Donauebene und Waagtal
July 29, 2024 in Slovakia ⋅ 🌙 16 °C
Der Tag startet wirklich schön. Die Temperaturen waren noch angenehm kühl und somit entschied ich mich dazu, mit Ilvy eine ausgiebige Runde durch den anliegenden Wald spazieren zu gehen. Um diese Uhrzeit waren noch keine Wanderer unterwegs und somit waren wir komplett alleine. Der Wald war so ruhig, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören. Es war kein Autolärm und keine Stimmen von Menschen. Heute wollte ich den Tag mal entspannter starten und somit räumte ich erstmal das Womo auf und aß Müsli mit Blick auf den Steinbruch. Später gab ich dann mein nächstes Ziel bei Google ein und siehe da, das Schloss in das ich wollte hatte zu. Ich fuhr trotzdem dorthin und spazierte mit Ilvy durch den Schlossgarten bishin zum Schloss. Auf dem Weg dorthin bemerkte ich eine Drohne, welche das Schloss filmte. Kurze Zeit später hörte ich zwei Schüsse aus Richtung Schloss und die Drohne war nicht mehr zu hören. Ob die Drohne abgeschossen wurde weiß ich nicht aber es wäre jedenfalls denkbar. Auf dem Rückweg zum Auto telefonierte ich noch mit meiner Mutter, die gerade Feierabend hatte. Es tut so gut wenn man vertraute Stimmen hört. Auf dem Weg zu meinem zweiten Ziel, Namens Lavendula, kam ich an einer schönen Kirche vorbei und an einem Storchennest, außerdem entdeckte ich noch einen Lidl und da musste ich natürlich einmal stöbern gehen. In der Tat fand ich sogar ein paar Sachen, ein Päckchen Reibekäse, Saft und eine Melone für nur 45 Cent. Darüber freute ich mich sehr, doch diese Freude wurde mir wieder genommen, als ich bei Lavendula angekommen war. Denn die Lavendelfelder, welche ich mir erhofft hatte, hatten keine Blüten mehr und auch der Shop war geschlossen. Also suchte ich einen Schlafplatz für die Nacht und durch einen Zufall kam ich dann noch ein drittes mal durch Bratislava und kam dann endlich in der nächsten Etappe meiner Reise an. Nämlich die Region der Donauebene und des Waagtals. Mein Schlafplatz lag genau an der Waag und dann ließ ich mir ein erfrischendes Bad natürlich nicht entgehen. Auch Ilvy freute sich sehr darüber baden zu dürfen. Der Crafter hatte einen schönen schattigen Platz. Doch trotz der schönen Gegend ließ mein komisches Bauchgefühl nicht nach. Auf dem Boden lag ein verbranntes Handy und auch im Wasser fand ich ein weiteres Handy. Diese komischen Dinge verdrängte ich aber ein bisschen und versuchte, den Platz trotzdem zu genießen. Ich saß auf meiner Trittstufe und Ilvy lag draußen auf ihrer Decke und plötzlich fährt ein Mann im Auto ganz langsam an mir vorbei und starrt mich mit einem unheimlichen Gesichtsausdruck an. Mir wurde schlagartig schlecht, doch der Mann fuhr weiter und ich dachte er wolle vielleicht nur angeln. Auf einmal bemerkte ich, dass er auf dem Weg vor meinem Auto langsam langfuhr und direkt auf meiner Höhe anhielt und den Wagen abschaltete. Er beobachtete mich durch die Büsche hindurch und da schrillten meine Alarmglocken, ich packte Ilvy ins Auto und suchte mir sofort einen neuen Schlafplatz. Der Mann folgte mir zum Glück nicht und ja vielleicht habe ich auch ein bisschen überreagiert aber mir ist in dem Moment bewusst geworden, dass ich in einer brenzligen Situation nichts hätte machen können. Nach zwei Stunden Fahrt bin ich nun endlich an meinem neuen Schlafplatz angekommen, ich fühle mich noch immer unsicher aber jetzt stelle ich mich diesem Gefühl und hoffe das ich hier sicherer bin. Auf Abendbrot verzichte ich heute und hoffe, dass diese Nacht schnell vorbei geht, denn als ich ankam war schon alles dunkel und ich sehe nicht genau was um mich rum ist. Doch Ilvy liegt mit mir im Bett und bewacht mich, das nimmt mir einen Teil meiner Angst. Nicht das ich hier noch die nächsten Tage auf einem Campingplatz verbringen muss. Achso und bevor ich das noch vergesse, einer meiner Schränke ist heute kaputt gegangen, der Kleber hat nicht gehalten und somit gehen die Türen nicht mehr richtig zu, wir danken den slowakischen Straßenverhältnissen. Denn hier hören die Straßen winfach mittendrin auf und es beginnt ohne Vorwahnung eine Baustelle mit riesigen Schlaglöchern, wo noch kein richtiger Teer drauf ist. Mal sehen, was uns morgen erwarten wird.Read more











