• Der Linlithgow Palace

    6. juli, Skotland ⋅ 🌬 16 °C

    Von der wunderschönen Kirche ging’s direkt weiter zum gigantischen Linlithgow Palace. Die Tickets hierfür, wie auch für viele andere Schlösser, hatten wir bereits im Voraus in Form des Explorer Passes gekauft. Super Investition! Schon heute hatten wir, nach dem Stirling Castle, das Geld des Passes reingeholt. Das war aber erst der Anfang!

    Der Linlithgow Palace zählt zu den bedeutendsten königlichen Residenzen Schottlands und liegt malerisch am Ufer des Linlithgow Loch. Über mehr als zwei Jahrhunderte diente der Palast den schottischen Königen als bevorzugter Aufenthaltsort auf ihren Reisen zwischen Edinburgh und Stirling. Der Bau begann im Jahr 1424 unter James I of Scotland, nachdem eine ältere königliche Residenz durch einen Brand zerstört worden war. In den folgenden 150 Jahren wurde der Palast von mehreren Herrschern erweitert, darunter James III of Scotland, James IV of Scotland und James V of Scotland. Dadurch entwickelte sich Linlithgow Palace zu einem der schönsten Beispiele der schottischen Renaissance-Architektur. Seine größte historische Bedeutung erhielt der Palast als Geburtsort von Mary, Queen of Scots, die hier am 8. Dezember 1542 das Licht der Welt erblickte. Auch andere Mitglieder der schottischen Königsfamilie hielten sich regelmäßig in Linlithgow auf. Die Anlage besitzt einen nahezu quadratischen Grundriss mit vier mächtigen Ecktürmen, die einen großzügigen Innenhof umschließen. Im Mittelpunkt des Hofes steht ein prachtvoll verzierter Renaissancebrunnen aus dem Jahr 1538, der zu den schönsten erhaltenen Brunnen seiner Art in Großbritannien zählt. Der Legende nach floss bei besonderen königlichen Feierlichkeiten statt Wasser sogar Wein aus seinen Fontänen. Obwohl der Palast heute eine Ruine ist, lassen sich die ehemaligen Wohnräume, die Große Halle, die königlichen Gemächer und die Kapelle noch gut erkennen. Von den Türmen und Wehrgängen bieten sich eindrucksvolle Ausblicke über den Linlithgow Loch und die umliegende Landschaft. Der Niedergang des Palastes begann nach der Vereinigung der schottischen und englischen Krone im Jahr 1603, als der königliche Hof dauerhaft nach London verlegt wurde. Den entscheidenden Schaden erlitt das Gebäude 1746, als es nach dem Jakobitenaufstand durch ein Feuer weitgehend zerstört wurde. Seitdem blieb es als Ruine erhalten. Schade, dass das Schloss nicht mehr voll erhalten ist, wiederum toll, dass man hier ganz frei das ganze Areal erkunden kann. Von hier aus ging’s dann noch kurz zum Subway, für ein Mittagessen. Dann ging’s weiter auf unserer Route. Nächster Halt, Stirling!
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