• Nangma Valley Trek I

    September 20, 2025 in Pakistan ⋅ ☀️ 4 °C

    Nach unserer Ankunft in Kanday, empfängt mich die hiesige "Kanday Mafia", mit ihren speziellen, nicht offiziellen Gebühren für das Nagma Valley. Sie haben sich wohl seit kurzem entschieden, dass dieses wenig besuchte Seitental auch vom Tourismus - besonders vom ausländischen - profitieren soll. Für den Besuch des Tales wird eine Gebühr von 1.500 PKR erhoben. Ein lokaler Guide kostet 5.000 PKR pro Tag, wobei der nicht obligatorisch ist.
    Ich verneine den Guide und von der Gebühr ist dann keine Rede mehr. Der Schalter hat wohl um diese frühe Zeit - es ist jetzt 7:10 Uhr - geschlossen. Pakistani schlafen eben lange.
    Zwei nette Teenager bringen mich noch zum Startpunkt des Treks und geben mir einen einheimischen Hirten an die Hand, der zufälligen auch ins Nangma-Tal will. Passt doch!
    Zuerst muss der Hushe über eine bruchfälligen Brücke überquert werden. Geländer gibt es natürlich keine - total überbewertet!
    Dann geht's nur noch bergauf. Nach ca. 1 km verlässt mich der Hirte und meint, ich soll mich immer rechts des Nagma Flusses halten - dicht an der Felswand. Die vierte Brücke ist von der letzten Flut, vor ein paar Monaten, weggerissen worden. Wichtig ist, die zweite Brücke über den Nangma Fluss NICHT zu überqueren.
    Den Weg zu finden, gestaltet sich aber nicht so einfach, da es immer wieder Wegkreuzung gibt, so dass nicht klar ist, wohin man gehen soll. Einen Pfad kann man im Augenblick auf keiner der herkömmlichen Karten-Apps finden.
    Es kommt, wie es kommen muss! Ich wähle den falschen Weg und ende vor dem Nichts. Vor mir geht es tief runter. Ein Erdrutsch hat ganze Arbeit geleistet und den Weg weggespült.
    Nach langem Überlegen entscheide ich mich schmerzlich für den Rückzug und gebe auf. Ich sehe keine Chance, da rüber zu kommen 😭.
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