• Fahrt zum Cape Sukoton und Cape Sukai

    Aug 24–25 in Japan ⋅ 🌧 23 °C

    Nach einem ausgedehnten japanischen Frühstück haben wir uns bei sonnigen 23 Grad in Richtung der beiden Spitzen am nördlichen Ende von Rebun aufgemacht.
    Da es auf Rebun immer windig ist, war die Hitze ganz gut zu ertragen. Der Ausblick auf ein rauhes dunkelblaues Meer und schroffe Felsen ist wunderbar. Natürlich schwemmt die Strömung auch Müll an, das sieht man deutlich, aber es hält sich in Grenzen.
    Da der Kushu See auch als Sehenswürdigkeit genannt wird, fuhren wir dorthin und wollten ans Ufer. Es befindet sich auch ein Campingplatz dort, ebenso kleine Häuschen und Appartements. Der Herr am Eingang wies uns den Weg zum See. Enttäuscht stellten wir fest, dass es sich um einen Rundweg um den See handelte, der kaum einen Blick auf den See zuließ.
    Als dann noch Horden von Bremsen ähnelden Fliegen über Ben herfielen, kehrten wir flott um. Anscheinend hatte sein blaues Shirt eine unwiderstehliche Anziehungskraft...
    Auf den Schreck mussten wir was essen! Wir fanden ein kleines Restaurant, das nur von Einheimischen besucht wurde. Da unsere Unwissenheit bezüglich des Ablaufs offensichtlich war, war die Dame vom Nebentisch so nett und hat uns Wasser gebracht, das man selber zapfen konnte. Wir schauten uns die (japanische) Karte an - Google übersetzt - und bestellten Ramen.
    Die Dame schrieb es auf einen Zettel und trug ihn in die Küche. Dort werkelte ein altes Ehepaar - ich meine wirklich alt, mindestens 80 Jahre - das das Restaurant führt. Im hinteren Raum saßen bestimmt schon 15 Personen, vorne mit uns nochmal 10. Das Ramen war gut, für 5-6 € wirklich fein - und authentisch.
    Die Inseln Rebun und Rishiri gehören einem Naturschutzgebiet an, in dem die Orchidee namens Frauenschuh heimisch ist. Leider blüht sie nur bis Juni.
    Der höhergelegene Alpingarten war nicht weit entfernt und dort sollte man bis August den Frauenschuh blühen sehen können.
    Sollte man, haben wir aber nicht...
    Vor dem Nachmittagsschläfchen sind wir noch in den Seicomart-Supermarkt um die Zeit bis zu Abendessen zu überbrücken.
    Apropos Abendessen: dieses beinhaltet 10 Gänge, die täglich wechseln. Gleich bleibt eigentlich nur Reis, gerösteter Grüntee und die Misosuppe, die hat jedoch jeweils eine andere Einlage.
    Manchmal wissen wir nicht so genau was wir essen, aber solange es schmeckt, sind wir sehr zufrieden!
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