• Das Ende muss warten

    June 8 in France ⋅ 🌧 21 °C

    Nun, geplant war bis Thann. Allerdings hätten das heute noch mal rund 19 km und 1.000 hm abwärts bedeutet.
    Also entschließen wir uns, den Rest für ein anderes Mal aufzuheben. Die Vogesen sind so schön, da kommen wir gerne wieder.
    Morgends um 6 klappern, krächzen und Fauchen die Viecher in den Bäumen. Auf dem Camping brüten Störche, Reiher und Raben. Gestern Abend flogen und ‚musizierten‘ die noch bis zur völligen Dunkelheit. Dann wurden die 🐸 🐸🐸 wach.
    Wir laufen zum Ortskern von Cernay. Viel zu entdecken gab es nicht, daher die schnelle Entscheidung, weiter mit dem Zug nach Colmar zu fahren. Wir schauen uns ein bisschen die Stadt an, aber irgendwie ist die Luft raus. Lucky hat nach den über 90 km auf dem Trail keinen Bock auf Stadt. Wir irgendwie auch nicht, zu viele Menschen, viele Touristen, zu laut, zu hektisch, zu Stadt halt.
    Wir kehren kurz ein und essen dann im Park von unseren Vorräten. Zurück am Busbahnhof kommen wir, während wir auf den Bus nach Ribeauvillé warten, mit einem alten Mann (88) ins Gespräch. Er war in der Schweiz, fährt dort alle 5-6 Wochen hin um Schokolade zu kaufen. Immer 50 Tafeln! Eine wandert in unseren Proviant. Selbst isst er kaum davon, er verschenkt sie. Vermutlich bereichern die sich ergebenden Gespräche seinen Alltag. Er überreicht uns eine selbst gestaltete Visitenkarte, zeigt uns vom Bus aus sein Haus und läd uns ein, beim nächsten Vogesenbesuch seine Gäste zu sein…
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