Nanga Parbat ... Facts
September 5, 2024 in Pakistan ⋅ 🌙 6 °C
Erneuter Bildungsauftrag zum Nanga Parbat, auch deutscher Schicksalberg oder Killer Mountain genannt.
Nanga Parbat, der neunthöchste Berg unseres Planeten, ist der westlichste Achttausender des Himalaya. Er liegt in Gilgit-Baltistan, dem pakistanischen Teil der umstrittenen Region Kaschmir.
Der Name Nanga Parbat (Urdu ننگا پربت) geht über Hindi zurück auf Sanskrit nagna-parvata "nackter Berg".
Nanga Parbat ist kein einzelner Gipfel. Er besteht aus einer 20 km langen Reihe von Gipfeln und Gebirgsrücken, mit dem 8125 m hohen Hauptgipfel. Von "Fairy Meadows" aus sieht man "nur" die beiden ca. 7800 m hohen Nordgipfel 1 + 2, die den etwas südlich gelegenen Hauptgipfel verdecken.
Infolge der Plattenkollision zwischen der eurasischen und der indischen Kontinentalplatte wächst der Nanga Parbat jährlich um 7 mm und ist angeblich der am schnellsten wachsende Berg der Erde.
Er ist die größte sichtbare, freistehende Massenerhebung der Erde. Der Höhenunterschied zum 25 km entfernten Industal (und Karakorum Highway) beträgt etwa 7000 m. Die sog. Rupal-Flanke ist mit ca. 4600 m die höchste Gebirgswand der Erde. Deren erste Durchsteigung gelang 1970 Reinhold und Günther Messner, letzterer kam beim Abstieg ums Leben.
Der Nanga Parbat gilt unter Alpinisten als einer der anspruchsvollsten Achttausender und mithin als einer der am schwierigsten zu besteigenden Berge der Erde.
Es gibt drei Kletterrouten mit den entsprechenden Basislagern: Rupalwand (Ostwand), Raikot-Fairy Meadow-Wand (Nordwestwand) und Diamirwand (Westfront).
Die erste Besteigung über die Raikot-Flanke fand während einer von Karl Herrligkoffer geleiteten deutsch-österreichischen Expedition statt.
Hermann Buhl erreichte den Gipfel am 3. Juli 1953 in einem legendären 41- stündigem Alleingang ohne Sauerstoff, jedoch unter Einnahme von Pervitin.
Dieser Triumph befreite das deutsche Himalayabergsteigen, denn in den Jahrzehnten des vergeblichen Anrennens hatten Unglücksfälle und gescheiterte Expeditionen mit zahlreichen Toten den Nanga Parbat zum Trauma gemacht und die Bezeichnung vom "deutschen Schicksalsberg" geprägt (Killer Mountain).
Die Todesrate des Nanga Parbat ist bis 1990 mit 43 Prozent die höchste aller Achttausender (77 Todesfälle pro 100 erfolgreiche Besteigungen).
Quellen:
- https://www.alpinclub.com/nangaparbat.html
- https://de.m.wikipedia.org/wiki/Nanga_ParbatRead more




TravelerAlles schon mal gehört, doch nun davor zu stehen macht das erst greifbar, oder? Phantastisch!
Traveler77 % Todesrate? Übersetze ich das richtig? Nur jeder Vierte überlebt dieses Abenteuer?
TravelerAnscheinend bis ca. 1990. Die Jungs haben sich anfangs am Berg die Zähne ausgebissen. Heute sind wohl die techn Bedingungen besser.
Traveler77% deaths/ascents heißt: 77 Tote auf 100 erfolgreiche (=nicht-tödliche) Besteigungen. Also ca. 4 von 7 überleben, nicht 1 von 4. (Und alles vor 1990; inzwischen viel sicherer) Jedenfalls wird das so i.A. im englischen Sprachraum definiert. Die deutsche Wiki-Seite, die die (englische) Grafik verwendet, liegt mit ihrer anderslautenden Interpretation (vermutlich) schlicht falsch.
Traveler👍
TravelerWahnsinn!!!!