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  • Day9

    Lafayette und Garden District

    March 17, 2018 in the United States ⋅ ⛅ 25 °C

    Samstag, 17.03.2018

    Es konnte nur besser werden nach der ersten Tour durchs French Quarter über die Geister dieser Stadt... Mit einem schönen Motel-Kaffee im Bauch und der Sonne im Gesicht haben wir uns 10 am im Garden District an der Ecke am Starbucks getroffen. Dort begrüßte uns Sam, unser Tourguide. Sam hatte ‘ne Stimme wie Joe Cocker, sah aber aus wie Jack Sparrow himself. Crazy Typ!!! Unsere Gruppe war diesmal nicht ganz so groß wie am Tag zuvor und auch etwas reifer als die ganzen kichernden und schreienden Uniabsolventinnen am Tag zuvor, dazu wieder buntgemischt mit Iren im St Patricks Day-Look und Mexikanern, Chinesen und uns halt.

    Sam führt uns durch den Garden District und zeigte uns die Häuser von John Goodman, Sandra Bullock (Haus im Alpinen-Stil), Nicholas Cage, einer bekannten Football-Familie und erzählte vieles über die Architektur und die Entstehung des Viertels.

    Zum Abschluss unserer zweistündigen Tour hat er uns noch über den - seiner Meinung nach - zweitschönsten Friedhof von New Orleans geführt:
    den Lafayette Friedhof.

    New Orleans liebt seine Friedhöfe. Möglicherweise hat das damit zu tun, dass man hier am Mississippi eine etwas andere Einstellung zum Tod hat. Vielleicht aber auch damit, dass man auf den Friedhöfen herum wandern kann wie in kleinen Städten. Im sumpfigen New Orleans mussten die Toten früher nämlich über der Erde bestattet werden. Und weil die reichen Einwohner der Stadt Wert auf ein angemessenes Grab ihrer Verstorbenen legten, stehen auf den Friedhöfen Grabmale, die wie Grabvillen aussehen - und das in den unterschiedlichsten Baustilen. So im Stil der Gotik oder des Neoklassizismusgotisch. Eines der meist besuchten Gräber der US-Südstaaten ist ein ganz einfach. Man findet es auf dem St.Louis Cementery - es beherbergt die sterblichen Überreste der Voody-Priesterin Laveau. Nur zur letzten Ruhestätte von Elvis in Memphis pilgern noch mehr Menschen. Aber der war ja auch ein King.

    Sam redete übrigens so klar und deutlich, dass wir beinahe alles verstanden hatten, was er sagte!
    Wow. Und nett war er obendrein. Dem schicken wir ‘ne Postkarte, wenn wir wieder in Deutschland sind! Wenn er uns noch verraten hätte, warum er uns im Pirstenkostüm herumführt, wär es vielleicht auch ein kleines DHL-Päckchen mit Goodies aus Good Old Leipzsch geworden.

    By the way: Eyecatcher in unserer Gruppe war diesmal das irische Pärchen, wo dem Mann die Handtasche besser gefiel (oder gefallen musste) als der Frau... Madame in der bunten Blumen-Bluse, Pumps und kariertem Hut ließ nämlich lieber Tragen... wir haben uns köstlich amüsiert!
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