Auf zum Cerro Castillo – Vorbereitungen
16. december 2025, Chile ⋅ ☁️ 14 °C
Aufgewacht in der Villa Kunderbunt, streifte ich den Vorhang vom Fenster zur Seite und ließ das Licht in unser Zimmer. Mein erster Gedanke „zu früh gefreut“. Die Wolken hatten uns gefunden und das in voller Stärke. Was war heute unser Plan? Wir müssen unsere 4 Tageswanderung vorbereiten und für die fehlte es an vielen Enden.
10:30Uhr waren wir aus der Unterkunft raus und hatten bereits die wichtigsten Sachen beiseitegelegt. Die erste Aufgabe, wir brauchten ein Zelt, 2 Schlafsäcke (am besten bis -4°C), Isomatten und einen Kocher. Im Internet waren wir bei unserer Recherche nur semi erfolgreich gewesen. Unsere erste Anlaufstelle, ein Fahrradverleih, welcher auch Ausrüstung für Bikepacking haben sollte. Wir hatten Glück und bekamen gleich alles und das ganze Equipment für circa 100€ für 5 Tage. Das Zelt wollten Sie nochmal aufbauen und so war der Abholtermin auf 14:45Uhr gesetzt. 15Uhr wollten wir noch unsere frisch gewaschene Wäsche aus der Unterkunft abholen, sodass wir die restliche Zeit für einen Stadtspaziergang, sowie den Einkauf hatten. Coyhaique ist zwar in dem Bereich die größere Stadt aber sehr überschaubar. Ein kleiner grüner Stadtpark mit ein paar Marktständen, eine Einkaufspassage und damit näherte sich es bereits dem Ende. Viele Wohnhäuser waren Eingeschossig und überwiegend aus Holz. Wir liefen noch zu einem Aussichtspunkt, einen Holzsteg entlang der Stadtgrenze. Nach diesem viel das Gelände ab, unten floss ein kleiner Fluss und auf der gegenüberliegen Seite schlossen sich die nächsten Hügel an. Also Traumhaft gelegen ist Coyhaique schon.
Die Zeit war schneller vorbei als gedacht. Das Equipment war bereits im Auto und wir wollten unsere Wäsche abholen. Die Vermieterin meinte, ein paar Sachen wären noch nass aber, dass es alle sein werden … Uns viel auf, dass noch was fehlte, erst mit Nachfragen, erfuhren wir wo der Rest war. Etwas verpeilt und nicht ganz zuverlässig. Mit Sachen trocknen im Auto hatten wir bereits Erfahrung und so landete ein Kleidungsstück nach dem Nächsten auf dem Armaturenbrett. Immer wieder hielten wir kurz an, nicht um die wunderschöne Umgebung zu bestaunen, welche jetzt sehr weitläufig geworden ist, sondern um die Wäsche durchzutauschen. Auf dem Weg wurden wir das erste Mal von der Polizei angehalten, Fenster runter und auf Spanisch versuchte er zu kommunizieren, da er kein Englisch konnte. Wir gaben alle Dokumente, wie es auch bei uns gewesen wäre und damit war er zufrieden. Die Boxershorts auf dem Armaturenbrett waren nicht zu übersehen aber eine Miene verzogen, hatte er nicht.
Vor uns lag der Cerro-Castillo-Nationalpark, wo wir morgen und die nächsten Tage unterwegs sein werden. Der Berg ragte weit nach oben und der Gipfel war weitreichend mit Schnee bedeckt. Wir fuhren zuerst nach Villa Cerro Castillo, eine winzige Stadt, zum Fuße des Berges. Es wirkte, als wäre der Ort ausgestorben. Wir bemerkten, dass wir kein Netz hatten und zwar nirgends. Daher war es mit Taxi rufen für den Einstiegspunkt etwas schlecht und der Ausstiegspunkt war demnach auch unsicher. Daher suchten wir die Touristeninformation auf und wir hatten verdammtes Glück. Die Mitarbeiterin hatte bereits ihre Tasche umgeworfen und wollte gerade abschließen, als wir sie hilfesuchend anschauten. Sie war sehr freundlich und gab uns wichtige Informationen an die Hand. Erstens wir mussten den Eintritt online buchen, ohne Empfang schlecht. Hier ist nur der Anbieter Entel vertreten und wir waren bei Claro. Zweitens, sie gab uns die Telefonnummer und Preise für die Taxis und drittens, wir können den Camper am Einstiegspunkt abstellen, der Parkplatz ist sicher. Viertens, morgen wird es genauso stürmisch wie heute. Unser Camper wurde auf der Straße bereits paar Mal vom Wind versetzt. Als wir die Passstraße nach unten fuhren, sahen wir am See Wolken aufsteigen, nur dass es keine waren, sondern angefüllt Böen. Wir waren inzwischen nach draußen getreten, damit die Mitarbeiterin in den wohlverdienten Feierabend konnte. Wir buchten vor der Tür noch unsere Tickets, welche mit 35€ pro Nase zu Buche schlugen und mit dem Wlan der Touristeninformation kein Problem mehr war.
Wir fuhren zu unseren Campingspot, nicht auf dem Campingplatz, sondern ein wenig abseits von der Hauptstraße gelegen. Vom Ausblick wäre der schön gewesen aber lag voll im Wind. So entschieden wir uns für einen Campingplatz und konnten unseren Camper geschützt hinter ein paar Bäumen und Sträuchern parken. Während ich die Sachen für morgen final packte, kochte Caro lecker essen, welches wir entspannt draußen genießen konnten. Nur ein paar kleine freilaufende Ziegen wollten auch etwas abhaben. Wir verschwanden anschließend im Camper, für unsere Verhältnisse recht zeitig. Draußen hörte man den Wind, welcher den Camper immer wieder zum Schwingen brachte. Die erste Etappe verläuft im Tal, mal schauen wie stark der Wind da sein wird.Læs mere












