Hammam und fröhliches Nichts tun
March 6 in Morocco ⋅ ☁️ 16 °C
Heute war ein eher ruhiger Tag – genau so, wie ich ihn gebraucht habe. Am Morgen habe ich ganz entspannt in meinem wunderschönen Riad Kaffee getrunken und ein bisschen meine Reise in den Süden organisiert, die morgen, am Samstag, startet.
Danach machte ich mich langsam auf den Weg, um überhaupt den Ort zu finden, an dem mich mein Taxi abholen konnte – was in der Medina ja manchmal schon ein kleines Abenteuer ist.
Mein Ziel danach war ein klassischer Hammam, der Nilo Hammam.
Schon beim Reinkommen merkt man: ganz schlicht, ganz authentisch, völlig unkompliziert. Man sucht sich einfach sein Treatment aus, bekommt eine kleine Tasche mit allem, was man braucht, und wird von einer der Damen freundlich empfangen. Dann zieht man sich um, bekommt ein Höschen gereicht und betritt nackig den eigentlichen Hammam-Bereich.
Dort trifft man auf eine wunderbare Mischung aus Touristinnen und lokalen muslimischen Frauen, die hier ihr regelmäßiges Ritual pflegen – Haare waschen, Henna auftragen, sich Zeit nehmen und sich selbst verwöhnen. Und daneben die Touristen, die das Ganze zum ersten Mal erleben und sich neugierig mit der schwarzen Seife einreiben.
Zuerst sitzt man eine Weile im warmen riesigen Dampfraum auf Schemeln, der angenehm mild ist. Danach beginnt das eigentliche Ritual: ein kräftiges Peeling mit dem Handschuh – und ich war wirklich überrascht, wie viel dabei von der Haut herunterkam. Dazu bekam ich eine Tonmaske für Gesicht und Körper, und meine Haare wurden mit einem herrlich duftenden Orangenblüten-Shampoo gewaschen. Immer wieder wurde alles mit warmem Wasser abgespült, während ich auf einem kleinen Schemel saß.
Zwischendurch durfte ich mich auf eine Liege legen und wurde noch mit duftendem Öl massiert. Alles ganz einfach, ohne großen Luxus – aber unglaublich wohltuend. Und ich war wirklich erstaunt, wie gut es mir gefallen hat, noch dazu für vergleichsweise kleines Geld, fast 3Std. 53€.
Danach lernte ich zwei belgische Damen kennen, mit denen ich noch ein Stück durch die Stadt lief. Für einen Teil der Strecke nahmen wir ein Taxi, weil es doch etwas weiter hinausging.
Am Ende landete ich im Kabana Restaurant mit Blick auf die Koutoubia-Moschee. Es war inzwischen halb vier – also gleichzeitig Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ich bestellte mir einen Falafelburger und einen Cocktail und genoss einfach den Moment, den Blick auf die Moschee und diesen entspannten Nachmittag.
Irgendwann entschied ich mich, mit dem Taxi zurückzufahren. Nach diesem ruhigen Tag hatte ich keine große Lust mehr, noch einmal durch die Menschenmassen rund um Jemaa el-Fna und die Medina zu laufen und zu verlaufen.
Also machte ich es mir in meiner wunderbaren Suite gemütlich und ließ den Abend ruhig ausklingen – genau so, wie ich es mir gewünscht hatte. Morgen wartet eine lange Fahrt in den Süden auf mich.Read more













Ich beneide dich. So eine behandlung täte mir auch gut. Also gute reise in den süden knutsch renate [Renate]
TravelerSo ein Hammam ist schon herrlich. Das tut jedem gut. Dicken Knutsch
Hey Steph, hast du dich tatsächlich auf den Weg gemacht oder ist es eher ein Schnupperkurs? Freue mich auf weitere Bilder oder auch n wotzäpp. Lass dich fest drücken Alex [Alex Hoos]
TravelerHey Alex, ja … Schnupperkurs wird es. Bin spät dran 😊