Las Horquetas Trek - Day 1
17. december 2025, Chile ⋅ 🌬 8 °C
Wie der Wind uns gestern in den Schlaf gewogen hatte, so tat er es heute Morgen beim Aufwachen. Der Wind hatte ganze Arbeit geleistet und hatte fast alle Wolken weggeblasen, nur wollte er auch sehr gründlich sein und blies immer noch. Duschen, Zähneputzen, Frühstücken und schon ging es los zum Einstiegspunkt, welcher circa eine halbe Stunde Fahrtweg entfernt war. Das Bergpanorama in voller Pracht zu sehen, schuf extra Motivation für den 4 Tagesmarsch. Insgesamt erwarten uns in den nächsten Tagen 54km, 2370Hm aufwärts und 2840Hm abwärts.
Am Parkplatz angekommen, waren wir das einzige Fahrzeug und packten unsere Rucksäcke final um. Nochmal alles gecheckt, alles mit? Die Rucksäcke waren auf dem Rücken und wir startklar. Die heutige Etappe geht über 16,9km (320Hm↑ 160Hm↓) und soll circa 6h dauern. Besondere Highlights, neben der wunderschönen Kulisse? … eiskalte Bachquerrungen, auf welche unsere Füße sich ganz sicher freuten. Eine wartete gleich am Anfang, bevor wir zu dem ersten Rangerhütte kamen. Dort trugen wir uns ein und bekamen eine kleine Einweisung zur Strecke. Caro ging ehemals von zwei Bachquerrungen aus aber es sollten viele mehr werden.
Der Weg führte entspannt im Tal entlang und neben uns verlief der größere Bachlauf, welcher unsere Füße heute ein paar mal sehen sollte. Durch die Sonne, welche ungehindert von oben herab schien, war das nur in dem Moment des Querens ein Problem. Mal tiefer, mal flacher, fingen die Füße an zu zwicken und der ein oder andere spitze Stein wollte ebenfalls seinen Spaß haben. Mal liefen wir im Freien, manchmal im dichten Wald, welcher auch ein Wald bei uns um die Ecke hätte sein können. Aber die fortwährende Sicht auf die umliegenden Berge war schon einzigartig.
Zwischendurch machten wir zwei Pausen, denn ich wollte mein Rucksack etwas erleichtern. Am Flughafen war er immer so bei 17kg aber nun mit Essen Zelt und Isomatten, war er deutlich schwerer als normal, daher schätze ich knapp oberhalb von 23kg. Auch wenn die Wegstrecke nicht weit und die Höhenmeter nicht viel waren, schlauchte es und wir waren froh 16:30Uhr am Camp anzukommen. Mit 5:30h lagen wir super im Schnitt. Das Zelt war fix aufgebaut und alles verstaut. Naja, ein wenig eng war es mit den großen Rucksäcken schon. Die Sonne versteckte sich nun doch hinter ein paar Wolken, sodass eine warme Nudelsuppe uns von Innen wärmte. Danach verschwanden wir für ein kleines Schläfchen im Zelt.
Für einen kleinen Spaziergang pellten wir uns heraus. Die Temperaturen hatten bereits deutlich angezogen aber im Zelt bleiben war auch keine Option. Ein kleiner Pfad führte uns durch den Wald, wobei wir rückzu über das Geröllfeld liefen, welches bei der Schneeschmelze vermutlich unter Wasser steht. Der Ausblick war super aber der Wind trieb uns zum Abendbrot. Kartoffelbrei mit Thunfisch, ist zwar kein Festessen aber für uns ein gelungener Abschluss. Bis zum Abend zählten wir gerade mal fünf Zelte. Es wurde immer kälter und der Wind tat sein Übriges, weswegen wir uns sehr zeitig ins Zelt verkrümelten.Læs mere
















