• Prambanan

    May 17 in Indonesia ⋅ ⛅ 30 °C

    So. Heute steht unser erster Tempelbesuch in Yogya an. Dort soll der Sonnenuntergang toll aussehen.
    Also machen wir uns nach dem Frühstück erstmal auf den Weg in die Stadt um Zeit zu überbrücken. Ihr wisst, wir haben hier keinen Pool. Aber es gibt in der Stadt viel zu sehen.
    Wir fahren mit dem Taxi erstmal direkt zum Markt. Aber keine Markthalle wie in Stuttgart oder Hamburg.
    Ein Markt mit Abermillionen von Stoffen und beinahe genauso vielen Menschen. Es ist wahnsinnig beeindruckend, aber auch beängstigend - nicht nur für die Kids.
    Stellt euch mal vor, ihr seid so klein und um euch rum nur Ärsche 😜 Spass bei Seite - Gerüche, die Hitze und die Lautstärke sind neben dem Gewusel eine echte Herausforderung.
    Aber die Jungs suchen sich n cooles Partner-Outfit für zusammen gerade mal 2.50 CHF aus. Die Grosse bekommt ein Kleid.
    Danach geniessen wir den Trubel auf der Strasse. Wir werden auf deutsch angesprochen und eingeladen, uns eine Batik Ausstellung anzuschauen. Diese sei nur noch heute.
    Da wir eh in die Richtung laufen, schauen wir da mal vorbei.
    Wir stehen ganz alleine in der Ausstellung und bekommen ne private Einführung in die Batiktechniken. Nach und nach werden immer mehr Touristen zu dieser Hinterhof Ausstellung gebracht. Uns wird ständig versichert, dass alles kostenlos ist und wir nichts kaufen müssen. Irgendwie werden wir das Gefühl nicht los, dass wir eben doch unbedingt etwas kaufen sollen. Das erinnert uns an eine Situation unserer Nepal Reise. Da haben wir eine geführte Tour zu schwimmenden Dörfern gemacht und durften Dorfbewohner in ihren Hütten besuchen. Ich sag’s euch, wir sind da nicht rausgekommen, bis wir endlich Kühlschrankmagnete gekauft haben 🤣
    Sven überlegt tatsächlich ein Batik Gemälde zu kaufen. Ich hol ihn in die Realität zurück: das sieht jetzt hier in den Ferien toll aus, aber zu Hause werden wir keinen Bezug mehr dazu haben. Ausserdem passt das Motiv einfach nicht in unsere Wohnung - ne hängende Banane.
    Tatsächlich lässt uns der Besitzer ohne grosse Überredungskünste weiter ziehen. Selbst seine verlockenden Rabatte konnten mich nicht überzeugen 😜
    Beim Blick auf die Uhr bekommen wir einen Schreck: schon nach 14 Uhr. Man fährt knapp 45 Minuten zum Tempel, unserem eigentlichen Ziel von heute. Und der Tempel ist nur bis 17 Uhr geöffnet. Also schnell los. Wir haben bereits online Tickets und kommen schnell rein. Zunächst gehen wir wie alle Touristen zum grössten Tempel, dem Prampanan. Nach der obligatorischen Fotosession geht’s rein, in die verschiedenen Skupas. Zu Beginn fallen mir die nicht genormten Treppen schwer und ich muss mich sehr konzentrieren 🙈
    So. Es ist 16:40 Uhr. Was machen wir? Hetzen wir zum nächsten Tempel auf dem Gelände?
    Wir haben es total unterschätzt, wie riesig das Gelände ist. Wir hätten hier locker den ganzen Tag verweilen können. Es gibt ein Tierpark, etliche Cafés, Restaurants, viele Wiesen, wo die Kids spielen könnten und sogar einen kleinen Vergnügungspark.
    Ich möchte unbedingt noch mehr sehen, bin enttäuscht und genervt, dass wir so spät hergekommen sind und will unbedingt weiter.
    In dem Zeitdruck verliere ich die Orientierung und laufe völlig falsch. Sven und ich geraten heftig aneinander bis wir zurück auf die grosse Wiese vor dem Prampanan Tempel gehen, damit wir wenigstens nen schönen Sonnenuntergang sehen. Die Fotos auf der Wiese sind toll geworden und die Kids hatten dort viel Spass. Zum Glück spürt man die eigentliche Stimmung auf den Bildern nicht 😜
    Zum Abschluss gab’s Abendessen im Warung in der Nähe, bevor wir dann spät per Grab nach Hause sind. Auch wenn nicht alles so lief wie gedacht ist es schon verrückt was dort vor hunderten von Jahren geschaffen wurde….
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