Vulcan Chaiten und das sehr nass
December 13, 2025 in Chile ⋅ 🌧 9 °C
Die erste Nacht im Camper?.. war super. Nach drei nicht so langen Nächten schliefen wir aus und wir hatten beide super geschlafen. Unsere Nachbarn waren auch schon wach, ein französisches Pärchen, welche sich ihren Camper gekauft haben, aber sie wollen auch 3 Monate damit umherfahren. Ein wenig neidisch auf unser Auszugssystem waren sie aber. Wir entschieden uns für das Frühstück, während die beiden über einen kleinen Waldweg zum See gingen. Der Kaffee war mit der Bialetti schnell gekocht und wir stärkten uns mit Müsli für den Tag. Danach stand für uns ebenfalls die Seetour an. Ein kleiner schmaler Weg, kaum breiter als die Schultern führte an einem kleinen Bach entlang. Der umliegende Regenwald war so dicht, dass man nicht weit schauen konnte. Völlig bemooste Bäume und Sträucher. An einer Stelle traten im Bach Blasen nach oben, welche wir nicht verifizieren konnten. Der See selbst war sehr idyllisch. Ein schmaler Steg, führte zu einer teilweise überdachten Plattform. Das Schilf überdeckte den Uferbereich und im Hintergrund ragten stolze Berge empor, welche durch die niedrigen Wolken immer wieder verdeckt wurden. Lange konnten wir nicht verharren, denn es fing schon wieder an stärker zu regnen.
Der Vulkan Chaiten war das nächste Ziel. Ein kurzer aber steiler Weg (650Hm, 5km). Aber zunächst waren wir ziemlich unentschlossen, denn der Regen war heftiger geworden. „Hey der Regen wird weniger“ um anschließend wieder stark auf die Frontscheibe zu prasseln. In einer kleinen Regenpause schnappten wir unsere Sachen und liefen los, wohl wissend, dass es gleich wieder anfangen würde. Der Hauptteil des Weges verlief unter dem dichten Blätterdach, was nicht hieß, dass wir geschützt waren. Der Weg war über die Zeit schon sehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Gut präparierte Holzstufen waren nicht mehr da oder weggespült. Manche Vorsprünge ging somit bis zur Hüfte und das Regenwasser floss langsam den Weg nach unten. Die Pflanzen ragten auf den so schon engen Weg und gaben ihr gesammeltes Wasser gern weiter. Wir waren schnell pitschenass, aber wollten es dennoch bis nach oben schaffen. Langsam aber stetig kamen wir schließlich oben an. Nun im freien, trieb der Wind die Kälte noch weiter in unsere Glieder. Wir standen vor dem Vulkan und konnten einen kleinen Vulkansee ringsherum erkennen, aber dieser selbst war in Wolken gekleidet. Der Ausblick ins Tal war zugezogen damit wurden wir leider nicht belohnt. Wir entschieden uns für einen schnellen Abstieg.
Am Auto wieder angekommen, waren wir froh wieder trockene Sachen anziehen zu können. Was nun mit den Nassen? Diese legten wir nacheinander auf das Armaturenbrett über die Lüftung. Mit geringer Geschwindigkeit und maximaler Lüftung auf Heiß dauerte es circa eine Stunde, bis alles wieder trocken war, fast alles, außer die Schuhe.
Die nächste Stadt war unweit entfernt und wir besorgten ein paar Dinge und nutzten ein Restaurant für eine kleine Recherche für den nächsten Tag. Da es aber bereits sehr spät war, entschieden wir nicht selbst zu kochen und das gleich abzuhaken. Der Camper war durchgelüftet und vollgetankt und für die nächsten Tage gewappnet. Einen Schlafplatz fanden wir gleich in der Nähe der Stadt. Diesmal wollten wir nicht wild campen, da uns hier eine warme Dusche erwartete, welche wir dringend nötig hatten. Nach Hilfe von einem anderen jungen Camper, welcher den Kontakt zum Vermieter herstellte (es war bereits 21Uhr) konnten wir nun den Tag ausklingen lassen.Read more















