Anuradhapura
March 13, 2018 in Sri Lanka
☁️ 29 °C
Heute gibt es viel nachzuholen; das Wetter scheint ganz in Ordnung zu werden und so starten wir um 09:00 und werden erst um 18:00 wieder im Hotel sein.
Auf dem Weg zur ersten Königsstadt Sri Lankas - Anuradhapura (Fahrzeit ca. 2 Std.) – biegen wir ab und besuchen einen Ashram der traditionellen indischen Heilkunst Ayurveda. Von einer ausgebildeten jungen Ärztin erfahren wir aus erster Hand, wie Ayurveda wirkt und wie die heilenden Medikamente sowie die natürlichen Öle hergestellt werden. Eine Kräuteressenz dürfen wir probieren. Nun wissen wir, wo Jägermeister sich zu seinem Rezept inspirieren ließ.
Dann geht es weiter zur ältesten Königsstadt Anuradhapura, einem UNESCO-Welterbe. Der Aufstieg der Stadt begann mit dem ersten buddhistischen Königs 259-210 v. Chr. Die riesige Stupa Ruanveli Seya Dagoba (107 Meter hoch) umrunden wir zusammen mit zahlreichen Pilgern. Eine große Gruppe von pilgernden Mönchen besucht mit uns das Naturdenkmal Sri Maha Bodhi, einen Ableger des Feigenbaums, unter dem Buddha Erleuchtung erlangte (diesen Baum gibt es nicht mehr). Er gilt als der älteste Baum Asiens - ein magischer Ort.
Unser Guide fragt uns auf der Rückfahrt, ob wir noch Lust haben, das Dorfleben kennenzulernen. Das Ganze stellt sich dann doch eher als das Cloppenburg von Sri Lanka heraus. Irgendeiner im Ort muss auf die glorreiche Idee gekommen sein, das Dorf zu vermarkten. Und nun hat jeder in der Gemeinde sein Auskommen durch die zahlreichen Touristen. Erste Station: Rauf auf einen Ochsenkarren. Nach den ausgiebigen Regengüssen sind die Wege völlig aufgeweicht und die Ochsen haben ihre Last mit uns. Wir sind froh, von den ruckeligen Karren runterzukommen. Der muntere kleine Dorfvorsteher gönnt uns aber keine Pause, sondern jagt uns zu den Katamaranen. Ein großes Wort für zwei Plastikschläuche, die mit einem Brett verbunden sind. Uns erwartet eine sehr schöne Fahrt über einen See, die Ruhe wird nur unterbrochen von den Ansagen des Dorfvorstehers zu irgendwelchen Vögeln rechts und links. Und wenn es gerade keine neuen Vögel zu sehen gibt, summt der Gute alte ceylonesische Weisen vor sich hin. Dazu hat er sich wohl von den Gondeln in Venedig anstecken lassen. Um das Entertainment perfekt zu machen, übergibt er uns aus Seerosen gebastelte Hüte. Die sehen ein bisschen aus, als hätte Däniken hier sein Unwesen getrieben. So stellt man sich jedenfalls die Kopfbedeckungen der Marsmenschen vor.
Wir erreichen unser Ziel. Über einen Anleger, der offenbar von den Kindergartenkindern gebastelt wurde, kommen wir sicher an Land und werden nun in die Küche Sri Lankas eingeführt. Im ersten Schritt raspeln wir Kokosflocken. Dann wird ein Brotteig angerührt und während dieser über offenen Feuer gart, wird die Auflage zubereitet. Chilli und Zwiebeln werden mit einem Stein zerrieben, dann kommen unsere Kokosflocken dazu. Statt Geschirr wird ein geflochtener Korb mit einem Bananenblatt ausgelegt. Das inzwischen gegarte Brot mit unserer Paste draufgelegt. Fertig. Das schmeckt richtig gut, wenn man es scharf mag …
Auch wenn es sich natürlich um ein typisches Touristen-Event handelt. Insgesamt ein sehr berührender Ausflug. 100 Punkte für den Dorfvorsteher und seine Untertanen.Read more


























