Justin Vogel

Joined November 2016
  • Day14

    Kampot

    December 28, 2016 in Cambodia

    Nach 5 Nächten auf Koh Rong nahmen wir die Fähre zurück nach Sihanoukville. Dort angekommen suchten wir schnell das nächste Reisebüro um noch einen Bus nach Kampot zu bekommen. Was mal wieder überhaupt kein Problem war. Allgemein ist das echt easy hier in Asien, meistens kann man am selben Tag noch ein Bus buchen egal wohin es gehen soll. Mit einem überfüllten Minivan ging es dann nach Kampot. Das kleine Städtchen liegt etwas im Hinterland, ist aber durch einen Fluss mit dem Meer verbunden. Da wir alle geplagt waren von den juckenden Bissen, verliefen die 3 Tage dort relativ ruhig. Als erstes ließen wir unsere kompletten Klamotten und die Schlafsäcke waschen, damit wir die Viecher nicht weiter mit uns rumschleppen. Am zweiten Tag hatte ich dann genug vom Nichtstun, ich benötigte dringend Ablenkung vom unangenehmen Juckreiz. Also mietete ich mir spontan ein Roller und fuhr in den 20 Kilometer entfernten Bokor Nationalpark. Als ich endlich den chaotischen Highway hinter mir gelassen habe, wurde ich mit einer frisch geteerten Straße und unzähligen Kurven belohnt. Bis auf 950 Meter ging es bergauf, dort erreicht man ein Plateau das auf der Küstenseite steil abfällt. Oben kann man neben alten französischen Bauten auch Tempel und Wasserfälle bestaunen. Mein persönliches Highlight war neben der Straße, eine kleiner Felsen von dem man ein atemberaubenden Ausblick auf die Küste hat. Leider war das auch der ereignisreichste Tag in Kampot.
    Schade!
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  • Explore, what other travelers do in:
  • Day8

    Trauminsel Koh Rong

    December 22, 2016 in Cambodia

    Vor Sihanoukville liegen zwei Inseln Koh Rong und Koh Rong Samloem. Die letztere ist hauptsächlich mit Luxusresorts bebaut weshalb wir uns für Koh Rong entschieden haben. Auf Koh Rong gibt es keine Straßen und damit auch keine Autos oder Roller. Perfekt um den lärmenden Verkehr mal zu entfliehen. Mit der Fähre dauerte die Überfahrt von Sihanoukville knapp 1 1/2 Stunden. Das Boot hielt am Hauptpier an dem sich ein langer Strand befindet der mit Bars und Gasthäusern besiedelt wurde. Unser Hostel befindet sich in einer anderen Bucht die entweder mit dem Boot erreichbar ist oder durch einen ein stündigen Fußmarsch am Stränden entlang und durch Dschungelpassagen. Um halb 2 kamen wir auf Koh Rong an, um 2 sollte uns ein Boot abholen und uns zum Hostel bringen. Um halb 6 saßen wir immer noch am Hauptstrand und kein Boot in Sichtweite das uns mitnehmen würde. Langsam wurde es dunkel und ein Gewitter zog auf. Nach einem Münzwurf begonnen wir damit unser Rucksäcke aufzuziehen und los zu laufen. Ausgestattet mit Handytaschenlampen liefen wir los in der Hoffnung wir bleiben von dem Unwetter verschont. Nach mehr als einer Stunde erwischte es uns dann als wir gerade einem kleinen Pfad durch den Dschungel folgten. Der Regen war aber mehr eine Erlösung als eine Qual, eine wohlverdiente Abkühlung die den Schweiss von der Haut löst. Angekommen am Strand unseres Hostels war es nicht mehr schwer zu finden da es das einzige war am kompletten Strand. Eingebettet in ein 8er Dorm ging es noch schnell was essen und ab ins Bett. Am nächsten Morgen wurden wir dann endlich für unseren Fußmarsch belohnt und wir fanden ein echten Traumstrand vor. An dem sich am Tag maximal 15 Leute aufhielten, kaum jemand machte sich die Mühe dort hinzulaufen. Die restliche Woche verbrachten wir ausschließlich mit am Strand liegen,Schnorcheln und Essen. Nachts konnte man leuchtendes Plankton im Wasser bewundern, jede Bewegung im Wasser ließ das Plankton neongrün erhellen. Ein echtes Naturspektakel. Wir konnten uns keinen besseren Ort vorstellen um das überhaupt nicht weihnachtliche Weihnachten zu verbringen.

    Bettwanzen!!

    Das Paradies wurde jedoch durch die nächtlichen Besuche von Bettwanzen getrübt. Schon in der ersten Nacht bemerkte ich die kleinen Störenfriede. Am nächsten morgen hatte jedoch keiner von uns Bisse also vertraute ich darauf dass Insektenspray und Hüttenschlafsack sie von mir abhalten würden.

    Fehler!!

    Wie wir später herausfanden kann es bis zu einer Woche dauern bis die Bissen als sichtbare Pusteln auftreten. Am Tag der Abreise dann der Schock. Ich war von oben bis unten gebrandmarkt von Hunderten juckenden Bissen. Nicht mal vor meinem Gesicht machten sie halt. Die kleine Mistviecher beißen einen solang bis sie ein Blutgefäß gefunden haben dafür brauchen sie wohl um die 20 Versuche. Den dauerbekifften Hostelbesitzer interessierte der Bettwanzenbefall auch nur mittelmäßig.

    Hoffentlich meine Erste und Letzte Begegnung mit Bettwanzen!
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  • Day5

    Sihanoukville

    December 19, 2016 in Cambodia

    Nach einer Nacht in Phnom Penh ging es weiter nach Sihanouk, nach dem wir es nach fast 2 Stunden Stop&Go endlich aus der Stadt geschafft haben, wollte der Busfahrer die verlorene Zeit auf der "Autobahn" wieder reinholen und fuhr noch lebensmüder als sonst. Eine weiter holprige Stunde verging bis mich plötzlich ein lauter Knall aus meinem Halbschlaf riss. Zuerst dachten wir es hätte eine Kuh oder einen streunenden Hund erwischt. Tatsächlich hat die Hinterachse des überladenem Mini Bus den Geist aufgegeben. Nach einigen hektischen Telefonaten unseres Fahrer, meinte einer der Khmer Mitfahrer zu mir es würden wohl ein anderer Bus kommen der uns mitnehmen würde. Tatsächlich hielt unser Fahrer einfach andere Busse an und fragte ob sie noch Plätze haben. Nach einer Dreiviertelstunde fand sich dann endlich ein Bus in dem wir zu 3. ein Platz fanden. Raf und ich teilten uns zwar in der letzten Reihe die 4 Plätze mit 3 anderen aber das war uns dann auch egal. Angekommen in Sihanouk ging es erschöpft direkt ins Bett. Am nächsten morgen waren wir dann leicht Enttäuscht statt wie erwartet türkisblaues Meer und weißer Sandstrand fanden wir nur ein vermüllten Strand mit nicht wirklich schönen Wasser vor. Abends erklärte sich der Müll am Hauptstrand, nach dem die Sonne untergegangen ist, verwandeln sich die der Strand zu einer lauten Partyszene mit kleinen Bars und Clubs sowie unzähligen Strandständen die von gegrillten Calamari bis Mojito alles verkauften. Die nächsten Tage arrangierten wir uns mit dem nicht ganz so schönen Strand und nutzen abends die unzähligen Happy Hours, Freigetränke und Special Offers der konkurrierenden Bars.Read more

  • Day4

    Phnom Penh

    December 18, 2016 in Cambodia

    Phnom Penh in 3 Worten.

    Laut
    Hektisch
    Dreckig

    Für uns war Phnom Penh nur ein Zwischenstopp auf dem Weg nach Sihanoukville. Da jeder der schonmal dort war meinte es würde sich nicht lohnen, haben wir nur eine Nacht in einem ziemlich coolen Hostel gebucht. An unserem einzigen Tag dort besuchten wir die Killing Fields, auf denen Tausende von Menschen ihr Leben verloren. Während der Herrschaft der Roten Khmer wurde Kambodscha zu einem Argrarstaat umgewandelt. Die Bevölkerung aufs Land vertrieben, Banken,Universitäten und religiöse Stätten zerstört. Die Bevölkerung sollte fortan aus ungebildeten wie in der Steinzeit lebende Bauern bestehen. Gebildete Menschen wurden verdächtigt gegen das Regime zu kämpfen und folglich ermordet. Bald reichte es schon wenn man Brilltenträger war um als verdächtig zu gelten, dann wurde nicht nur der Verdächtige ermordet sondern gleich auch seine ganze Familie damit niemand sich rächen konnte. Aus Freunden wurden Feinden, es wurden auch 300 kopflose und uniformierte Rote Khmer Soldaten gefunden. Munition war wertvoll, somit wurden die Menschen mit Bambusstöcken, Macheten und Werkzeugen zu Tode geprügelt. Viele lebten noch als sie in die Massengräber geworfen wurden. Sie starben erst durch die Chemikalien die in das Grab geschüttet wurden um den Gestank zu überdecken. Nach dem Untergang der Roten Khmer und der Befreiung Kambodscha durch die Vietnamesen. Lag Kambodscha in Trümmern.
    - 1/3 der Bevölkerung ermordet
    - Städte verwahrlost und verwüstet
    -jegliche Infrastruktur zerstört
    - beinahe die komplette gebildete Mittelschicht ausgelöscht

    Nach der Besichtigung der Killing Fields sah ich die Khmer mit ganz anderen Augen. Fast jeder wird jemanden verloren oder vielleicht sogar alles verloren haben. Die junge Generation ist die erste seit langen die in Frieden aufwächst. Die Menschen sind freundlich und scheinen trotz der einfachen Verhältnisse in denen sie leben glücklich. Denn sie leben in Frieden.
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  • Day1

    Siem Reap

    December 15, 2016 in Cambodia

    Siem Reap ist wohl einer der touristischsten Städte in ganz Asien. Grund dafür ist natürlich das weltbekannte Angkor Wat. Leider hat Siem Reap ansonsten nicht viel zu bieten. Überteuerte Restaraunts, Hotels und unzählige bunt gekleidete Chinesen prägen das Stadtbild. Mit dem Hintergedanke eine mehrtägige Tour durch Angkor Wat zu machen, haben wir ein Hostel für 4 Nächte gebucht was leider viel zu lange war. Die Tempelanlagen sind bis zu 80km von Siem Reap entfernt, die Hauptanlagen wie zum Beispiel das tatsächliche Angkor Wat gerade mal 10Km. Es gibt verschiedenste Routen diese zu erkunden, wir haben uns für den "Small Circuit" entschieden. Welcher neben Angkor Wat noch 5 weiter Tempel beinhaltet. Für 15$ hat uns ein Tuk Tuk Fahrer von den ganzen Tag von Tempel zu Tempel gefahren. Zunächst ging erstmal Tickets kaufen, 20$ für einen Tag,40$ für Zwei,70 für Fünf.Schon ganz schön happig. Mit personalisiertem Ticket ging es endlich auf das Tempelareal, entlang an mit Wasserrosen bewachsenen Teichen und grünem Wäldern, zog sich die Karawane der Touristen. Zuerst ging es zum Haupttempel Angkor Wat, dort angekommen fühlte man sich zwischen all den Reisebussen und dem Menschenströmen zwar eher wie auf dem Weg zum Fußballstadion aber das war zu erwarten. Der Tempel ist atemberaubend nicht nur die Größe sondern auch die Bauweise ist faszinierend, jedoch nehmen die Tourimassen diesem Ort sein Charme und auch seine Mystik. Leicht Enttäuscht ging es weiter zum Bayon Tempel. Und schon ändert sich alles, das gute an der Größe des Tempelareals ist dass sich die Massen ein Wenig verteilen. Der Bayon Tempel ist berühmt für seine Steintürmen die mit Gesichter verziert sind. Für mich persönlich einer der Highlights. Auch die nächsten Tempel wurden immer leerer und es kam doch noch ein Hauch von Mystik auf. Da ich den Bericht natürlich mal wieder 3 Wochen später schreibe kann ich euch leider nicht die Namen aufzählen. Mein Favorit Ta Prohm stand als letztes auf der Liste, nach 5 Stunden in der Sonne und gefühlten 300 Tempel hatten wir einen kleinen Tempel "Overkill" der Ta Prohm lies das jedoch schnell vergessen. Jahrzehnte vom Dschungel verschlungen verstrahlt der von Moos, Bäumen und Schlingpflanzen bewachsene Tempel richtiges Indiana Jones feeling. Nicht umsonst wurde dort auch für Tomb Raider gedreht. Erschöpft ging es nach einem langen Tag zurück ins Hostel.

    Wir entschieden uns die 20$ für einen weiteren Tag zu sparen und stattdessen die Pubstreet in Siem Reap zu besuchen. Angkor Wat und seine umliegende Tempel sind zwar beeindruckend und auf jeden Fall sehenswert. Doch für meinen Geschmack viel zu überlaufen und überbewertet. Mir hätte auch einer der besichtigen Tempel gereicht wäre er dafür menschenleer gewesen. Stattdessen wird man von einem Tempel zum Anderen gekarrt und darf die chinesische Selfiekultur begutachten.

    Nichts für mich!
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  • Day11

    4000 Islands

    December 11, 2016 in Cambodia

    4000 Inseln in einem Land ohne Küste? Ja das gibt's, möglich macht das der für mich schönste Fluss der Welt welcher sich an der Grenze zu Kampodscha bis zu 18Kilometer in die Breite spreizt. Je nach Wasserstand des Mekongs entstehen dadurch unzählige Inseln, viele davon sind tatsächlich nur kleine Büsche die aus dem Wasser ragen. Lediglich 3 Inseln sind bewohnt, wir haben uns für die kleinste aber besonders bei Backpacker beliebte Insel Don Det entschieden. Erst seit 2 Jahren gibt es dort Strom und Fließend Wasser. Auf der 4 Kilometer lange Insel gibt es keine asphaltierten Straßen und Autos. Vom Pier aus führen zwei kleine Wege entlang der beiden Ufer an denen sich die Einheimischen angesiedelt haben, zwischen drin gibt es einige Restaraunts und Bars. Für 4€ die Nacht kann man sich einen kleinen Bungalow direkt am Fluss mieten. Ich musste mir ein Lachen verkneifen als ich nach 20 minütigen Warten mein Bungalow betreten habe, ich wusste nicht was die Frau solange da drin gemacht hat aber geputzt hat sie bestimmt nicht. Die Bambuswände waren löchrig und bewohnt von zahlreichen Spinnen die in Ruhe ihre Netze verbreiteten. Die Toilette hatte keine Spülung, der Duschkopf gab die Wassermenge eines Wasserhahn von sich. Waschbecken und Spiegel wurden erst gar nicht eingebaut. Viele Leute wären direkt wieder abgehauen aber irgendwie machte genau das den Charme der Insel aus. Alles minimalistisch aber ausreichend zum Leben. Unter meinem Moskitonetz fühlte ich mich zudem sicher von meinen tierischen Mitbewohner. Einen Wecker brauchte ich auch nicht den der durch Stelzen entstanden Platz zwischen Boden und Bungalow nutze eine Gruppe von Hühnern als Unterschlupf. Ab 6 Uhr morgens machte sich das Oberhaupt der Hühnerfamilie laut bemerkbar und versaute mir meinen wohlverdienten Schlaf.

    Die meiste Zeit verbrachten wir in der Hängematte oder auf der Terasse des Restaraunts welches sich direkt an die Bungalowkette anreiht. Dort wurden wir für faire Preise von "MamaMon" kulinarisch verwöhnt. Viele Sehenswürdigkeiten gab es auf der Insel nicht, für ein 1€ mieteten wir uns mehrmals Fahrräder und radelten über holprige Pfade über die Insel dabei kreuzten Wasserbüffel, Hühner und viele andere Tiere unsere Wege. Mit einer alten Brücke ist Don Det mit der Nachbar Insel Don Rhon verbunden, dort kann man den wasserreichsten Wasserfall Asien bestaunen. Ansonsten gab es auch dort nicht viel zu Sehen. Aber das brauchte man auch nicht. Für mich war der Einblick in das tatsächliche Leben der extrem freundlichen Laoten, völlig ausreichend. Egal welches Alter jeder hat einen freundlich mit " Sabbadi" gegrüßt. Ich weiß nicht ob viele Touristen sich nicht die Mühe machen soweit in den Süden zu fahren oder es allgemein wenig los ist zurzeit in Laos. Aber unsere Vermieter boten uns sogar eine kostenlose Nacht an wenn wir noch länger bleiben, da wir die einzigen Leute dort waren am Ende. Es gab zwar einige Bars auf Don Det aber die meisten waren komplett leer, jeden Abend trafen sich die Backpacker in einer anderen Bar zu Karaoke oder Trinkspielen auf der Straße. Gegen 23 Uhr war dann Zapfenstreich und alle versammelten sich am Strand für ein Lagerfeuer.

    Die Ruhe und die Harmonie auf der Insel hielt uns für 6 Nächte in ihrem Bann, bis sie der völlig touristischen und überlaufenen Stadt Siem Reap in Kampodscha weichen musste.
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  • Day5

    Vang Vieng

    December 5, 2016 in Laos

    Nach 3 Nächten in Luang Prabang ging es mit einem Minivan weiter nach Vang Vieng. Die holprige Gebirgsstraße führte über einen Pass und für einen Moment fühlte man sich im Himalaya, seitlich ging es hunderte Meter in die Tiefe und die Straße teilte man sich mit bunten und überladenen LKWs. Leider war es unmöglich Bilder von dem atemberaubenden Ausblick zu machen, da die Straße immer schlechter wurde. Angekommen suchten wir unser Hostel was sich in Laos schwierig gestaltet, weil Restaurants und Bars alle die gleichen gelben Schilder mit der Werbung des einheimischen Biers nutzen. Begleitet wurden wir von einem Schweizer den wir zuvor in Luang Prabang kenen gelernt haben. Vang Vieng an sich ist eine kleine nicht wirkliche schöne Stadt, der einzige Charme der Stadt sind die schönen Kalkfelsen von denen sie umgeben ist. Berühmt wurde Vang Vieng als Partystadt für Backpacker, nachdem der Präsident 2012 alle Bars entlang des Flussufers abreissen ließ, ist es aber deutlich ruhiger geworden und man findet nur noch vereinzelte Bars und Nachtclubs. Trotzdem kann man sich in sogenannten "Space Bars" alle möglichen Drogen von Opium bis Pilzen bestellen.

    WAS WIR NATÜRLICH NICHT GEMACHT HABEN!

    Leider zählt Laos zu den etwas teueren asiatischen Länder, besonders Klettertouren und Trekkingtouren sind extrem teuer also verzichteten wir auf eine geplante Tour und wollten die Umgebung auf eigene Faust mit Rollern erkunden. Nachdem wir am ersten Tag aber gleich 4 Leute mit teilweise echt bösen Verletzungen kennen gelernt haben, verzichteten wir auch aufs Roller fahren. Stattdessen ging es Tuben, dabei schnappt man sich einen LKW-Reifen und lässt sich den Fluss von Bar zu Bar heruntertreiben, heute gibt es nur noch 3 Bars auf der Strecke und jede Gruppe wird von einem Guide begleitet. Was wohl daran liegt dass früher das Tubenmehrere Todesopfer im Monat forderte. Gelassen ließen wir uns den Fluss runter treiben und genossen das schöne Wetter. Die zwei weitere Tage verbrachten wir beide im unserem gemütlichen Hostel. Auch weil mein anfänglicher Kater sich zu andauernden Magenprobleme verwandelte.

    Nächster Stopp ist Pakse im Süden jedoch nur für eine Nacht und dann geht es weiter zum Mekong Delta an der kampodschanischen(?)/kampodischen(?) Grenze.
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  • Day1

    Luang Prabang

    December 1, 2016 in Laos

    Unseren 4-tägigen Aufenthalt verbrachten wir in einem netten Hostel für gerade mal 5€ die Nacht. Jeden morgen konnte man sich zwischen Rührei,Spiegelei und Omelett entscheiden, ohne auch nur ein Cent dafür zahlen zu müssen. Somit hatten wir in Luang Prabang unseres erstes richtiges Frühstück nach einer gefühlten Ewigkeit. Noch viel besser als das Frühstück war für mich persönlich das morgenliche Zusammensitzen mit den anderen Reisenden, so ist man schnell in Kontakt mit gekommen. Wir verabredeten uns gleich für den zweiten Abend mit beinahe gesamten Hostel in eine Bar zu gehen. Wie es endet wenn 5 Deutsche, 2 Schweizer, 1 Österreicherin, 2 Engländer und 1 Kanadier, sich verabreden um was trinken zu gehen kann man sich fast denken. Wir waren eine echt witzige Truppe, jeder hat was zu erzählen gehabt, dieselben Erfahrungen gemacht und neue Trinkspiele eingebracht. Um halb 12 schließen die Bars und die Menge trifft sich in einer Bowlinghalle, das scheint wohl eine Art Ritual zu sein. In der Bowlinghalle war das Bowlen an sich aber nur Nebensache, stattdessen ging die Party weiter. Trotz einer langer Nacht standen wir überraschenderweise früh auf, denn es stand das Highlight in Luang Prabang an. Mit gemieteten Roller ging es über holprige Straßen zu den 30km entfernten Kuang Si Waterfalls. Dort angekommen merkten wir jedoch schnell dass wir nicht die einzigen waren, die den Tag dort verbringen wollten. Im Internet haben wir jedoch von einem "geheimen" Weg zu einem für Touristen nicht geöffneten Teil des Wasserfalls gehört. Man solle einfach nach dem "No Entry" Schild ausschau halten und dann dem Trampelpfad folgen. Der Wasserfall an sich besteht in Wirklichkeit auf unzähligen kleineren und größeren Wasserfällen, sowie zahlreichen kleinen Becken die zum Baden im türkis blauen Wasser einladen. Als wir das besagte Schild gefunden haben, wurden wir jedoch skeptisch ob wir wirklich nach dem geheimen Spot suchen wollen, denn der Trampelpfad wurde durch Stacheldraht einen umgestürzten Baum und zahlreichen Holzstäben blockiert. Somit zögerten wir uns und entschieden erstmal weiter zur Quelle und einer sich dort befinden Höhle zu laufen. Nach und nach entfernten wir uns immer weiter von den Touristenmengen und folgten einem kleinen Weg durch den laotischen Dschungel. Nach der 30 minütigen Wanderung waren wir zuerst Enttäuscht, wir fanden lediglich eine leere Bar und einen kleinen Bach vor. Etwas deprimiert überlegten wir ob wir tatsächlich noch zur Höhle weitergehen sollten oder wieder direkt zum Wasserfall zurück.

    Zum Glück entschieden wir uns für die Höhle und wurden doch noch für den schweißtreibenden Marsch belohnt.

    Die Höhle wirkte total vergessen, die wenigsten laufen wahrscheinlich soweit um eine Höhle zu sehen. Vor der Höhle standen ein paar runtergekommene Standruinen und ein großes Schild "Buy Ticket here". Tatsächlich waren wir jedoch die einzigen Leute dort und wir konnten uns das Ticket sparen. Der Eingang der Höhle war mit einer Kobra aus Stein geschmückt, die wohl den Inhalt der Höhle bewachen soll? Oder standen wir vor dem Eingang der "Kobrahöhle" und im inneren wimmelt es von Schlangen? Wir wurden skeptischer ob wir uns wirklich in die dunkle und abgelegene Höhle wagen sollten.

    War sie vielleicht wegen der Schlangen geschlossen worden?

    Nach einer kleinen Diskussion bei einer Zigarette, siegte dann doch die Neugier und bewaffnet mit Stöcken konnte das Abenteuer beginnen. Nach anfänglicher Unsicherheiten gewöhnten wir uns daran das so ziemlich jeder Schatten in der Höhle wie eine Schlange aussieht. Die Höhle war wunderschön und unheimlich zu gleich, immer wieder sind wir an mal kleineren mal größeren Buddhaskulpturen mit kleinen Opfergaben vorbeigekommen. Immer tiefer im Inneren der Höhle fragten wir uns wie lange sie noch weiter gehen wird und ob wir nicht mal lieber umdrehen sollten. Nach gut 20 Minuten entschieden wir uns dann umzudrehen um endlich wieder frische Luft schnappen zu können. Auf halbem Weg sind uns dann 4 völlig entspannte Mädels entgegen gekommen.

    PEINLICH?!!

    3 Jungs bewaffnet mit Stöcken trauen sich kaum in eine Höhle und die sind völlig gelassen?

    Naja lieber eine peinliche Erfahrung wie eine mit einer Kobra.

    Zurück an Wasserfall standen wir dann wieder an vor dem "No Entry" Schild. Diesmal entschieden wir uns aber daran vorbei zu gehen. Wahrscheinlich lag es an unserem geknickten Ego und wollten uns beweisen dass wir keine Angsthasen sind. Also krochen wir durch ein kleines Loch in der Absperrung und folgten dem immer steiler werdendem Weg. Nach einer weiteren Absperrung und einer kleinen Kletteraktion, waren wir sprachlos von der Schönheit des geheimen Spots am Wasserfall. Die Touristenroute verläuft seitlich von unten zur Spitze des Hauptwasserfalls, so konnte man ihn nur von Unten oder von Oben begutachten. Aber wir waren mittendrin auf einem kleinen Tableau, sofort sprangen wir in das kleine Becken und kühlten uns ab.

    Wir fühlten uns wie Mogli, die Könige des Dschungels!

    Unvergesslicher Moment der einem zeigt dass man sich doch öfters überwinden sollte, sich ins Ungewissene zu stürzen um am Ende vielleicht dafür belohnt zu werden....
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  • Day1

    Von Chiang Rai nach Luang Prabang

    November 29, 2016 in Laos

    Nach einer kurzen Nacht ging es mit dem Bus von Chiang Rai aus zur Grenze. Nach 3 stündiger Fahrt waren wir am Checkpoint, Depature Card ausfüllen, Pass stempeln lassen und schon ist man ausgereist. Mit einem weitern Bus ging es dann über die Freundschaftsbrücke auf die laotische Seite. Dort bekamen wir mehrere Formulare die auszufüllen waren, nach dem 10 "Passportno." Feld, konnte ich meine Passnummer beinahe auswendig. Noch schnell 30$ wechseln und wir konnten unser VISA beantragen. Kurze Zeit später hatten wir unser 30tägige Visa im Pass und durften einreisen. Erstaunlich easy und abzockefrei blieb der Grenzübertritt. Was sich dann auf dem Weg zum Pier endete, am Checkpoint warteten zahlreiche Tuk-Tuks die einem zum Pier der Slowboote fahren sollen. Nach ca. 10minütiger Fahrt hielten wir an einem Straßenstand an und der "Reiseleiter" sagte ausdrücklich wir müssen unbedingt hier Snacks holen für die Fahrt weil es keine weitere Möglichkeiten gebe würden. Naiv deckten wir uns mit Vorräten für den Tag ein. Umgerechnet 2€ für ein Sandwich, okay aber schon etwas teurer. Doch es wurde dreister man solle nun auch noch dort direkt Geld wechseln weil wir nur mit Kip bezahlen könnten und unbedingt eine Unterkunft buchen für den Zwischenstop in Pambek. Spätestens da wussten wir das die Freundlichkeit des Reiseleiters mal wieder nur gespielt war, denn in Laos kann man fast überall mit Thai Baht und Dollar bezahlen. Nach dem alle versorgt waren ging es weiter zum Pier, dort fanden wir natürlich zahlreiche und weitaus billigere Kiosk vor. Naja an diese Maschen um Touristen das Geld aus den Taschen zu ziehen muss man sich einfach gewöhnen in Asien. Auf dem Boot angekommen, verstauten wir das Gepäck und suchten uns ein Platz. Die Sitzreihen bestanden aus alten Bussitzen und waren von der Beinfreiheit an den asiatischen Größendurchschnitt angepasst. Und los ging die Fahrt, auf dem Boot war eine multikulti Mischung an Backpackern aber auch zahlreiche Einheimische nutzen das Boot um zu abgelegenen Dörfern zu kommen. Wir hatten Glück und haben einen Platz in der Mitte bekommen, in den hinteren Reihe waren die Motorgeräusche schon extrem laut und ganz hinten wo beinahe nur Einheimische saßen vibrierte das ganze Boot. Nach und nach Entwickelte sich die Bootsfahrt vorbei an wunderschönen dicht bewachsenen Bergen, zu einem Saufgelage. Beinahe an jedem Stopp wurde der Bier Vorrat aufgestockt. Leider waren Raf und Liam mit Magenproblemen belastet, somit blieb es für uns bei 1-2 Bier. Nach 6 Stunden erreichten wir unserem Zwischenstop Pambek, am "Hafen" erwarteten uns dutzende Einheimische, die uns ein Zimmer für die Nacht anbieten, zum Ärger derjenigen die ein überteuertes Zimmer über den Reiseleiter gebucht haben, der übrigens nicht mit auf dem Boot war. Wir hatten eine nette Unterkunft direkt an der Haupstraße bzw. an der einzigen asphaltierten Straße. Außer ein paar Gasthäusern, wenigen Restaraunts und einer Bar gab es nicht viel zu sehen in Pambek. Ohne die Touristen, welche die Slowboote anschleppen, wäre es wohl eins von vielen Fischerdörfern am Ufer des Mekongs. Nach einer weiteren kurzen Nacht folgte am nächstes Morgen der zweite Teil der Bootsfahrt. Völlig gelassen rauschte an uns das Mekongufer vorbei, zwischen durch konnten wir immer wieder Fischern bei ihrer Arbeit oder Ziegen beim grasen zuschauen. Immer häufiger stoppte das Boot um Einheimische von Dörfern mitzunehmen, manchmal sprangen sie aber auch direkt von kleinen Booten auf Unseres über. Erschöpft aber auch beeindruckt sind wir um 16Uhr in Luang Prabang angekommen.( tatsächlich war es 10km außerhalb von Luang Prabang, damit die Touristen noch ein Tuk-Tuk nehmen müssen). Unser Hostel hier ist recht gut und das Zimmer teilen wir uns mit einer netten Kanadierin.Read more

  • Day1

    Tierische Erlebnisse im Norden Thailands

    November 26, 2016 in Thailand

    Mit dem Bus ging es in den Norden. Nach 10 stündiger Busfahrt sind wir erschöpft in Chiang Mai angekommen. Chiang Mai ist eine ruhige Kleinstadt mit einer wunderschönen Altstadt. Um die Umgebung zur erkunden, mieteten wir uns Roller. Nach anfänglichen Problemen mit dem Links-Verkehr in Thailand, genossen wir die Bergstraßen hinauf zum Doi Suthep ein buddhistischer Tempel mit klasse Ausblick auf die Region. Danach ging's weiter zum "Grand Canyon" der mit Wasser geflutete Steinbruch hat zwar wenig mit dem echten Grand Canyon gemeinsam bietet aber eine gute Abkühlung während der Mittagshitze. Leider ist er auch Heimat der örtlichen Insekten und Tierwelt, ein falscher Schritt und der erste Schockmoment unseres Trips ist eingetreten. Ich spürte einen stechenden Schmerz und wollte schon eine Biene beschuldigen als ein schwarzes 10cm großes Skorpion völlig entspannt zwischen meinen Beinen spaziert. Nach dem ersten Schreck folgte eine ausgiebige Google-Recherche über die Gefahren von Skorpionen und damit die Entwarnung nur ein Bruchteil der Skorpionenarten in Asien können wirklich zu ernsthaften Erkrankungen führen, zudem sind kleinere Skorpione giftiger als die Großen.

    Glück im Unglück.

    Am dritten Tag erlebten wir unser zweites und deutlich schöneres Tiererlebnis in Chiang Mai. Mit dem Bus ging es zu einem Elefanten Camp. Im Umland Chiang Mais befinden sich dutzende solcher Camps, leider werden in vielen die Elefanten unter schrecklichen Bedingungen gehalten und zu Shows oder Elefantenreiten missbraucht. Deshalb entschieden wir uns für ein kleines Camp mit lediglich 6 Elefanten indem kein "elephant riding" angeboten wird. Stattdessen stand füttern, Medizinherstellung,Schlammbad mit anschließlichem waschen und zum Abschluss ein Wasserfall, auf dem Plan. Alles in allem ein einmaliges und tollen Erlebnis mit diesen riesigen und doch so sensiblen wie emotionalen Tieren. Der Elefant ist dem Mensch viel ähnlicher als man denkt, extreme Einsamkeit kann beispielsweise eine starke Depression herbeiführen welche zum Tod des Elefanten führen kann.

    Mein Fazit zum Elefanten Camp:
    Tolle Erfahrung, trotzdem bleibe ich solchen Tierparks skeptisch gegenüber zwar machten die Elefanten einen gesunden Eindruck, jedoch wurden sie während des Aufenthalts öfters an ihren empfindlichen Ohren gezogen und dazu gedrängt bei der Gruppe zu bleiben. Ob das tatsächlich Nötig ist um die doch wilden Tiere im Zaun zu halten weiß ich jedoch nicht...

    Weiterfahrt nach Pai:
    Mit dem Bus ging es ins 80km nördlich gelegene Pai. Wir fanden schon Chiang Mai extrem ruhig im Vergleich zu Bangkok. Doch Pai war nochmal um einiges ruhiger, die Stadt ist der Treffpunkt für Rastas&Hippies aus der ganzen Welt. Die bunte Stadt ist gezeichnet vom Ganja-Flair, alles total entspannt, tolle Musik und super freundliche Menschen. Leider vermieste unser ranziges Hostel uns den Aufenthalt ein Wenig. Trotzdem waren wir von Pai begeistert, völlig entspannt cruisten wir mit unserem Roller "Risky" (aufgrund seiner beinahe defekten Bremsen) durch das bergige Umland Pais und erholten uns von den doch stressigen ersten Tagen in Thailand.
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