• Las Horquetas Trek - Day 4

    20. december 2025, Chile ⋅ ☁️ 13 °C

    Logbuch Tag X, wir haben nicht gefroren, …. aber trotzdem schlecht geschlafen. Durch das sehr frühe zu Bett gehen, waren wir früh wach und das mussten wir, um unseren Plan umsetzen zu können. Der Plan, so schnell wie möglich runter, ein Taxi zum Einstieg (35km entfernt) bekommen, nach Coyhaique fahren, Wäsche waschen, Equipment abgeben und einkaufen gehen. Was auch wichtig war, eine Dusche wäre nett.

    Unser letzter Platz für unser Zelt war ein wenig staubig und in Kombination mit dem an der Zeltinnenwand kondensierten Wasser, eine ungünstige Kombination. Wir versuchten es etwas zu trocknen, mussten es aber etwas feucht zusammenfalten. Die letzte Etappe war nicht weiter wild (4,2km, 0Hm↑ 560Hm↓), keine steilen Passagen, sei es hoch oder hinab. Ein kleiner schmaler Pfad führte uns nach und nach, nach unten. Immer wieder konnten wir ins Tal blicken und die Umgebung wechselte mehrmals. War es vor kurzem noch der Waldboden mit lichtem Wald, ging es danach durch dichtere Sträucher oder sandiges Terrain. Die Höhenmeter waren innerhalb von circa 1:30h abgespult. Der Weg auf dieser Seite war viel besser präpariert. Es ist aber auch die Seite, welche für Tageswanderer attraktiv ist. So gab es Infotafeln, Kilometeranzeigen, Stufen und keine Unwegsamkeit. Letztendlich kamen die letzten Tage 41,7km zusammen, wobei es 1800Hm↑ bergauf und 2270Hm↓ bergab ging. Wir hatten es geschafft und waren froh, dass insgesamt alles doch recht gut geklappt hatte und wir diese wunderschöne Natur hautnah bestaunen konnten.

    Am Eingang des Nationalparks angekommen, mussten wir uns auschecken und unser Ticket vorzeigen, ehe wir ein Taxi gerufen bekamen. 35km entfernt stand unser Camper, dementsprechend kam das Taxi circa 40€. Ein wenig unangenehm war es uns schon, dreckig und stinkend in das Auto einzusteigen, aber der Fahrer schaltete lediglich die Lüftung an und verzog keine Miene. Auf dem Rückweg zog die Bergkulisse nochmal an uns vorbei und wir konnten uns von diesem schönen Ort verabschieden. Jedenfalls von dem, was zu sehen war, denn eine dichte, niedrige Wolkendecke verdeckte ein Großteil des Panoramas. Von daher haben wir das Wetterfenster ideal getroffen.

    Am Camper zogen wir schnell neue Wäsche an, sodass wir in Coyhaique gleich zur Wäscherei fahren konnten. Noch waren wir unsicher, kurz vor Weihnachten, an einem Samstag, können wir da noch was abgeben und am selben Tag zurückbekommen? Da wir kein Empfang hatten, konnten wir diese Frage erst in Coyhaique beantworten. Ich fuhr ein wenig schneller als erlaubt und fuhr mit 65km/h in einen Vorort ein, da erinnerte ich mich daran, dass sie hinzu an dem Punkt bereits gelasert hatten. Also stärker in die Bremsen und da standen sie schon, der Arm kam raus und Fahrzeugschein und Reisepass bitte. Wie auch hinzu, war es aber nur eine allgemeine Verkehrskontrolle und wir durften weiterfahren. In Stadtnähe fanden wir online eine Wäscherei und Tatsache, wir konnten die sehr stinkende Wäsche abgeben und abends 18 Uhr wieder abholen. Der Einkauf, sowie das Abgeben verlief auch ohne Probleme und so konnten wir unseren Campingplatz anfahren. Das Einkaufen war diesmal nicht so entspannt, an einem Samstag vor Weihnachten sollte man die Orte eher meiden.

    Der Campingplatz liegt am Stadtrand und hat einen wunderschönen Ausblick. Wir stellten unseren Camper ab und verschwanden unter eine heiße Dusche nach 4 Tagen, herrlich. Nach einem kleinen Snack ging es zurück in die Stadt, denn 18Uhr mussten wir die Wäsche abholen. Eine halbe Stunde Fußmarsch später war auch die Aufgabe erledigt und zur Abwechslung ging es heute in eine Pizzeria zum Abendbrot. 20 Minuten ging es wieder in Richtung Zeltplatz, als wir feststellten, dass diese schon geschlossen hatte. Also wieder ins Stadtzentrum, wir müssen ja noch auf unsere Kilometer kommen. In einer Einkaufsmeile, fanden wir schließlich eine andere und wurden mit leckeren Pizzen belohnt. Eigentlich viel zu viel aber alles verschwand im Magen.

    Auf dem Zeltplatz setzten wir uns nach draußen, genossen den Abend bei einem Getränk. Ich schrieb zwischendurch noch weiter an den Tagesberichten und so wurde es immer dunkler, bis wir im Camper verschwanden, mit der Hoffnung auf eine erholsame Nacht.
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