• Las Horquetas Trek - Day 2

    18. december 2025, Chile ⋅ ☁️ 10 °C

    Trotz mehr als 11 Stunden Schlaf krochen wir müde aus dem Zelt. Naja die Augen waren immer wieder offen gewesen und die benachbarten Zelte wurden langsam aktiv, sodass wir uns genötigt fühlten und taten es den anderen gleich. Die Kälte war der Übeltäter, hielt sie uns am Morgen in den Schlafsäcken, konnten wir in der Nacht, trotz -4°C Schlafsäcke, nicht erholsam schlafen. Den Wetterdaten nach lag die Temperatur bei 3°C bis 5°C. Daher gab es zum Frühstück einen warmen Tee und anschließend Porridge. Caro verlor leider ihre zweite Kontaktlinse und war nun auf Brille umgestiegen. Die heutige Tour führt uns über einen Pass, insgesamt geht es 13,1km (750Hm↑ 630Hm↓) durch die Berglandschaft

    Als wir losgingen, waren wir bereits die letzten. Einige hatten eine nahe Lagune bereits am Vortag erledigt, für uns war es heute der erste Weg. Die Sonne schien und erwärmte unsere Gemüter allmählich. Caros Rucksack hatten wir am Abzweig gelassen, da wir dorthin wieder zurückkommen. Der Weg, über ein Geröllfeld, war ziemlich beschwerlich und immer wieder musste man nach diesem suchen, denn es sah alles gleich aus. Ein wenig merkten wir die schlechte Nacht, hoffentlich wird die nächste besser.

    Die Lagune war recht klein aber trotzdem imposant. Sie selbst war türkisgrün und danach erhoben sich die Berge mit ihren weißen Schneemassen. Ich ließ meine Drohne steigen aber musste sie gleich zurückholen, denn der Akku war von 70% auf 0% gedroppt. Der nächste Akku hat leider auch gesponnen. Könnte sein, dass durch die niedrigen Temperaturen die einen Treffer wegbekommen haben.

    Der Rückweg war schnell erledigt und wir nun auf der Strecke, von unserer eigentlichen Route. Zuerst ging es einen Waldweg allmählich nach oben, welcher aber immer weiter an Steigung gewann. Irgendwann passierten wir die Waldgrenze und damit kehrte der Wind zurück. Von oben wurden wir von der Sonne gebrutzelt und von vorn kam eisige Böen. Der nun vor uns liegende Weg war ein Geröllfeld und führte steil bergauf (Zwischenzeitlich bis zu 33%). Wir mussten bis zur anderen Bergseite, was uns nach und nach die Kräfte raubte. Oben schloss sich ein Schneefeld an und der Wind wurde stärker und stärker. Der Ausblick von oben war aber grandios. Das grüne Tal, der große Flusslauf und ringsherum die Berge mit ihren Gletschern. Auf dem Schneefeld fanden wir noch eine Wasserflasche, welche wir später den eigentlichen Besitzern zurückgeben werden. Die Zwei waren das Schneefeld heruntergerutscht und hatten die Flasche dabei verloren.

    Auf der anderen Seite erwarteten uns die nächsten schönen Ausblicke aber leider das nächste Geröllfeld und das war unbequemer als das erste. Ein Abschnitt war mit einem Seil gesichert, was aber nicht viel brachte, denn die Befestigungspunkte lagen zu weit auseinander. Teilweise ging es bis zu 46% nach unten. Als Klettersteigbewertung wäre das wohl eine B/C gewesen. Irgendwann passierten wir die Baumgrenze und hatten wieder Schutz vor Wind und Sonne. Unsere Kräfte waren ziemlich gesunken und der Ab- und der anschließende Aufstieg führte durch unwegsames Gelände. Bäche mussten immer wieder gequert werden, welche durch die Schneeschmelze tiefe Forschen gezogen hatten. Trittsicherheit wurde auch trainiert, nicht nur bei den Geröllfeldern, sondern beim Überqueren der Bäche über abgestorbene Baumstämme, welche als Brücke ihren letzten Dienst taten. Die letzten Meter, 150Hm auf 1km verlangten nochmal viel und dann konnten wir endlich das Camp sehen. Ein schöner Platz am rauschenden Bach war schnell gefunden. Kurz hinsetzen, ausruhen und dann ging die Prozedur wieder los. Alles stand, eingeräumt und zur Belohnung gab es Nudeln mit Tomatensoße. Mit 5:30h (mit Lagune 8h) waren wir super in der Zeit geblieben aber sparten uns Am Abend den einstündigen Weg zur zweiten Lagune.
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