Reisfelder und das Sasak Dorf
9. maj, Indonesien ⋅ ☁️ 26 °C
Die letzten zwei Tage haben wir zwei kleinere Ausflüge unternommen.deshalb pack ich sie mal in einen Beitrag.
Am Samstag sind wir los um eine kleine Wanderung durch Reisfelder, am Fluss entlang zu machen.
Es begann alles sehr unspektakulär. Wir haben viele Reisfelder gesehen, auf denen der Reis noch wächst, aber auch einige, wo schon geerntet wurde, viele Familien, die den Reis weiterverarbeitet haben und einige Roller auf den schmalen Trampelpfaden, die Reis von A nach B gefahren haben.
Wusstet ihr, dass Reis vom Anpflanzen bis zur Ernte nur etwa drei Monate braucht?
Als wir an einem Hof mit Ziegen vorbei gekommen sind, wollte die Grosse mir zeigen welche sie am herzigsten findet. Bis ich plötzlich Hunde gehört habe, die auf uns zurennen.
Ich rufe nach Sven, der mit dem Jüngsten auf dem Rücken schon vorgelaufen ist. Aber was hab ich mir davon erwartet 🤣
Die Hunde kommen näher. Ich versuche langsam zu laufen mit den beiden Grossen. Und auch die Grosse, die sonst absolut tierlieb ist, bekommt es mit der Angst zu tun.
Zum Glück hören wir kurz darauf die Besitzer, die die Hunde zurück rufen und sogar schon ihre Roller starten. Puh, kurzer Schreckmoment.
Nach der nächsten Abbiegung warten die nächsten Tiere auf uns: eine Kuhherde mit springenden Kälbchen 🐄
Den Nachmittag verbringen wir am Pool.
Den nächsten Tag lassen wir gemütlich beginnen und haben uns das alte traditionelle Dorf des indigenen Sasak Stamms in der Nähe als Ziel gesetzt.
Wir lassen uns dort alles von June unserem Guide erklären. Einige Dinge die wir erfahren haben sind zum Beispiel:
Wenn sie heiraten, werden die Zähne geschliffen. Man erkennt verheiratete Frauen nicht an dem Ring am Finger, sondern eben an den Zähnen. Insgesamt leben 79 Personen inklusive Kinder im Dorf. Es hat spirituellen Anführer und einen Bürgermeister. Der Bürgermeister wird demokratisch gewählt. Das könnte als Nächstes auch eine Frau sein. Seit 2014 müssen Frauen zum Gebären ins Spital. Davor konnten sie die Kinder zu Hause kriegen. In einem Haus leben immer fünf bis sieben Personen. Manchmal eine Familie mit mehreren Kindern, oder zwei kleine Familien. Jedes Haus ist gleich aufgebaut. Es hat immer zwei Betten, eine Küche, eine Ablage und ein Gebetsraum, aber eigentlich alles in einem Raum. Die Milch der Ziegen und die Eier der Hühner werden nicht selbst genutzt. D.h. Milch für die Menschen wird von extern eingekauft und Eier zum Essen auch. Die Kinder gehen von Montag bis Samstag in die Schule. Diese ist circa zwei Kilometer entfernt. Ansonsten basteln sie Dinge wie Anhänger und Armkettchen, die auch verkauft werden. Ansonsten verkauft das Dorf Drachenfrucht, Kaffee, Honig, Kokosöl und Vanille. All das wird auch dort angebaut und verarbeitet. Spannend wie sie tatsächlich den Kaffee über Feuer rösten oder die Vanille nur in der Morgensonne trocken. Dadurch dass Vanille eine kletternde Orchideenart und die Drachenfrucht ein Kletterkaktus ist, sprechen die Dorfbewohner oft von zwei oder drei in eins Bäumen. Weiter zeigt uns June eine Pflanze, mit deren Stiel man Seifenblasen machen kann. Ausserdem klebt sie uns Blätter als Ohrringe ans Ohr und bastelt mit uns Ketten aus einem Manjokblatt.
Wir dürfen Junes Haus anschauen und die Babykätzchen streicheln. Sie gibt uns sogar einen Teller Reis für die Kids zur Stärkung.
Nachdem wir das Dorf verlassen, gehen wir noch in eine Kaffeerösterei. Der Kaffee war lecker und die Kinder bekamen Milchreis zum Mittagessen. Hier wäre auch ne schöne Unterkunft für uns gewesen.
Aber gut, unsere ist auch super. Vorallem für die Grosse, die dort in Rian, dem Angestellten einen Riesen Fan gefunden hat. Dahin geht es jetzt zurück. Auf dem Weg sehen wir das erste Mal eine riesige Spinne, die so gross ist wie eine Hand. Scheinbar eine goldene Radnetzspinne (golden orb weaver) - schnell weiter Richtung Pool. Dort konnten die Kids noch mit ihrer neuen gleichaltrigen Bekanntschaft Ami austoben. Sven ist hat sich die letzten Tage dank indonesischer Honig-Kräuter Mischungen (Jamu) regeneriert, so dass er nachher seinen Wings for Life Lauf machen will. Die grösste Herausforderung dabei werden neben den Höhenmetern und der Dunkelheit wohl die vielen Hunde hier….Læs mere

















