• Walfahrt oder Wallfahrt?

    August 31 in Japan ⋅ ⛅ 16 °C

    Das Shiretoko Serai Hotel hat zwar nur einen Stern, ist aber sehr hübsch und hochwertig eingerichtet. Der Besitzer sieht eher indisch als japanisch aus, aber das tut der guten Verpflegung keinen Abbruch.
    Wir frühstücken bereits im 7 Uhr, da unsere Bootstour zu Walbeobachtung um 9 Uhr startete.
    Das Wetter war gut, ein angenehmer Sonne-Wolkenmix bei frischen 15 Grad um 9 Uhr, die beim Fahrtwind aber gefühlt kälter waren.
    Die Fahrt dauerte ca. 2 Stunden und kurz gesagt: kein Pottwal, kein Orca, kein Delphin zeigte sich.
    Ein paar Wasservögel waren zu sehen, ein springender Thunfisch. Doch dann, schon auf dem Weg zurück, trafen wir auf eine Schule von Dall-Hafenschweinswalen. Diese kleinen, schwarz-weißen Delfine waren extrem schnell und erzeugten beim schnellen Schwimmen eine charakteristische, V-förmige Gischtwelle.
    Sie sprangen wild durcheinander und machten der ganzen Bootsmannschaft und uns natürlich auch eine Riesenfreude.
    Beschwingt durch das Erlebnis suchten wir noch nach einer Möglichkeit Bären zu sehen. Wir machten einen Anbieter ausfindig, liefen dorthin, aber es war niemand da. Das Haus war offen, aber auch auf mehrmaliges Klingeln zeigte sich niemand.
    Etwas enttäuscht zogen wir ab und erkundeten anstatt dessen die Umgebung.
    Dabei stießen wir auf ein kleines Lokal mit nur 8 Plätzen, der Besitzer managed alles alleine.
    Gerade als 3 Personen das Restaurant verließen, huschten wir hinein. Es waren noch 4 Personen da, diese wurden zuerst bekocht. Dann durften wir unsere Plätze einnehmen. Gleich nachdem wir eingetreten waren, ging der Chef nach draußen um die Fahnen über dem Eingang abzuhängen, was soviel wie geschlossen bedeutet.
    Für uns hieß es dann kurz darauf, das Restaurant gehörte uns alleine und er war nur für uns da.
    Ben ließ sich vom Koch was empfehlen, ich nahm etwas von der Karte mit Tempura.
    Ich bekam unter anderen Reis getoppt mit knusprigen Tempuragarnelen und sagenhaften Duft und Geschmack.
    Aber Benjamin bekam ganz viel Tempura, Krebsfleisch, Gemüse und Lotoswurzel (ich liebe Lotoswurzel)
    *schnief*!
    Egal, sehr gut wars und für 15 € zusammen ein Schnäppchen.
    Am Nachmittag widmeten wir uns der Körper- und Augenpflege. Ben faltet sich zusammen um in der Minibadewanne zu baden, aber Platz ist dafür in der kleinsten Hütte ;-)
    Gegen 18 Uhr war das Dinner angerichtet und es war sehr fein und liebevoll gemacht.
    Wir empfehlen das Shiretoko Serai!
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