• So wurde uns das Wetter angekündigt ...

    August 24 in Japan ⋅ ☀️ 24 °C

    Nach zwei sehr sonnigen, warmen Tagen mit 25 Grad, war heute der Himmel bewölkt und es hatte wohl auch schon geregnet.
    Nach dem ausgedehnten Frühstück, starteten wir mit Schirm, Regentage und Wanderschuhen ausgerüstet zum Momoiwa Aussichtspunkt. Von dort soll man den "Pfirsichfelsen", eben den Momo-Iwa sehen können. Die Wolken hingen tief und so hatten wir wenig Hoffnung auf gute Sicht.
    Es war aber trocken geblieben und so ließ ich meine Wandersandalen an, warm war es auch.
    Man hätte noch 1 Kilometer weiter bergauf zur Aussichtsplattform fahren können, aber wir entschieden uns den steilen Weg nach oben zu laufen.
    Man hat uns bereits vor den starken Winden auf Rebun gewarnt und heute hatten diese Ausgang. Schon beim Aufstieg gab es zwei Stellen, da musste man sich richtig dagegenstemmen. Und zur unseren großen Freude begann es zu regnen, nur so ein bisschen. Der letzte Teil bis zur Aussicht ging es nicht ein paar Stufen hoch und zur Begrüßung fing ein Regensturm an. Nichtsdestotrotz sprach Ben 2 Damen auf japanisch an, die uns dann baten, doch bitte englisch zu reden. Sie waren aus China und wussten auch nicht wo dieser Pfirsichfelsen sein soll. Die Sicht ging gegen Null, wir standen mitten in den Regenwolken und unterhielten uns mit den zwei Damen.
    Nach einem netten Gespräch machten wir uns auf den recht steilen Abstieg . Blöd nur, dass meine Wandersandalen mit Wasser nicht zurechtkamen. Ich rutschte auf der Innensohle mit den Zehen vorne aus dem Schuh, versuchte es barfuß, aber die Steinchen auf der Straße waren zu spitz. Ich warschelte so gut es ging bergab, musste aber an beiden windigen Stellen besonders achtsam sein.
    Jaja, die wilde Natur *seufz*!
    Kurz gesagt, wir waren pitschenass. Ich konnte aber in trockene Wanderschuhe wechseln, denn die waren ja im Auto..Wir fuhren zum Hotel zurück um unsere Kleider zu wechseln, weil wir ja noch den Neko-Iwa, den Katzenfelsen sehen wollten.
    Unser Zimmer wurde gerade gereinigt, und so fuhren wir zum Seicomart und anschließend wollte ich diese riesigen Kamtschatka-Möven noch fotografieren. Sie haben besonders viel Fett, um den kalten Wintern zu trotzen.
    Beim sehr vorsichtigen Versuch mal ins Wasser zu fassen, um die Temperatur zu testen, schwappte eine freche Welle von der Seit IN meine Schuhe. Dankeschön, nun waren die auch nass.
    Nach Kleider- und Schuhwechsel gingen wir um die Ecke Mittagessen.
    Das Wetter hatte sich gebessert und wir konnten den Neko-Iwa UND den Momo-Iwa sehen, jippieh! Und alles ohne nasse Füße!
    Wir wollten den hoteleigenen Onsen (heise Quelle, meist sogar Heilwasser) noch ausprobieren und das ging auch, weil meine Tätowierung hier kein Problem darstellt.
    Ben hat mir vorher erklärt, wie es im Onsen funktioniert und außer mir war nur noch eine Dame in meinem Alter da, der ich einfach alles nachmachte. Der Onsen hier hat wirklich eine heiße Quelle, die ihn speist. Und jedes der 3 Becken war so warm. Inzwischen kamen noch weitere Frauen, darunter junge Japanerinnen mit unglaublich schönen Körpern. Man schaut da ja höflich nicht hin, aber so im vorbei huschen fängt der Blick das Wichtigste ein. Deshalb ging ich auch, als die ältere Dame ging.
    Es wird exzessiv vorher geduscht und genauso verschwenderisch hinterher. Von Wasser sparen hält man im Onsen nichts.
    Anschließend gönnte ich mir noch eine Massage im Foltermassagesessel, der echt heftig massiert.
    Nach einem kurzen Nickerchen war es schon wieder Zeit zum Abendessen zu gehen.
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