• Angels Landing (Zion Nationalpark)

    17. marts, Forenede Stater ⋅ 🌙 16 °C

    Der heutige Tag war sportlich. Wir haben uns den Hike zum Angels Landing vorgenommen, eine Wanderung, die als eine der gefährlichsten der Welt gilt (zumindest nach amerikanischen Standards) Sie ist nicht ohne, aber als gefährlichste der Welt würden wir sie jetzt nicht bezeichnen. 😄
    Also packten wir am Morgen unsere Sachen in 2 Rucksäcke und liefen zum gratis Shuttlebus der uns dann zum Eingang des Nationalparks gefahren hat. Da der erste Bus bereits rammelvoll war, mussten wir auf den 2. warten, in welchen wir uns dann noch reinquetschen konnten.
    Also Leute wird es heute definitv genügend haben. Das zeigte sich dann auch an den Warteschlangen beim Parkeingang, die sich vor den Eintrittskassen gebildet hatten.
    Da wir aber den Nationalparkpass bereits hatten, konnten wir zum Glück diese Schlange übergehen und direkt in den Park rein und zum Shuttle laufen, der uns zum Start der Wanderung brachte.
    Dort angekommen machten wir uns dann auf, den Angels Landing zu erklimmen.
    Da diese Wanderung im letzten Drittel auf einer Krete verläuft und dementsprechend sehr schmale Stellen hat, ist das Kreuzen von anderen Wanderern schwierig oder teilweise nicht möglich. So musste immer wieder gewartet werden um entgegenkommende Personen, an einer breiten Stelle, passieren zu lassen, bis man selbst weitergehen konnte.
    Da diese Wanderung sehr beliebt ist und dadurch sehr viele Personen diesen Weg gehen, kam es in der Vergangenheit immer wieder zu tödlichen Unfällen (13 Todesfälle seit dem Jahr 2000). Dies führte dazu, dass die Parkleitung angefangen hat den Zugang zu dieser Wanderung zu limitieren, damit nicht mer so viele Menschen auf einmal auf diesem Weg sind.
    So muss nun im Vorfeld eine Permit (Genehmigung) eingeholt werden. Diese kann aber nicht einfach erworben werden, sondern man kauft quasi ein Los, welches dann in eine Lotterie geht.
    Dafür zahlt man 6 Dollar.
    Wird dein Name gezogen - herzliche Gratulation, du darfst die Wanderung machen, wenn nicht - Pech gehabt. (und die 6 Dollar sind auch weg)
    Wir hatten Glück und bekamen die Permit, was dann nochmals zusätzlich 12 Dollar gekostet hat. Diese Wanderung war aber jeden Dollar wert!
    Insgesamt über 450 Höhenmeter sind zu überwinden (Outdooractive gibt mit allem auf und ab 569 Höhemeter an) auf den ca. 4,5 Kilometern nach oben.
    Die Wanderung geht auf den ersten 300 Höhenmetern stetig bergauf und ist anfangs eher breit und auf einem betonierten Weg.
    Am Ende dieses Weges kommt man zum Scout Lookout (wo man auch noch ohne Permit hinkommt), wo bereits ein grandioser Blick über den Zion Nationalpark genossen werden kann.
    Dann kurz dem Parkranger den Namen genannt (damit er prüfen konnte ob wir eine Permit haben) und eine ID gezeigt und schon durften wir diesen gefährlichen Wanderweg beschreiten.
    Ab da gings dann los mit der Gratwanderung.
    Mit Ketten gesicherte Wege führten den steilen Pfad hinauf. Es musste geklettert und schmale Passagen, bei welchen es links und rechts hunderte Meter runter geht, passiert werden. Die Anstrengung wurde aber x-fach belohnt. Beim Erreichen des Angels Landing wird man mit einer überwältigenden Aussicht belohnt!
    Wir assen dort unser Zmittag und beobachteten die kleinen blitzschnellen Chipmunks, welche umher huschten. Diese waren so zutraulich, dass sie bis auf wenige Zentimeter an uns heran kamen.
    Etwas die Sonne geniessen und die Aussicht bestaunen, bevor es dann wieder denselben Weg 4,5 Kilometer zurück nach unten ging.
    Nach ca. 5 Stunden waren wir dann wieder am Ausgangsort unserer Wanderung. Wir beschlossen mit dem Shuttelbus noch ganz nach hinten in den Canyon zu fahren.
    Dort liefen wir dann noch 2 Kilometer in eine Schlucht hinein, welche am Ende mit speziellen wasserdichten Hosen im Fluss weiterbegangen werden kann.
    Wir hatten weder das Equipment noch die Zeit um dies zu tun also kehrten wir an dieser Stelle wieder um und fuhren mit dem Shuttlebus, zum Parkeingang zurück und mit dem nächsten Shuttle zu unserem Motel, wo wir uns in unserem Zimmer kurz frischmachen wollten für das Nachtessen.
    Bei unserer Türe angekommen, wollten wir den Code eingeben, welcher die Türe öffnet.
    Doch Fehlanzeige. Mit einem Tippen auf den Kasten unter dem Türgriff müssten eigentlich die Zahlen aufleuchten, damit der Code eingegeben werden kann.
    Dieses Teil blieb aber schwarz. Alle anderen an den Türen um uns herum gingen, bloss unserer nicht.. 😬.
    Also ab zur Lobby, doch da war keiner…
    Es lag bloss ein Zettel dort der uns aufforderte anzurufen wenn etwas sei.
    Gemacht getan (danke Schatz) rief Nici dort an hörte jedoch nichts am anderen Ende der Leitung. Also wirklich gar nichts.
    Und jetzt??
    Eine nette Dame, die auch hier Gast ist, hatte genau dasselbe Problem am Morgen. Sie half uns dann und rief mit ihrem Telefon an, mit welchem es dann klappte.
    Wir erklärten dem Typen am anderen Ende des Telefons unser Problem und es hiess sie würden die Türe aus der Ferne öffnen und gleich jemanden vorbeischicken, der das repariert…
    Sagen wir mal so: angerufen hat Nici ca. um 20 nach Sieben und bis jetzt (23:36 Uhr) kam noch keiner vorbei.
    Immerhin klappte es mit dem Öffnen der Türe aus der Ferne, so konnten wir wenigstens hinein.
    Nach dem anstrengenden Tag gönnten wir uns ein feines Znacht und gingen gleich hier um die Ecke in ein Restaurant.
    Da wir vermutet hatten, dass keiner gleich kommen würde, um das Schloss zu reparieren, klemmten wir beim Schliessen der Türe ein Stück Karton zwischen den Riegel, damit dieser nicht schliessen konnte und wir dann auch wieder hinein kamen.
    Dies hat zum Glück funktioniert, sonst hätten wir wohl auf der Strasse schlafen müssen… 😁
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