Wildes Rumänien
September 14, 2024 in Romania ⋅ ☁️ 3 °C
Die Nacht über hatte es viel geregnet. Dementsprechend war der Boden auch aufgeweicht. Als wir dann, nach dem Frühstück starten wollten, merkten wir schnell, dass wir keine Chance hatten mit unseren Autos den aufgeweicht Hügel hochzukommen. Durch unsere vergeblichen Versuche wurde der Boden nur noch schlammiger. Währenddessen besuchte uns noch ein Streuner. Meine Mutter und ich gingen zu einem Hof, ein paar hundert Meter entfernt. Dort fragten wir nach Hilfe, der Bauer musste lachen, holte aber dann seinen Traktor und nahm uns auf seinem kleinen roten Traktor mit zu unseren Autos. Erst zog er mich raus und danach den 5 Tonner meiner Eltern. Als Dankeschön schenkten wir ihm eine Flasche Wein aus Deutschland. Danach ging es dann nach Curtea de Argeș. Dort steht ein Kloster, wo rumänische Könige begraben wurden. Dieser Ort war sehr eindrucksvoll. Als wir fertig waren ging es auf die Transfagarasan. Auch das ist eine sehr beliebte Serpentinenstraße. Auf dem Anfang der Straße sahen wir ein Warnschild, wo vor Bären gewarnt wurde. Die Straße war voller Serpentinen und neben uns ging es mehrere hundert Meter steil nach unten. Für meine Mutter der absolute Horror, für mich Nervenkitzel pur. Und da sahen wir ihn plötzlich, einen Bären, in freier Wildbahn, direkt an der Straße. Ich war völlig aus dem Häuschen. Auch auf der weiteren Strecke sahen wir immer wieder Bären. Als Highlight entdeckten wir sogar eine Mutter mit ihren drei Babys. Wir beobachteten sie lange. Leider warfen immer wieder Leute den Bären Essen hin. Was natürlich dazu führt, dass die Bären sich kein eigenes Futter mehr suchen sondern sich auf die Menschen verlassen. Aus anfänglichen zwei Stunden Fahrt wurden fünf Stunden. Auch die Ausblicke waren wieder zum verlieben. Bei einem Straßenverkäufer kauften wir Wurst und Käse und dann irgendwann kamen wir endlich oben an. Wir stellten uns direkt an den Bergsee und kauften dann bei einer weiteren Straßenverkäuferin ein. Dort fanden wir tatsächlich Bärenfleisch und das konnten wir uns einfach nicht entgehen lassen. Unser Tisch zum Abendessen war reichlich gedeckt mit Wurst, Käse, Gulaschsuppe und Brot, alles regionale Produkte der rumänischen Bauern.Read more



















