Diese Region im Südosten Polens verdankt ihren Namen der Tatsache, dass viele Städte von italienischen Architekten entworfen wurden. Zum italienischen Vorbild passt auch die hügelige Landschaft. Auf dem Hin- und Rückweg fahren wir durch Schlesien .
  • Day14

    Zurück in Deutschland

    September 22 in Germany ⋅ ⛅ 19 °C

    Vom Spreewald aus fahren wir bei bestem Wetter nordwestwärts über den Fläming, passieren Jüterbog, Treuenbrietzen – „Sabinchen war ein Frauenzimmer…“, Bad Belzig und stoppen am Wasserstraßenkreuz Magdeburg, dort wo der Mittellandkanal in einer Trogbrücke über die Elbe geführt wird. Dann durchqueren wir die Colbitz-Letzlinger Heide, bevor wir durchs Wendland und die Görde hinter Lüneburg die restlichen Kilometer über die Autobahn durch den Elbtunnel zurück nach Hause fahren. Erstaunlicherweise ist am Elbtunnel kein Stau, zumindest von Süden her kommend.
    Wieder einmal ist eine interessante MOTTOUREN-Reise mit vielen Eindrücken zu Ende!

    Nachtrag: Die Reise verlief bei fast bestem Wetter völlig problemlos. Interessant für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu erfahren, wie freundlich wir als Motorradfahrer in Polen aufgenommen wurden, uns wurde zugewunken, Platz gemacht, Vorfahrt gewährt, selbst da, wo wir keine hatten. Die wenigen BMW- und Audifahrer und einige in Transportern, die sich beweisen mussten, sind da eher die Ausnahme. Ähnliches hatten wir zuvor schon auf der Reise durch Russland erlebt. Wir haben keine Oberlehrer wie bei uns erlebt! Umgekehrt haben wir dazugelernt, an Stoppschildern doch zu halten - mit Füßen auf dem Boden und dass in Polen und auch in Russland die Fußgänger an Zebrastreifen Vorrecht haben und das auch einfordern. Gut so. Fazit: In die Region – und in andere in Polen immer wieder und immer wieder gerne.
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  • Day13

    Tschüss Polen

    September 21 in Germany ⋅ 🌙 13 °C

    Wir verlassen Breslau nicht ohne noch auf Orts- und Spurensuche zu gehen. Stefans Vater ist in Breslau geboren worden. Wir suchen und finden dann auch den alten Hauseingang. Hat was Emotionales! Durch den westlichen Teil Schlesiens mit einigen bedeutenden geschichtlichen Orten fahren wir wieder an die deutsch-polnische Grenze.
    57 km nordwestlich von Breslau beeindruckt das älteste schlesische Zisterzienserkloster Lubiaz / Leubus durch seine wahrhaft gigantischen Ausmaße und seine gruselige Geschichte. Im 19. Jahrhundert eine psychiatrische Anstalt mussten in bis heute geheim gehaltenen Gewölben unter dem Kloster Hitlers Zwangsarbeiter an der Wunderwaffe V1 und an U-Bootteilen arbeiten. Keiner der Arbeiter soll das Tageslicht wieder erblickt haben. Der Barockbau hat eine Fassadengesamtlänge von 341 m und über 300 Zimmern. Viel Arbeit gibt es dort noch!
    Bolesławiec / Bunzlau ist vor allem für seine überwiegend blaugepunktete Bunzlauer Keramik und den Barockdichter Martin Opitz bekannt. Eine Strecke weiter beeindruckt das Schloss Kliczków / Schloss Klitschdorf, in dem ich auf einigen Reisen durch Polen schon öfters übernachtet habe. Das Hotel befindet sich in dem Neurenaissance-Schloss, das von einem malerischen Park umgeben ist. Erhalten blieb der Pferdefriedhof der einstigen Besitzer.
    Auf deutscher Seite gelangen wir durch das ehemalige Braunkohletagebaugebiet in den Spreewald und erreichen Lübbenau, wo wir auf dieser Reise letztmalig übernachten.
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  • Day12

    Wieder mal in Breslau

    September 20 in Poland ⋅ ⛅ 10 °C

    Breslau / Wroclaw ist immer wieder ein Erlebnis. Das fängt mit der Jahrhunderthalle an. Aber insbesondere ist es ein Erlebnis, wenn ich / wir mit Krystyna in ihrer Stadt unterwegs sind. Und jedes Mal mit einem anderen Blickwinkel. Die Kirchen, die Plätze, die Oder mit ihren Kanälen und natürlich der Marktplatz mit dem Rathaus. Die Altstadt Breslaus hat viele Restaurants, Cocktailbars, Kaffeehäuser und Szenekneipen und bietet etwas für jeden Geschmack. Nicht zuletzt auch deswegen ist die Stadt bei der Jugend sehr beliebt; 100.000 Studenten können sich nicht irren! Die Bürgerhäuser der Altstadt sind wunderschön restauriert und Breslau hat sich in letzter Zeit zu einem echten Touristenmagnet entwickelt. Und immer wieder schön, neue und alte Zwerge zu entdecken!Read more

  • Day11

    Es wird sehr katholisch

    September 19 in Poland ⋅ ⛅ 9 °C

    Kurz nach Sandomierz nehmen wir die Gelegenheit wahr und überqueren die Weichsel mit einer Fähre. Anschließend haben wir das Gefühl, zu Hause im Alten Land zu sein: Links der Deich und rechts endlose Apfelplantagen. Das Renaissanceschloss in Baranow Sandomierski, unser erster Stopp auf dem Weg nach Westen, ist eine prachtvolle Adelsresidenz und sehr gut erhalten. Zeit für einen Kaffee in der Nähe. Wir verlassen nun die Polnische Toskana in Richtung Niederschlesien. Unterwegs halten wir in Tschenstochau am berühmten Paulinerkloster, der heiligsten polnischen Stätte. Das Kloster auf dem Jasna Góra wird jährlich von Millionen Pilgern aus aller Welt besucht. Hier, wo das Gnadenbild der Schwarzen Madonna aufbewahrt wird, hielt der Papst Messen vor mehreren hunderttausend Gläubigen. Dann erreichen wir bei Oppeln wieder schlesisches Gebiet. In der Stadt eine Schülerdemonstration, „Fridays for future!“ Es wird vorübergehend „deutscher“, zweisprachige Ortsein- und Ortsausgangsschilder, Schrebergärten, sehr gepflegte Vorgärten und gefegte Gehwege. Wir übernachten im Schlosshotel Prawdzic Pałac und scheinen die einzigen Gäste zu sein. Auch nicht schlecht, dann fühlen wir uns mal eben als Schlossherren.Read more

  • Day10

    Apfel-, Beeren- und Hopfenland

    September 18 in Poland ⋅ ⛅ 9 °C

    Wir verlassen heute Lublin etwas später, denn zum ersten Mal regnet es morgens. Quasi über Nacht ist es Herbst geworden. Der stramme Westwind an den letzten beiden Tagen hatte es schon angedeutet. Ausnahmsweise fahren wir eine halbe Stunde später los und schon nach kurzer Zeit hört der Regen auf.
    Ein erster Stopp ist in Nałęczów, ein im ganzen Land bekannter Kurort. Dann erreichen wir Kazimierz Dolny an der Weichsel. Der Ort ist wegen seiner historischen Altstadt ein in ganz Polen beliebtes touristisches Ziel. Glücklicherweise ist im Moment nicht so viel los. Wir nehmen die Gelegenheit war und machen am Marktplatz Pause mit jeweils einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen. Seit den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts haben sich hier auch Maler inspirieren lassen, was den Beinamen „Stadt der Künstler“ erklärt.
    Seit dem 16. Jahrhundert entwickelte sich der Ort zu einem wichtigen Umschlagplatz für das die Weichsel abwärts verschiffte Getreide. Armenische, griechische und jüdische Kaufleute siedelten sich an, der Wohlstand wuchs, aber u.a. machten die polnisch-schwedischen Kriege diese Blüte zunichte und auch die große Nachfrage nach polnischem Getreide ging zurück. Das ist wie heute mit polnischen Äpfeln. Seit dem Embargo der EU gegenüber Russland haben die Apfelbauern in dieser Region arge Probleme. Hier sind die Orte auch voll mit Wahlplakaten der PIS. Ihr Wählerpotential soll hier im Osten bei weit über 40 % liegen. Das scheint ein östliches Phänomen zu sein. Viele hier fühlen sich nicht nur, wie Danuta sagte, als B-Polen, sondern eher als C- oder D Polen. Und dass, obwohl es ihnen zumindest vom ersten Eindruck her nicht schlecht zu gehen scheint.
    Schließlich erreichen wir Sandomierz. Das „Klein Rom“ liegt auf einem hohen Felsen über der Weichsel und war eine wichtige Handelsstadt, das Herz der Polnischen Toskana. Sandomierz gehört zu den malerischsten Orten, die Polen zu bieten hat. Brautpaare sind wieder zu Fotosessions unterwegs. Beim Rundgang entdecken wir eine kleine Brauerei, die erst vor kurzem eröffnet hatte. Jakob lässt uns mal die verschiedenen Biersorten probieren. Wir übernachten wieder im Hotel Sarmata und essen ausgesprochen lecker. „Das ist ja genauso gut, wie auf Eurer Gourmettour durch Polen,“ merkt eine Teilnehmerin an.
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  • Day9

    An der ukrainischen Grenze nach Lublin

    September 17 in Poland ⋅ 🌧 9 °C

    Wir setzen unsere Fahrt von Zamość aus mit Ziel Lublin fort, wo wir heute übernachten werden. In Hrubieszów erreichen wir die am weitesten östlich liegende Stadt Polens. Zum nächsten Grenzübergang in die Ukraine sind es gerade mal 20 km. Dann fahren wir auf kleinsten Straßen entlang der Grenze nach Norden. Die Dörfer werden spärlicher, wir sehen nur wenige Menschen, zumeist alte. Gelegentlich Grenzschützer. Über Chelm gelangen wir nach Lublin, eine bedeutende mittelalterliche Stadt mit zahlreichen Kirchen, Bürgerhäusern und Befestigungsanlagen. Die Grenze zu Weißrussland ist von Lublin aus über eine Schnellstraße in nur 100 km zu erreichen, aber die Einreise dorthin ist visapflichtig! Auf dem Weg nach Lublin passieren wir vor den Toren der Stadt Majdanek, das ehemalige Konzentrationslager. Gleich wie oft ich hierher komme, dieser Ort, in Sichtweite der Stadt Lublin deprimiert. Sehr!
    Erfreulicher dann wieder der Stadtrundgang mit Danuta, die uns ihr Lublin in „B-Polen“ wie sie sagt, mit viel Humor nahe bringt.
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  • Day9

    An der ukrainischen Grenze nach Lublin

    September 17 in Poland ⋅ 🌧 9 °C

    Wir setzen unsere Fahrt von Zamość aus mit Ziel Lublin fort, wo wir heute übernachten werden. In Hrubieszów erreichen wir die am weitesten östlich liegende Stadt Polens. Zum nächsten Grenzübergang in die Ukraine sind es gerade mal 20 km. Dann fahren wir auf kleinsten Straßen entlang der Grenze nach Norden. Die Dörfer werden spärlicher, wir shen nur wenige Menschen, zumeist alte. Gelegentlich Grenzschützer. Über Chelm gelangen wir nach Lublin, eine bedeutende mittelalterliche Stadt mit zahlreichen Kirchen, Bürgerhäusern und Befestigungsanlagen. Die Grenze zu Weißrussland ist von Lublin aus über eine Schnellstraße in nur 100 km zu erreichen, aber die Einreise dorthin ist visapflichtig! Auf dem Weg nach Lublin passieren wir vor den Toren der Stadt Majdanek, das ehemalige Konzentrationslager. Gleich wie oft ich hierher komme, dieser Ort, in Sichtweite der Stadt Lublin deprimiert. Sehr!
    Erfreulicher dann wieder der Stadtrundgang mit Danuta, die uns ihr Lublin in „B-Polen“ wie sie sagt, mit viel Humor nahe bringt.
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  • Day8

    Durch die Polnische Toskana

    September 16 in Poland ⋅ ☁️ 11 °C

    Von Arłamów geht es nordwärts nach Przemyśl. Von hier aus ist es nicht weit in die Ukraine, allerdings kann der Grenzübertritt Stunden dauern, besonders für Lastwagen. Deshalb bleiben wir in Przemyśl und bummeln durch die Stadt, die früher eine der wichtigsten Festungen im Osten war. In den letzten Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg wurde die ganze Stadt zu einer Festung gegen die Bedrohung durch das Russische Reich ausgebaut. Der äußere Festungsring betrug 45 km. 1914 waren dort über 140.000 Soldaten stationiert. Die zweimal belagerte Stadt spielte eine Schlüsselrolle, vergleichbar mit Verdun. 1915 wurde die Festung nach einer langen Belagerung von den Russen eingenommen. Sogar der russische Zar besuchte damals die eroberte Festungsstadt. 1915 erfolgte die Rückeroberung durch österreichisch-ungarische und deutsche Truppen. Der brave Soldat Schwejk leistete hier seinen Dienst. Ihm hat man unweit des Rathauses ein Denkmal gesetzt. Nebenan warten polnische Offiziere auf eine Veranstaltung. Ab Przemyśl geht es weiter nach Jarosław. Die kleine Stadt hatte früher einen der größten osteuropäischen Getreidemärkte. Sein Renaissance-Rathaus stammt aus der Mitte des 16. Jahrhunderts.
    Łańcut ist mitten in der Polnischen Toskana. Beim Schloss aus dem frühen 17. Jahrhundert findet man einen Englischen Garten und es gibt eine europaweit einmalige Kutschensammlung. Dann ist es nicht mehr weit bis Rzeszów. Die Hauptstadt des Karpatenvorlandes ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt zwischen der Slowakei und der Ukraine.
    Die Neustädtische und die Altstädtische Synagoge, das klassizistische Rathaus auf dem schönen Marktplatz, vereinzelte barocke Gebäude und Sezessionsvillen prägen das heutige Erscheinungsbild der Stadt. Weiter geht es über Zwierzyniec durch den Roztoczański Nationalpark mit seinen bis zu 50 Meter hohen Tannen. Der Park ist neben interessanten Pflanzen und Orchideen besonders für die halbwilden Tarpan-Pferdchen bekannt, die hier dank jahrhundertelanger Zuchtbemühungen überleben konnten. Weiter nach Zamość. Die historische Altstadt wurde 1992 als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.
    Die Stadt wurde in der Mitte des 16. Jahrhunderts nach den Vorstellungen des venezianischen Baumeisters Bernardo Morando im Stil der italienischen Renaissance als ideale Stadt geplant und errichtet, was ihr den Namen Padua des Nordens einbrachte. Es entstand auf offenem Feld eine Stadt als eine komplexe städtebauliche und architektonische Idee. Das Projekt war genial durchdacht und präzise ausgeführt, ein gelungenes Zusammenspiel polnischer Hand¬werker und italienischer Städteplaner. Wegen der charakteristischen Stadttore, des imposanten Rathauses mit seinem hohen Turm und ausladender Freitreppe sowie der Bürgerhäuser mit Arkadengängen wird Zamość auch „Perle der Renaissance“ genannt.
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  • Day7

    Waldkarpatenrunde

    September 15 in Poland ⋅ ⛅ 16 °C

    7. Tag
    Ein sehr bereisenswerter Teil der Beskiden sind die Ostbeskiden, auch Bieszczady genannt. Diese Landschaft im südöstlichen Zipfel von Polen grenzt nicht nur an die Slowakei, sondern auch an die Ukraine. Charakteristisch sind bis zu einer Höhe von ca. 1000 m die Mischwälder, speziell die Buchenwälder und darüber die Hochauen, Poloninen genannt. Mit 1.346 m ist der Tarnica die höchste Erhebung der Westlichen Beskiden.
    Im Winter eines der bekanntesten Skigebiete Polens, wird hier im Sommer viel gewandert, insbesondere an den Wochenenden. Die Parkplätze und die Gaststätten sind voll, Motorradfahrer ohne Ende sind hier unterwegs, nicht nur Cruiser sondern auch einige überaus sportliche. Diverse Attraktionen sind sehr gut frequentiert, u.a. eine Schmalspur-Museumsbahn.
    Mit etwas Glück finde ich auch einen Köhler wieder, den ich schon vor vielen Jahren das erste Mal besucht hatte. Beeindruckend ihm bei seiner Arbeit zuzusehen. Zum Abschluss dann ein Nachmittag am Pool vom Hotel Arłamów.
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  • Day7

    Waldkarpatenrunde

    September 15 in Poland ⋅ ⛅ 16 °C

    7. Tag
    Ein sehr bereisenswerter Teil der Beskiden sind die Ostbeskiden, auch Bieszczady genannt. Diese Landschaft im südöstlichen Zipfel von Polen grenzt nicht nur an die Slowakei, sondern auch an die Ukraine. Charakteristisch sind bis zu einer Höhe von ca. 1000 m die Mischwälder, speziell die Buchenwälder und darüber die Hochauen, Poloninen genannt. Mit 1.346 m ist der Tarnica die höchste Erhebung der Westlichen Beskiden.
    Im Winter eines der bekanntesten Skigebiete Polens, wird hier im Sommer viel gewandert, insbesondere an den Wochenenden. Die Parkplätze und die Gaststätten sind voll, Motorradfahrer ohne Ende sind hier unterwegs, nicht nur Cruiser sondern auch einige überaus sportliche. Diverse Attraktionen sind sehr gut frequentiert, u.a. eine Schmalspur-Museumsbahn.
    Mit etwas Glück finde ich auch einen Köhler wieder, den ich schon vor vielen Jahren das erste Mal besucht hatte. Beeindruckend ihm bei seiner Arbeit zuzusehen. Zum Abschluss dann ein Nachmittag am Pool vom Hotel Arłamów.
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