• Tauchen am Kickers Rock

    1.–4. aug. 2024, Ecuador ⋅ ⛅ 22 °C

    Nachdem der Donnerstag und Freitag unspektakulär verliefen, war unser Samstag wieder ein kurzer Arbeitstag. Also machten wir uns Morgens auf den Weg zur Tauchschule, um Neo und Co auszusuchen. Dabei bekam Lisa sogar einen 7,5mm Neo, die dicksten die sie da haben. Zusätzlich bekamen wir Schuhe, Handschuhe und Hauben - das bedeutet es wird kalt! 😬
    Im Anschluss machten wir uns nochmal auf den Weg zu unserem Schnorchelspot. Diesmal sogar mit Neos, in der Hoffnung dann länger im Wasser auszuhalten.
    Tatsächlich war es etwas angenehmer und so zogen wir los um die Unterwasserwelt zu beobachten. Neben unzähligen Fischen, sahen wir wieder einige Schildkröten und ein paar Robben. Wobei eine auf uns spielerisch zugeschossen kam.

    Am Sonntag hieß es dann Wecker stellen und ab zum Tauchen!
    Ziel der Tauchgänge: Hammerhaie!

    Also klingelte unser Wecker um 6:30Uhr und wir frühstückten noch eine kleine Portion Müsli bevor wir das Haus verließen. Wir mussten lediglich zwei Minuten gehen und schon standen wir vor unserem Tauchshop. Wir waren zu diesem Zeitpunkt die einzigen Taucher, doch das sollte sich noch ergänzen mit einem Schweizer Pärchen.
    Nach einem kurzen Kennenlernen ging es auch schon ab zum Steg, wo unser Wassertaxi und eine Gruppe von weiteren Tauchern und Schnorcheln auf uns wartete.
    Eine Holländerin schloss sich noch unserer Tauchgruppe an. Der Rest der Gruppe waren Taucher, die für ein Projekt Unterwasseraufnahmen benötigten. Diese Gruppe fragte auch am Anfang unserer Tour, ob es denn in Ordnung wäre, sollten wir im Schnitt vorkommen - was ein Traumjob 😍

    Nach einer kurzen Ansage der Crew ging es dann auch los zu unserem ersten Stop: eine kleine Bucht wo wir unseren Check-Dive durchführten. Dabei findet man heraus, wie viel Blei man benötigt um perfekt austariert zu sein. Also hieß es rein in die Neos und ab ins Wasser. Sagen wir mal so: wir waren heilfroh, dass unsere Neos 7 bzw. 7,5mm hatten!
    Das Wasser war klirrend kalt 🥶
    Nachdem alle Taucher ihr optimales Bleigewicht herausgefunden hatten fuhren wir weiter in Richtung des eigentlichen Ziels: Kickers Rock.

    45 Minuten dauerte unsere Überfahrt. Währenddessen hielt unser Dive Instructor das Briefing mit uns. Zwei Tauchgänge sollten es werden mit ca. 40-45 Minuten. Was ganz cool war, wir durften für den ersten Tauchgang mitentscheiden, was wir lieber sehen wollen. Man kann entweder durch eine Art Kanal zwischen den zwei großen Felsen tauchen oder man geht am Felsen außerhalb entlang, wo die Chance besteht auch schon beim ersten Tauchgang Hammerhaie zu spotten - kommt aber relativ selten vor. Aber egal! Damit war das für uns alle einvernehmlich entschieden 😂
    Der zweite Tauchgang ging dann über eine Art Plateau wo wir an einer Stelle ca. 10-15 Minuten verweilen würden, da dort unser Hammerhaie im Fluss der Strömung um die Felsformation schwimmen sollten.

    Perfekt, also fertig machen zum Abtauchen!

    Nachdem wir alle im Wasser waren gingen wir auch direkt runter. Schon an der Wasseroberfläche merkten wir, wie sehr uns die Strömung abtrieb. Unter Wasser war es dann etwas besser. Wir tauchten die Route wie besprochen ab und sahen unter anderem Schildkröten, jede Menge Fische jeglicher Art, Tunfische, einen Rochen und das Highlight: keine Hammerhaie 🥲 dafür aber noch einen Octopus aus allernächster Nähe, der sein Können demonstriere 🐙 somit endete der erste Tauchgang und wir gingen wieder an die Oberfläche.

    Nach einer Dreiviertelstunde Pause und einer kleinen Stärkung machten wir uns dann erneut fertig um ins eiskalte Wasser (17 Grad) zu springen. Dieses Mal nur zu viert, da unsere Holländerin Probleme mit den Ohren bekam 😕 also Equipment an und Zack rein da!
    Gefühlt war das Wasser so kalt 🤏🏽
    Aber diese Kälte wurde zunächst von zwei Meeresschildkröten und einer spielenden Robbe direkt vor und unter uns unbeachtet gelassen. Dann hieß es ab Richtung Plateau. Auf ca. 10 Meter Tiefe merkten wir dann wie eine eiskalte Strömung uns erwischte. Egal, wir haben eine Mission! Angekommen am Plateau auf 15 Metern Tiefe hieß es dann warten und in die Tiefen des Ozeans schauen.
    An uns schwamm gefühlt alles vorbei, bis auf unsere Hammerhaie 🥺
    Was wir aber dennoch sahen, war zum Beispiel wer die runden Löcher in die Steine Unterwasser hämmert 😂 kleine Seeigel fressen den Papageienfischen das Plankton weg. Diese Fische sind seeeeehr Revierbedacht, sodass sie es gegen alles und jeden verteidigen wollen. Unser Dive Instructor nahm also einen Seeigel um uns seine Spitzen zu demonstrieren und setzte ihn zurück an seinen Platz. Da kam aber schon der Fisch angeschwommen und wollte nicht mehr, dass der Seeigel hier zu Hause war. Und warf ihn kurzerhand einfach mehrmals aus der kleinen Einbuchtung 😂
    Dann kommen wir zum wirklichen Highlight des zweiten Tauchganges. Die Hammerhaie blieben uns an diesem Tag leider fern, aber so ist das nunmal in der freien Natur.
    Zu unseren absoluten Glück sahen wir dann noch einen Mola-Mola - oder besser bekannt als Mondfisch. Es ist super selten, dass man diese einzigartigen Tiere am Kickers Rock antrifft.
    Wenn man so eine Begegnung hat, ist es auch kurz egal wie Tief man tauchen darf - zumindest für Manu da er nur den Open Water Diver hat, womit er auf 18m darf. Der Mondfisch allerdings war auf schätzungsweise 23-25 Metern 🤷🏻‍♂️
    Nachdem wir das Tier kurze Zeit beobachtet hatten schwamm es auch schon so einzigartig wie es ausschaut davon 😍

    Zurück an der Oberfläche hieß es dann warm werden, da es wirklich trotz der Ausrüstung einfach verdammt kalt im Wasser war. Nach einem kurzen Mittagessen a Board ging es ab zu unserem letzten Stop. Das war ein abgelegener Strand mit türkis blauem Wasser und weißem Sand. Wir fuhren mit dem kleinen Beiboot, welches wir dabei hatten, vom Tauchboot aus zum Strand. Natürlich waren unsere Robbenfreunde wieder zahlreich vertreten. Wir spazierten eine Stunde am Strand entlang und schauten uns um. Danach ging es wieder mit dem Zodiac zurück zum Boot und ab zum Hafen.

    Alles in allem war es dennoch ein weiterer wunderbarer Tag auf unserer Reise und wir sind uns sicher, dass das nicht die letzte Gelegenheit gewesen ist um Hammerhaie zu sehen 🥰
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