Hallo Polen
August 2, 2024 in Slovakia ⋅ ☁️ 21 °C
Der Tag startete heute für mich mit etwas Musik. Danach war ich duschen und musste mich echt zusammenreißen mich nicht zu übergeben. An sich waren die Duschen in Ordnung aber überall lagen Haare und wer mich kennt weiß, dass ich das garnicht abkann. Also Augen zu und durch. Heute ließ ich mir wirklich lange Zeit bei der Abreise und offiziell bin ich seit heute auch eine Woche unterwegs, hurra! Ich schaute mir verschiedene Ziele an aber bei jedem hat irgendetwas nicht gepasst, seien es die Öffnungszeiten oder die Entfernung. Ich entschied mich dazu in ein Bergdorf mit einem wunderschönen Panorama zu fahren, doch auf dem Weg dorthin telefonierte ich mit meiner Mutter und wir redeten über die Gondolier Fahrt, die ich wegen Ilvy nicht machen wollte, um sie nicht so lange alleine zu lassen. Meine Mutter meinte aber, dass ich diese Fahrt auf jeden Fall machen sollte, da heute auch nicht das beste Wetter war. Also änderte ich mitten auf der Autobahn meine Route und fuhr zu dem Fluss mit den Gondolieren. Vorher musste ich aber noch dringend tanken, denn meine Tankanzeige stand schon kurz vor rot. Ich suchte bei Google Maps nach einer geeigneten Tankstelle entlang der Route. Ich wurde auch relativ schnell fündig, dass einzige Problem, als ich dort ankam war, dass anstatt einer Tankstelle dort ein Wohnviertel mit einem Storchennest war. Also ging es weiter, in der Hoffnung, dass ich noch irgendwo eine Tankstelle finde und das tat ich zum Glück auch. Ich tankte sogar für 1,49€. Als ich dann endlich bei meinem eigentlichen Ziel angekommen bin, ging ich mit Ilvy eine Gassirunde und gab ihr danach Futter, ihr ging es den ganzen Tag schon nicht besonders gut und deswegen wollte sie auch ihr Futter nicht so richtig fressen. Ich holte mir dann mein Ticket für die Fahrt. Als ich auf den Start der Tour wartete gesellte sich einer der Gondoliere zu mir. Erst sprachen wir auf Englisch und er fragte mich wo ich herkommen würde und warum ich alleine reise. Ich erzählte ihm, dass keiner meiner Freunde wirklich Zeit und Lust hatte. Ich sagte ihm aber auch, dass ich nicht ganz alleine sei, sondern meinen Hund dabei habe, der im Auto wartet. Er verließ mich danach und sprach mit anderen Gondolieren und der Kassiererin, danach kam er wieder und fragte wie groß denn mein Hund wäre. Ich zeigte es ihm und er forderte mich auf Ilvy zu holen. Tatsächlich durfte sie als einziger Hund mitfahren. Damit war Ilvy das Fotomotiv Nummer eins, sowohl von anderen Flößen als auch vom Ufer aus. Ilvy benahm sich super, ich glaube sie genoss die Fahrt richtig. Wir sahen sogar ein paar richtig große Fische während der Fshrt. Und dann klingelte plötzlich mein Handy mit der Nachricht ,, Willkommen in Polen". Wir waren tatsächlich mit dem Floß von der Slowakei aus nach Polen gefahren. Die Flöße waren übrigens vier ganz dünne und lange Bötchen aus Holz, nur mit ein paar Seilen, die vorne und hinten befestigt waren wurden sie zusammengehalten. Aber die beiden Gondoliere hatten es echt drauf, gelant haben sie uns um jeden Stein im Wasser herum manövriert. Das war bestimmt nicht so einfach, denn stellenweise war der Fluss nur ein paar cm tief. Auf polnischer Seite hatte die Tour dann nach ungefähr drei Stunden ein Ende und es folgte ein zwei Kilometer langer Fußweg zu den Bussen, die uns zurück in die Slowakei brachten. Die Busse waren eher so eine Art T4 Bus. Die Fahrerin hatte wirklich extrem Angst vor Ilvy, weswegen wir eine ganze Sitzreihe für uns bekamen. Ilvy durfte sich sogar auf die Sitze legen. In der Tat muss ich hier aber mal eine Selbstnotitz an mich schreiben ,, Jenny, steig Gott verdammt noch mal nie wieder in ein Auto von einem Slowaken" den Rat möchte ich euch natürlich auch geben. Mir ist ja schon aufgefallen, dass die Slowaken ihre Tempolimits nicht so richtig wertschätzen aber mit 110 km/h und ohne vorher gebremst zu haben um eine scharfe Kurve zu donnern und dann auch noch auf der Seite des Abhangs zu fahren, war selbst mir zuviel. Mir war danach wirklich richtig schlecht und selbst Ilvy hat sich während der Fahrt abgestützt. Eine Achterbahnfahrt im Hansa Park ist wirklich nichts gegen eine Taxifahrt mit einem Slowaken. Wieder am Womo angekommen fing es heftig an zu regnen und Internet hatte ich dort auch nicht, weswegen ich mir keinen Schlafplatz suchen konnte. Ich fuhr also einfach drauf los und hoffte auf besseres Internet und da sah ich im Augenwinkel ein Schild für einen Campingplatz. Also hin da. Der Platz ist ganz in Ordnung und jetzt stehe ich direkt an dem Fluss auf dem ich heute unterwegs war und genau auf der anderen Seite des Flusses ist Polen. Zum Abendessen gab es bei mir mal wieder Nudeln und noch die restliche Melone. Ilvy bekommt erst einmal Reis, bis es ihr wieder bessergeht, was morgen hoffentlich schon der Fall sein wird.Read more







