Feinstaub & Weiterreise
March 12 in Morocco ⋅ 🌙 13 °C
Es war wieder eine harte Nacht. Der Wagen wurde vom Sandsturm regelrecht hin und her gerüttelt. Wenn neun Tonnen Fahrzeug so durchgeschüttelt werden, sagt das schon einiges über die Kraft des Windes. Der Sturm peitschte über die Dünen, Sand prasselte gegen den Truck, und an ruhigen Schlaf war kaum zu denken.
Für Claas war die Nacht besonders anstrengend. Der feine Staub setzte seinen Lungen stark zu, und er musste die ganze Nacht über immer wieder husten. Man merkte richtig, wie sehr ihn dieser Feinstaub hier draußen belastet.
Am Morgen gab es dann erst einmal einen Kaffee – soweit es eben ging. Die Besprechung mit den Nachbarn fand diesmal nur telefonisch statt, jeder blieb lieber noch in seinem Fahrzeug, um möglichst wenig von dem Staub abzubekommen. Gemeinsam versuchten wir herauszufinden, wann der Wind vielleicht etwas nachlassen würde und wohin wir dann weiterfahren könnten.
Interessant war auch: Selbst die Dromedare, die gestern noch hier an der Wasserstelle vorbeigekommen waren, wurden heute nicht hergeführt. Wahrscheinlich liegen sie irgendwo draußen im Erg Chegaga zusammengekauert, mit dem Hinterteil in den Wind gedreht, und warten genauso stoisch ab wie wir. Während sie den Sturm draußen über sich ergehen lassen, sitzen wir eben in unseren Fahrzeugen und halten die Türen geschlossen.
Gegen 13 Uhr entschieden wir schließlich, aufzubrechen und in Richtung Zagora zu fahren. Und tatsächlich: Schon hinter Mhamid veränderte sich die Luft plötzlich. Der feine Staub verschwand, der Himmel wurde wieder klar und blau, und es fühlte sich fast unwirklich an nach diesen Tagen voller Wind und Sand.
In Zagora sind wir dann auf den Campingplatz von Palmeraie Oasis gefahren. Dort haben wir erst einmal alle ausgiebig geduscht und unsere Fahrzeuge gründlich ausgekehrt, um den feinen Wüstenstaub der letzten Tage endlich loszuwerden. Es tat unglaublich gut, den Sand aus Haaren, Kleidung und Autos zu entfernen und wieder ein bisschen Ordnung herzustellen.
Danach haben wir noch eingekauft – ein schönes Stück Fleisch, etwas Gemüse, Zitrusfrüchte und Kaffee. Am Abend standen wir wieder zusammen, kochten gemeinsam und genossen nach all dem Sturm endlich wieder einen ruhigen, wunderschönen Abend.
Und dann werden wir in Ruhe entscheiden, wie und in welche Richtung die Reise weitergeht.Read more




















Traveler
Krass! Hätte nicht gedacht, das soooo viel Sand ins Gefährt drückt 😳
TravelerDer Sand war überall Schotten dicht 😤
Traveler
schon a bissel eintönig .....