• Nicaragua - das Land der Vulkane 🌋

    19. mar.–4. apr., Nicaragua ⋅ ☀️ 23 °C

    Mit dem Bus ging es knapp 12 Stunden von El Salvador über Honduras nach Nicaragua mit dem Ziel León. Die Grenzübergänge liefen nicht ganz reibungslos und gerade in Honduras wurde man als Tourist beim Eintritt erst einmal abgezockt – fehlendes Wechselgeld, schlechte Kurse, keine Kartenzahlung. Dennoch kamen wir sicher in León an und checkten in unser Hostel ein. Die Temperaturen lagen mittlerweile bei 34 Grad und wir waren sehr froh, unseren Reisetag geschafft zu haben. 🥵

    León ist eine der ältesten Städte Mittelamerikas und Ausgangsort für einige der insgesamt 19 Vulkane (8 davon aktiv) des Landes. Über die Company „Volcano Days“ buchten wir einen „Sunset Trip“ zum nahegelegenen Vulkan Cerro Negro. Mit dem Bus angekommen, griffen wir uns jeweils ein Sandboard, das wir anschließend eine Stunde den Vulkan hinauftrugen. Mit den Boards wollten wir uns den späteren Abstieg erleichtern. 🏄‍♂️

    Oben angekommen erkundeten wir erst einmal die Vulkanlandschaft und den Krater. Der Boden hier oben ist teilweise extrem heiß – aufgrund der unterirdischen Lavaströme. Gegen 17:30 Uhr ging dann das Sandboarding los. Der Reihe nach legten wir uns auf die Bretter und fuhren – mal schneller, mal langsamer – die knapp 500 Meter zurück an den Fuß des Vulkans.

    Auf der Rückfahrt wurden die Busse zu „Party-Bussen“ umfunktioniert und es wurde Rum-Cola bei Latino-Musik verteilt. 🍹 Der Trip hat uns insgesamt gut gefallen und wir würden ihn definitiv empfehlen. Ansonsten haben wir uns hier noch die Stadt angeschaut und die weitere Reise geplant.

    Diese sollte uns als Nächstes nach Ometepe führen. 🏝️ Eine Insel im Süden des Landes, die aus zwei Vulkanen besteht und die Form einer Erdnuss hat. Die Insel sollte einer der schönsten Stops unserer gesamten Reise werden und statt der geplanten fünf Tage blieben wir eine Woche, weil es hier einfach viel zu viel zu erleben gibt. Die Zeit blieben wir im „Bullshark Hostel“, das direkt an einer Bananenplantage liegt. Das könnte auch der Grund sein, weshalb wir uns das Zimmer eine Nacht mit einer Tarantel teilen mussten. 🕷️

    Mit dem Roller umrundeten wir die gesamte Insel und machten früh morgens eine Kajaktour durch den Fluss „Rio Istián“, bei der wir einige Kaimane, unzählige Vögel und Fledermäuse sahen. 🐊

    Das eigentliche Highlight wartete aber mit den beiden Vulkanen auf uns. Den ersten Aufstieg machten wir gemeinsam mit einem deutschen Pärchen aus unserem Hostel auf den aktiven Vulkan Concepción. Und wow – hatte es dieser in sich. Für uns ging es knapp fünf Stunden bei sengender Hitze durch Wälder, Felsen und Geröll langsam nach oben, bis wir den Krater auf 1610 Metern erreichten.

    Am Kraterrand brachte ein Wolkennebel wenigstens etwas Abkühlung und wir konnten den ausströmenden Schwefeldampf aus dem Inneren sehen. Gemeinsam mit unserem Guide machten wir eine bitter nötige Pause und tankten Energie, die wir noch brauchen sollten. Die Aussicht und der Blick über Ometepe entschädigten zum Glück für unsere Strapazen.
    Der Weg hinunter war vermutlich schwieriger als hinauf, da es keinen richtigen Pfad gab und man über das Geröll nach unten rutschte und versuchte, nicht umzufallen. Am Ende schafften wir aber auch dieses Abenteuer, welches sich in den nächsten Tagen deutlich in unseren Oberschenkeln bemerkbar machte.

    Bis der Muskelkater vorüber war, erkundeten wir weiter die Insel und trafen uns auch wieder mit Marcel und Nicole, mit denen wir uns gut verstehen und die eine ähnliche Mittelamerika-Tour machen.

    Für Antras Geburtstag wollten wir dann wieder etwas „Besonderes“ machen und entschieden uns daher für den noch verbleibenden Vulkan der Insel. 😅 Der Vulkan Maderas ist komplett bewachsen und besitzt einen Nebelwald, der das Wandern extrem matschig macht. Dieser Auf- und Abstieg dauerte ebenfalls etwa neun Stunden, war aber etwas weniger (wenn auch immer noch) anstrengend. Das Highlight von Maderas ist ein Kratersee, den wir allerdings aufgrund des Nebels nicht sehen konnten. Dennoch gefiel uns auch dieser Vulkan sehr und wir sahen viele Tiere, darunter verschiedene Affen und natürlich auch wieder eine Schlange auf dem Weg. 🐍🐒 Nach der Anstrengung tranken wir noch Smoothies und aßen etwas in unserem Stammcafé. 🍹

    Nach acht Tagen auf der Insel ging es für uns dann weiter zur Kolonialstadt Granada, die als eine der schönsten Städte Zentralamerikas gilt. Aufgrund der Hitze entschieden wir uns hier aber recht schnell, weiterzureisen, und verbrachten die letzten Tage an einem vulkanischen Kratersee – der „Laguna de Apoyo“. Mit dem „Paradiso Hotel“ hatten wir einen direkten Zugang zum See und konnten uns jederzeit Kajaks ausleihen. Auch Beachvolleyball und Tischtennis spielten wir. Die Zeit hier war super entspannt und die Tage haben uns sehr gefallen.

    Als Fazit unsere zwei Wochen finden wir Nicaragua als Land super abwechslungsreich und dabei noch sicher und recht preisgünstig. Vor allem Ometepe können wir absolut empfehlen. Für uns geht es jetzt weiter nach Panama. 🇵🇦
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