Am Tag danach
August 29 in Japan ⋅ 🌧 17 °C
Der Wecker klingelte zu unserer üblichen Zeit um 7 Uhr , Ben war schon wieder wach.
Nach den üblichen morgendlichen Gepflogenheiten eilten wir zum Frühstücksraum und probierten alle 65 Gerichte durch. Quatsch, natürlich nicht - wir suchten uns das raus was uns anmache. Ich fand den gekürzten Kombu (Seetang) und die Krebssuppe klasse, Ben fand das Omelette mit Spinat super.
Auschecken ging wie immer problemlos, während das Einchecken mit den Reisepässe nicht funktionierte. Trotzdem sind wir ja untergekommen.
Das Wetter hatte sich gebessert, ein lustiger Sonne/Wolken-Mix, bei leichtem Wind und erfrischenden 14 Grad kam uns sehr gelegen.
Wir hatten 181 km vor uns und bei gutem Wetter machte es mehr Spaß.
Und große Freude überkam uns, als wir das erste 70er - Schild entdeckten - endlich "rasen" durften!
Nach dem mein Wundertoyota auch noch die Geschwindigkeitsbegrenzungen anzeigt, fährt es sich ganz locker. Irgendwann habe ich mich dem Verkehrsfluss angepasst, was ein paar eilige Zeitgenossen nicht davon abhielt uns zu überholen.
Es soll hier viele Blitzer geben, bisher haben wir noch keine entdeckt. Wer weiß, vielleicht kommt die große Rechnung hinterher? Ich hoffe Deutschland hat kein Auslieferungsabkommen mit Japan....
Die Fahrt ansich war toll, wir machten einige Stopps und es war nicht so anstrengend wie am Tag zuvor.
Leider erhielt uns die Nachricht, dass unsere Bootsfahrt am 30.08. aufgrund des starken Wellengangs abgesagt wurde. Dort hätten wir Bären und Hirsche vom Wasser aus beobachten können.
Wir fuhren dort im Büro vorbei und sie gab uns den Tipp, es bei Aurora Cruises zu versuchen, die hätten größere Boote.
Leider war das keine Option, weil wir da nur rumgeschippert wären ohne Wildsichtungen.
So werden wir morgen einen See umrunden, vielleicht gibt es da Bären oder Hirsche zu sehen.
Gleich am 1. Tag auf Rebun hatten wir einen Hirschbullen mit großen Geweih am Straßenrand gesehen, ich nur kurz, weil mich das links fahren so in Anspruch nahm.
Unsere Fahrt führte uns an einem großen See, dem Lake Saromako, vorbei, der direkt ans Meer grenzt.
Teils führen wir direkt am Meer entlang mit phantastischer Aussicht auf die gischtsprühenden Wellen.
Per Zufall entdeckten wir einen kleinen Bahnhof, der aus der Zeit gefallen schien.
Der nächste Stopp war an den Oshinkoshin Falls, wir mussten doch noch auf unsere Schritte kommen, im Auto zählt es keine. Also, zack die Stufen hinauf und den Wasserfall begutachtet.
Wir waren kurz vor der Check-in Zeit im Hotel Kitakobushi Shiretoko eingetroffen und holten uns unsere Gratiskugel Eis ab und ich freute mich auf einen Kaffee.
Das Hotel macht einen sehr guten Eindruck, ist allerdings weitläufig - so haben wir unsere Schritte doch noch geschafft!
Das Abendessen war grandios, an mehreren Stellen gab es frisch Gekochtes - also "Live Cooking", das vor uns frisch gekocht wurde, ebenso Sashimi und Sushi, auch vor unseren Augen zubereitetet und verschiedene Weine und Sake, Pasta aus dem Parmesanlaib, und und und. Und Desserts - ich sag nur mmmmmmh.....
Vollgefressen walzten wir uns aufs Zimmer und fielen dort aufs Sofa bzw. Bett.
Die Ausstattung dieses Hotels ist großzügiger als das Mombetsu Prince (Ü/Fr. 81 €).Read more


























