• Ab in die Puszta

    August 10, 2024 in Hungary ⋅ ☀️ 31 °C

    Der Tag fing heute schön an. Das Wetter war traumhaft und die Runde mit Ilvy war auch sehr entspannt. Danach ging ich duschen und was habe ich vergessen? Richtig, mein Handtuch. Und dann war da auch wieder diese Sache mit den Haaren in der Dusche, wo ich mich mal wieder echt zusammenreißen musste. Auf den ersten Blick war die Dusche sauber aber genauer durfte man echt nicht hingucken. Abgetrocknet habe ich mich dann mit meinen Klamotten. Die trockneten bei der Hitze auch wirklich schnell. Ich gab noch schnell mein nächstes Ziel ein und dann verabschiedete ich mich von meinen wundervollen Nachbarn auf Zeit. Wir umarmten uns zum Abschied und dann ging es vorne zur Rezeption und wieder ab auf die Straße. Mein erstes Ziel heute war der höchste Berg Ungarns. Der Kékes ist 1014 Meter hoch und liegt im Mátra- Gebirge. Die Fahrt nach oben hat wirklich viel Spaß gebracht und das nicht nur wegen den Serpentinen, sondern auch wegen der schönen Ausblicke, die sich einem zwischendurch boten. So richtig konnte man diese aber garnicht genießen, weil dann immer schon gleich die nächste scharfe Kurve kam. Auf dieser Strecke waren auch unglaublich viele Motorradfahrer, die die kurvige Straße ordentlich ausnutzten. Oben angekommen bekam ich den letzten Parkplatz im Schatten. Ilvy ließ ich noch einmal kurz laufen und dann ging es für mich auf die Spitze des Berges. Von oben hatte man wieder einmal einen wundervollen Ausblick und das nutzte ich uns ließ endlich mal meine Drohne steigen. Da dies ja eigentlich verboten ist, musste ich mir ein geschütztes Plätzchen suchen und ließ sie dann dort schnell nach oben steigen. Danach ging es zurück zum Auto. Und was gibt es besseres als eine Serpentinenstraße hochzufahren? Richtig, sie wieder runterzufahren. Auch wenn es neben mir mehrere hundert Meter runterging blieb ich trotzdem gelassen und donnerte den Berg wieder runter. Das hat wirklich Spaß gemacht. Mein nächstes Ziel lag nicht weit von dem höchsten Berg Ungarns entfernt. Es war ein Luxushotel und natürlich brauche ich kein Hotel, da ich mein eigenes immer dabei habe aber dieses Hotel war wirklich hübsch anzusehen. Leider konnte man es nur durch einen Zaun fotografieren. Die ungarische Puszta oder auch der wilde Westen Ungarns war mein nächstes Ziel. Die Puszta ist eine baumarme Steppe mit einem starken kontinentalen Klima. Sie nimmt den größten Teil Ungarns ein. Außerdem leben die Csikós Pferdehirten noch hier. Sie sind ein altes Volk, was heutzutage gerade durch die Pferdeshows bekannt ist. Davon habe ich aber noch keine gesehen. Hier habe ich mir erstmal die Neunbogenbrücke angeschaut, von der hatte ich mir aber wirklich mehr erhofft. Da wir zu der Zeit schon die 34 Grad geknackt hatten entschied ich mich dazu auf einen Campingplatz zu fahren. Dort angekommen zeigte mir ein freundlicher Mann, Anfang dreißig, das Gelände. Er sprach sogar deutsch, wenn auch nicht wirklich gut. Trotzdem war er super nett und witzig in seiner Art wie er alles erklärte. Als er mir zum Beispiel sagen wollte, dass ich die Hinterlassenschaften meines Hundes aufheben muss sagte er: ,, Haustiere sind willkommen aber du musst aufheben pupu von Hund". Da musste ich wirklich ein bisschen anfangen zu lachen. Als ich dann alle Formalitäten erledigt hatte, wurde mir erstmal ein Wilkommensschnaps gegeben. Dies war selbstgebrannter Pfirsichschnaps. Ich weiß wirklich nicht wie viel Prozent der hatte aber dadurch, dass ich nicht viel gegessen hatte und es natürlich auch noch extrem warm war stieg mir der Shot sofort zu Kopf und das spürte ich wirklich ordentlich. Nachdem ich dann meine Blaubeeren gegessen hatte, ging es mir auch wieder besser. Aber trotzdem Respekt an diesen Schnaps, damit haben sie alles richtig gemacht. Während ich mein Abendessen abkühlen ließ ging ich mit Ilvy am See entlang. Die Sonne war gerade dabei unterzugehen und aus einem Garten hörte man wieder einmal ungarische Musik, es war wirklich zum dahinschmelzen. Die Musik kommt einfach immer in den richtigen Momenten. Ilvy entdeckte noch eine riesige Muschel, die größer war als meine Hand aber ich ließ sie dort liegen. Eigentlich wollte ich den Abend draußen ausklingen lassen, aber die Mücken haben mich dazu gezwungen reinzugehen. Nun schaue ich noch etwas Netflix und morgen geht es weiter durch die Puszta.Read more