Nationalreservat Magallanes
December 29, 2025 in Chile ⋅ 🌧 13 °C
Halb neun klingelte der Wecker, denn wir hatten eine längere Wanderung im Nationalpark Magallanes geplant. Ab 14 Uhr sollte der Regen kommen, somit war das Zeitfenster gesetzt. Per Uber ging es zum acht Kilometer entfernten Einstieg, wo wir 10:30Uhr unsere Wanderung begannen. Bevor wir losfuhren schrieb ich der Agentur wegen der morgigen Tour. Die Antwort erreichte uns kurz vor dem Losgehen. Es wird derzeit geprüft, ob die Wetterbedingungen es zu lassen. Mit einem schlechten Gefühl bezüglich des morgigen Tages stiefelten wir los. Stiefel hätten wir uns an manchen Stellen wirklich gewünscht, denn es waren viele matschige Stellen, auf welchen wir beinah auch ausgerutscht wären.
Meine Vorstellung vom Nationalpark, war eher karg, flache Vegetation, umso mehr positiv überrascht war ich, als wir uns in einem schönen Wald wiederfanden. Kleine lange Bäume ragten nach oben, welche erst im oberen Teil ihre Krone ausbildeten. Dicht gewachsen aber trotzdem kam viel Licht zu uns herunter. Den größeren Anstieg hatten wir gleich zu Beginn, daher schwanden die Wärmschichten recht schnell. Ich hätte nicht gedacht in Punta Arenas mit T-Shirt herum zu laufen aber es war windstill und die Sonne schien. Die erste Aussicht ließ nicht lange auf sich warten und Punta Arenas zeigte sich vor uns und die Magellanstraße breitete sich dahinter aus. Wir genossen den Ausblick, ehe wir unsere Runde fortsetzten. Nach einem kleinen Abstieg verschwanden wir wieder im Wald und wurden immer wieder von nassen, matschigen Passagen ausgebremst. Statt die Stinorunde zu laufen, hatte ich mir in Komoot eine Route zurechtgeschoben. Vorrübergehend waren wir auf einer Schotterstraße unterwegs und kamen recht schnell zu einem kleinen Canyon, den nächsten Highlight. Der direkte Weg war gesperrt, weswegen wir außen herumliefen. Die Strecke war nicht sehr schön aber kurz. Zurück wollten wir diesen trotzdem nicht. Ehe es zurück ging bestaunten wir den weitläufigen Canyon von einem Holzpodest. Dies war wohl auch der Grund für die Sperrung. Teilweise verwitterte Latten mussten erneuert werden. Der überwiegende Teil war jedoch gut erhalten und wir bewegten uns nur an den stabilen Stellen, sodass wir sicher wieder zurückkamen. Der nächste Streckenabschnitt war eine Mountainbike Strecke, schmal, an viele Stellen matschig und leider waren viele Brücken, welche über kleinere Bäche führten eingestürzt. Unsere Schuhe sahen mit der Zeit schon übel aus und zusätzlich fing es bereits 13:30Uhr bereits an mit Regnen. Von da an versuchten wir nur noch Meter zu machen, denn eine voll durchnässte Wanderung hatten wir den Urlaub bereits durch. Ganz verhindern konnten wir es nicht aber der Uberfahrer sagte nichts. Nur die Scheiben fingen gleich an zu beschlagen.
Auf dem Rückweg bekamen wir die endgültige Information, dass unsere morgige Tour wegen Sturmböen abgesagt wird. Traurig darüber, dass die einzige Tour ins Wasser fallen sollte, schrieben wir über andere Möglichkeiten, aber Mittwoch würde wegen dem Rückflug zu knapp werden. Wir hatten unsere nassen Sachen in der Unterkunft ausgebreitet und waren dabei uns aufzuwärmen, als uns die Möglichkeit offeriert wurde auf die Insel Magdalena zu fahren. Das Problem, es war 16:15Uhr und 17Uhr würde die Reiseagentur zu machen. Wir schlüpften in trockene Klamotten und stiefelten wieder los, der Regen hatte zum Glück nachgelassen.
Eine halbe Stunde später machten wir alles fest und müssen morgen früh aufstehen, da die Tour wegen dem schlechten Wetter am Nachmittag noch eher beginnt. Unser zweites Ziel an dem Tag war eine Craftbierbar, welche wir danach besuchten. Wir tranken jeweils zwei Bier, mit schönem Ausblick aufs Wasser. Lecker waren die aber Prozente, um die 6-8 hatten diese auch. Die Röte kehrte in die Gesichter und mit nicht viel im Magen, machten sich die Biere schnell bemerkbar. Auf dem Rückweg kühlte uns der Nieselregen ab und erschuf nebenbei einen wunderschönen Regenbogen. In der Unterkunft angekommen, machten wir recht schnell Abendbrot und verbrachten einen gemütlichen Abend.Read more













