten wir uns kurz nach 6 uhr aus den Betten. Das fiel besonders mir schwer nach dem gestrigen Übelkeitsabend. Aber ich wollte mir den berühmten Fels nicht entgehen lassen. Bauchmäßig gings mir morgens viel besser, aber das Kopfweh von gestern abend hielt leider auch heute noch den ganzen Tag über an - trotz Paracetamol. Und ich fühlte mich schon noch etwas geschwächt. Wir waren heute 12,5 Stunden unterwegs - davon mehr als 4 Stunden eng eingepfercht im Bus. Das Ganze war ein rundumbetreuter, durchorganisierter, englischsprachiger Ausflug mit 40 Fahrgästen allein in unserem Bus vom Typ "Kaffeefahrt". .. Losfahren, anhalten, alle raus aus dem Bus - Programmpunkt, wieder schnell einsteigen - nächster Programmpunkt... HILFE!!!
    08.05 h: Abholung in Laureles, nahe beim Hostel durch einen noch ganz leeren Riesenbus.
    8.45 h:Abfahrt von Poblades mit insgesamt 2 Reisebussen.
    10.00 h: Frühstück und Klogang in einem offenen Restaurant an der Straße
    10.40 h: Kurzbesuch in einem privaten Nutztier- Streichelzoo mit Lamas, Alpakas, Eseln, Ziegen, Schwein, Wasserbüffel, Pferden, Schafen, Hühnern, Katzen...
    11.30 h: Bootfahrt auf dem Stausee mit Aussicht auf die zerstörte Villa von Pablo Escobar und intakte Villen von diversen kolumbianischen Promis
    13.00 h: Ankunft per Bus im Bilderbuch- Örtchen Guatape, dort kurze Führung und gemeinsames Mittagessen in einem Restaurant: Suppe, Hauptspeise und ein Glas Zuckerrohrlimonade für sensationelle 4,13 Euro pro Person! Für mich waren Kürbisuppe, etwas Reis und Gemüse heute die perfekte Schonkost.
    ab 14.30 h: Freigang im Ort. Der ursprüngliche Ort wurde 1916 vor der Flutung des Tales für den Stausee (zur Elektrizitätsgewinnung) komplett geräumt und an der heutigen Stelle neu aufgebaut. Seit 1919 sind dreidimensionale knallbunte Wandbilder - Halbreliefs aus Beton/Zement - an den Sockeln der Häuser - sogenannte Zócalos- das Markenzeichen von Guatape. Sie werden liebevoll instand gehalten und es gibt auch ein eigenes Zocalo- Museum hier.
    15.15 uhr: Weiterfahrt zu LA PIEDRA, dem berühmten Felsen. Dieser riesige Monolith entstand vor 800 Mio Jahren durch Magmaaustritt.
    15.45 - 17.00 h Erklimmen des Felsens auf 740 hohen Stufen - über 200 Höhenmeter. In feuchtheißer Schwüle. Ticket für 10 Euro, Fast 25 Minuten
    benötigten wir dafür in unserem geschwächten und hitzegeplagten Zustand. Wir lagen damit aber noch voll im Durchschnitt. (Der Rekord liegt bei gut drei Minuten) Danach gönnten wir uns ein Eis zum Mitnehmen. Die Rückfahrt hatte nun nur noch 1 WC-Stopp. In dem mit 8,6 km zweitlängsten Tunnel Lateinamerikas kurz vor Medellin schliefen wir fast ein.
    19.15 Uhr zurück in Poblades. Raphaela und ich mussten jetzt noch gut 30 min Fußwege plus 8 Metrostationen hinter uns bringen - in brechend vollen Zügen. Nach einer Suppe in einem Imbissrestaurant unterwegs kamen wir gegen 21 Uhr ziemlich erschöpft im Hostel an.
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  • 27.8. Lachende Metro und schockierendes Medellin

    August 27 in Colombia ⋅ ☁️ 28 °C

    Den heutigen Morgen haben wir im Hostel verbracht und die nächsten Tage geplant. Ich habe noch etwas Schlaf nachgeholt, meine Matratze ist zu hart. Deshalb Betten getauscht, Katrins Bett ist bequemer. Sie wird die nächste Nacht in meinem Bett verbringen. Danach ging’s wieder auf die Gass. Im nächsten Lokal gab’s für mich erstmal gegrillten Schweinebauch und für Katrin Fischsuppe. Wir wollten danach die Vielfalt der kolumbianischen Früchte in einem Groẞmarkt kennenlernen und noch in ein Museum für modere Kunst. Aus beiden Ideen wurde jedoch nichts. Dazu gleich später. Es ging erstmal zur Metrostation. Dort wurde uns eine kleine Vorführung zur "Metro der Zukunft" geboten. Die beiden Darsteller gaben sich große Mühe. Die Darbietung interessierte jedoch keinen außer uns. Nach drei Stationen mussten wir umsteigen. Kurz danach begann UNSERE Nummer. Wir beide wurden in die völlig überfüllte Metro gepresst. Katrin schaffte es bis zur Mitte, hinter mir schloss sich nur mühsam die Tür. Luft anhalten - Bauch einziehen: Für eine Station halten wir das aus! An der nächsten Station wollte ich schnell raus. Besorgte ältere Damen zerrten mich wieder rein, was sie mir zuriefen, verstand ich nicht. Ich versuchte es wieder, vergeblich !!! Sie zerrten mich erneut zurück ins Abteil. Nach einem weiteren Versuch gab ich auf. Katrin hätte es erst recht nicht nach draußen geschafft - so voll war es. Die Türen schlossen sich, die Metro fuhr weiter. Und jetzt kapierten die überaktiven hilfsbereiten Frauen das Missverständnis. Zuerst kicherten nur ein paar, dann lachten alle Fahrgäste lauthals und amüsierten sich köstlich. Auch ich konnte nun nicht mehr aufhören zu lachen, während Katrin nur fassungslos aus der Wäsche schaute. An der folgenden Station wurden wir endlich aus der Bahn geschoben. Als wir nach 30 Minuten Fußweg beim Großmarkt ankamen, waren leider schon fast alle Stände geschlossen. Das Kunstmuseum anschließend ebenfalls. Zwischen dem Markt und dem Kunstmuseum wurden wir allerdings mit der Verelendung der Menschen in diesem Viertel konfrontiert: wir kamen vorbei an verwahrlosten Männern, die im Abfall wühlten und anderen, die schlafend auf der Straße lagen. Wir sahen Personen, die irgendwelche Drogen konsumierten, und andere, die mit leerem Blick vor sich hinstarrten. Dazwischen total fertige Frauen, die auf Freier warteten. Gleich danach beginnt die offizielle "zona rosa", der Prostitutionsbereich. Es war ein krasser Szenenwechsel zu unserer geführten Tour vorgestern - nur wenige Straßen von hier entfernt. Am Boteroplatz - mit 23 Riesen-Skulpturen des Meisters - wurden wir noch von einer Gruppe Polizisten angesprochen, die sich mit einer kleinen Aktion präsentierten. Im Hostel fanden abends noch zwei "Pinsel-Aktionen" gleichzeitig statt: Ich färbte Katrin den grauen Haaransatz, daneben strich ein Praktikant die Wand weiß. Schließlich gönnten wir uns noch ein Bier vor dem lästigen Packen für die morgige Abreise.
    NACHBEMERKUNG von Katrin: Jedes Mal, wenn wir heute an die unfreiwillig komische Metrosituation dachten, prusteten wir wieder von neuem los. Besonders Raphaela bog sich vor Lachen und konnte sich kaum beruhigen - siehe Fotos.
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  • 28.8. Teil 1 der Reise ist beendet

    August 28 in Colombia ⋅ ☁️ 29 °C

    Achtung: Ich versuche heute eine neue Reise zu erstellen. Wieso? Wegen der sehr vielen Fotos und langen Texte ist das erste Buch, das ich hiervon drucken lassen möchte, sicher schon übervoll... Dasselbe habe ich bei der Indien- Nepal- Reise gemacht - damals waren es 3 Teile. Es könnte sein, dass wir all unseren Leserinnen einen neuen Link senden müssen. Ich hoffe nicht! Gib gerne jemand Bescheid, OB ihr Teil 2 mit dem bisherigen Zugang lesen könnt oder nicht. Besonders die, die NICHT registriert sind. Parallel möchte ich aber auch die noch fehlenden und unfertige footprints hier im ersten Teil ergänzen. So dass hier auch noch manches Neue dazu kommt... Also: bleibt dran!Read more

  • Nachtrag zum 16.9.: Von uns probierte Früchte

    September 16 in Germany ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich möchte Teil 1 unserer Reise nun auch zum Drucken freigeben. Da sich Teil 2 bereits im Druck befindet, kann ich meine Notizen von unserer Foodtour in Bogota leider nur noch hier anhängen. Ich habe Raphaela versprochen, dass ich die handschriftlichen Notizen noch tippe und ihr gebe. Keine Ahnung, ob sie ihr viel nützen, denn wir haben die Namen der Früchte nur auf englisch und spanisch gehört. Es geht also nur darum, sich besser zu erinnern. Und vielleicht kann man weitere Informationen darüber so leichter im Internet finden?
    In Kolumbien gibt es etwa 2500 verschiedene essbare Früchte
    Die erste uns unbekannte Frucht, die wir schon bei Nancy zuhause kennen lernten, ist
    GUANABANA (engl. soursop) groß, eiförmig, grün – innen glitschig weiß
    schmeckt ähnlich wie Litchee

    Kolumbianische Früchte, die uns Victor in der Markthalle in Bogota probieren ließ:
    1 COROZO kleine gelb-rote, dunkle beerengroße Früchte aus der Kokosnuss-Familie, dicke Haut (vglbar schwarze Johannisbeere), schmeckt etwas wie Hibiskus, Kerne muss man ausspucken Herkunft: Karibik / Zentralamerika
    2 COCONUT APPLE das Innere einer bereits gesprossenen Kokosnuss, schmeckt manchmal fast salzig
    Herkunft: Pazifikküste
    3 GUAYABA AGRIA (engl. sour guava) schmeckt sauer, für Fruchtwein, Eiscreme, Smoothies
    man kann entweder Salz oder viel Zucker dazu nehmen
    4 BOROJO Frucht mit dünner Haut
    5 GRANADILLA runde gelbe Früchte, man gibt sie Babies gegen Koliken, man kann sie wie ein hartgekochtes Ei am Knie / Kopf etc. aufschlagen, damit die Schale aufgeht
    Herkunft: Nördliche Anden
    6 PEPINO DULCE „süße Gurke“ eine lange Frucht aus der Auberginen- und Tomaten-Familie,
    schmeckt ähnlich wie Honigmelonen
    7 LULO oder NARANJILLA (engl. little orange) Form rund, Farbe orange, schmeckt etwa wie eine sehr
    saure Kiwi, wir bekamen süße Kondensmilch dazu, Lulo wird oft als Saft konsumiert,
    kommt aus der Tomatenfamilie
    8 DRAGONFRUIT (engl.) es gibt 16 verschiedene solcher Kakteenfrüchte,
    hat weißes Fruchtfleisch mit vielen schwarzen Kernen
    9 HIGO (engl. prickly pear), hat viele Kerne, schmeckt ähnlich wie Papaya
    10 BAUMTOMATE oder ANDENTOMATE: schmeckt als Saft, geht auch roh,
    kannten wir schon vom Markt in Villa de Leyva
    11 LAUREL aus der Lorbeerfamilie, zu der auch Avocado und Zimt gehören
    12 GUATEMALAN AVOCADO, haben wir zusammen gegessen mit
    CULONAS (engl. big ash ants) gerösteten Riesenarsch-Ameisen
    13 ACHACHAIRU (bolivianischer Mangosteen), kleinere Frucht mit dickem Kern,
    floraler Parfümgeschmack
    14 CUCAMELON (Babygurke, engl. sour cucumber), klein, grüne und ziemlich harte Schale
    Herkunft: Mexico
    15 PHYSALIS PERUVIANIA
    16 RAMBUTAM rote Igelfrucht, großer Kern, schmeckt wie Traube, kommt aus der Lychee-Familie
    17 GULUPA lila Passionsfrucht mit schrumpeliger Schale, aus der Granadilla-Familie
    18 PINK GUAVA schmeckt etwas floraler als die „sour guava“
    19 MARACUYA (engl. purple passionfruit)
    20 SOUTH AMERICAN SAPOTE die äußere Schicht ist weiß, innen tiefes orange, hat festes Fleisch,
    schmeckt etwas wie Karotte
    21 PINEAPPLE GUAVA oder BRASILIAN GUAVA klein, grüne Schale schmeckt nach Menthol
    wie Tigerbalsam oder Kaugummi
    22 BANANA eine Passionsfruchtart (von insgesamt 170 Passionsfruchtarten) ziemlich sauer,
    wurde für Ceviche genützt bevor es in Kolumbien Zitronen / Limonen gab
    23 (nur gezeigt) riesige rote Gurke, die an schlingenden Ästen hängt, kommt aus der Familie der
    Luffaschwämme, Name?
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    Trip end
    August 27, 2026