Tag 12 Addo Park und ganz besondere Tiere
August 13 in South Africa ⋅ 🌬 20 °C
Bela ist natürlich wieder sehr früh wach. Ich und agnes natürlich dann auch. Also bei agnes natürlich. Ich bekomme das oft genug gar nicht mit. Wir frühstücken und genießen den Ausblick. Wir sehen Kudus, Warzenschweine und sehr vermutlich nashörner und sonstiges von unserem Balkon. Agnes entwickelt hier richtige Adleraugen. Ich bin da nicht so gut und agnes will mir glaub ich geflexartig das Fernglas auf dem kopf zertrümmern weil ich nicht sehe was sie sieht. Pünktlich um 9 uhr verschlafen die großen. Die sollten nämlich eigentlich dann rüber kommen. Wussten sie aber nix von. Dass man in einer Ferienwohnung nicht nur besser abschließt sondern es auch eine gute Idee ist, den Schlüssel nicht die ganze nacht von außen stecken zu lassen ist ihnen auch neu. Bela füttern Vögel, es besucht uns eine sehr putzige manguste und die Kölner Heinzelmännchen sind auch hier. Diesmal sieht man sie aber. Irgendwelche parkangestellten haben offenbar Zeit zu viel oder ne gute nebenbeigeschäftsidee und putzen ungefragt unser Auto. Sehr nett die beiden. Trotzdem spannend. Bekommen ein Trinkgeld, freuen sich total und weg sind sie. Wir checken aus weil wir zwar im addo bleiben aber in ein anderes Camp wollen. Die Rezeption ist aber augenscheinlich nicht besetzt, also warte ich doof davor. Nach 10 Minuten ist mir das zu blöd und ich gucke nochmal ob da jetzt licht drin an ist. Ist es auch. War es die ganze Zeit. Das Glas der Tür ist nur dunkel getönt und dass da dunkelhäutige hinter dem braunen glas sitzen hat man nicht gemerkt. Peinlich. Wir kaufen noch was ein und fahren dann gute 3 Stunden durch den Park. Es gibt hier 2 Regeln. 1. Nicht aussteigen 2. Der Käfer hat Vorfahrt. Gerase auf den Käfer wird alle paar meter hingewiesen. In Deutschland würde man Mistkäfer sagen. Und die Kreuzen zu dutzenden die Straßen, meistens begleitet von einem bis Tennisballgroßen Ball aus Kot, den sie rückwärts mit ihrem Hinterbeinen durch die Gegend Rollen. Also allein wegen der Käfer und sem massiven Slalom fahren, sitzen hier im Sommer die Richger vom Alpinen Skirennen am rand und geben Noten und passen auf das man ja abwechsend links dann rechts,... an den Käfern vorbei fährt. Wir sehen viel, zum Beispiel toilettenhäuser, aber leider wieder keinen Löwen, dafür ne Schildkröte. Nach ca 30 Minuten hab ich beim Auto auch stolz wieder den Standartzustand hergestellt. Wir haben nen tollen Ausblick aufs Meer, sehen unzählige Elefanten .Teilweise wie sie sich gerade frisch mit Matsch bewerfen, oder Warzenschweine die sich gerade im Matsch wälzen. Befinde für mich, hab das Auto ideal getarnt. Paar Sträuße sehen auch noch. Natürlich nicht ohne weitere Pinkelpause plus zusätzlich das Wasseloch neu befüllen, obwohl man natürlich nicht aussteigen darf, sind wir pünktlich um 14 Uhr zum Essen im Maincamp. Daneben ist noch ein kleines Museum über die Tierwelt was sich bela anguckt während wir auf das Essen warten. Dann geht es zum nyathi Camp. Soll für mich das persönliche Highlight sein. Das Camp besteht aus 10 Hütten ist eigentlich in einem nicht öffentlich Teil des parks und streng abgesperrt. Wir fahren ca 30 Minuten in die walachei, müssen mehrere überspülte Brücken fahren, also agnes, und sehen dabei tatsächlich echt sehr sehr viele Tiere. Wir hatten schon gedacht, dass es in diesem extra abgesperrt Bereich weniger gibt. Wobei Bereich auch untertrieben ist , wenn man bedenkt dass wir allein über 6 Flüsse fahren. Irgendwann kommen wir tatsächlich an, und werden vom zuständigen Mitarbeiter begrüßt. Er ist recht froh, dass wir keine Fragen haben, weil englisch ist nicht so sein. Wir gehen dann auch direkt in das Haus und sind im ersten Moment echt erschlagen. Riesig. Traumhaft eingerichtet, einzigartiger Ausblick mit riesen Balkon. Dann aber der erste Wermutstropfen. Irgendwelche Krabbelviecher finden die Wohnung auch schön und haben es sich in den Ritzen überwiegend im Sofa bequem gemacht. Das ist jetzt nicht so schön. Die Kinder meutern schon, dass sie hier nicht schlafen werden. Ich glaube dass das fehlende Internet für 24 Stunden, diese Entscheidung zusätzlich bestärkt. Wir verfrachten die 3 kinder auf die Terasse und dampfend die Wohnung mit 3 Dosen insektenvernichter ein und setzen uns auch nach draußen. Wir beobachten von unserem Balkon 3 Nashörern, Horden von Affen, Kudus, Schweine,..... irgendwann gehen wir rein und stellen fest, dass unsere chemiebombe dazu geführt hat, dass jetzt alle dieser Tiere, Felsenspringer für die die es googlen wollen, aus ihren Ritzen gekommen sind und selbst ich jetzt hier nicht mehr schlafen will. Jetzt muss der arme Kerl doch englisch sprechen am Eingang. Die Kinder beladen schon mal das Auto, ich gehe zum Aufpasser. Der guckt sich dass an und versteht unser Problem. Er telefoniert dann rum und kann uns 2 einzelne Häuser anbieten. Das erste ist auch Krabbeltierfrei. Das zweite aber seit längerem nicht fertig gemacht und sieht auch aus wie Kraut und Rüben. Also alles wieder auf Anfang. Das Problem ist dass wir soweit ab sind, dass wir gar nicht alleine weg kommen weil auf dem weg 2 Tore liegen, die nur von Rangern geöffnet werden. Aber diese sind nur bis 18 Uhr besetzt. Nach ganz vielen Telefonaten wird uns gesagt wir können ein Haus im Maincamp haben. Einer Ranger kommt und macht die Tore auf. Also fahren wir in Dunkeln 30 Minuten durch die Gegend, zurück über die schmalen überspülten Brücken, werden tatsächlich raus gelassen und wieder ins andere Camp reingefallen und können das neue haus beziehen. Sehr schick, aber nicht mal ansatzweise vergleichbar mit dem was wir eigentlich wollten und ja auch hatten . Also gehts später ziemlich gefrustet ins Bett.Read more




















































TravelerOhje, das mit den Felsenspringern ist ja richtig blöd!! Aber sonst habt ihr einen mega schönen und spannenden Urlaub.