• Dumfries and Galloway

    March 1 in Scotland ⋅ 🌧 8 °C

    Es regnet und es stürmt, mal wieder. Aber außer diesen Geräuschen hört man nichts, als wären wir allein auf der Welt. So fühlt es sich auch bei der Morgenrunde an außer uns ist hier niemand. Als wir losfahren ist das Wetter immer noch miserabel und es sieht auch nicht nach Besserung aus. An den Bergen, an denen wir vorbeifahren sind Straßen bei denen wir uns fragen wer so steil den Berg hochfährt. Doch schnell wird uns klar das dort wohl Bäume geholzt wurden denn nur landwirtschaftliche Geräte schaffen diesen Anstieg. Als wir auf dem Parkplatz unseres Ziels ankommen wird mir schnell klar das ich im Camper bleibe. Der Weg, den man gehen muss, geht extrem in die Höhe und direkt am Abgrund entlang. Für mich zu sehr am Abgrund, für Jenny wieder der Kick. Also macht sie sich fertig und geht los. Ich sehe wie sie immer höher geht, bevor ich sie in den Wolken nicht mehr erkennen kann. Jenny geht fast 400 Meter hoch. An den Wasserfall kommt sie zwar sehr nah heran aber nicht ganz, da davor noch ein steiler Abgrund ist. Außerdem ist der Boden durch den Regen rutschig. Auf ihrer Wanderung sieht sie Bergziegen und Schafe. Irgendwann ist sie glücklich und stolz aber auch total durchnässt wieder am Camper und ich bin einfach nur froh sie heil wieder zu haben. Wir fahren weiter und kommen nach Dumfries. Hier gehen wir in einem Pub essen. Ich bekomme Haggis, ein typisch schottisches Gericht. Es besteht aus dem Magen eines Schafs, paunch genannt, der mit Herz, Leber, Lunge, Nierenfett vom Schaf, Hafermehl, Zwiebeln und manchmal auch Graupen gefüllt wird. Es mag sich merkwürdig anhören aber das was mir nit Käse überbacken da serviert wird ist super lecker und leider viel zu schnell alle. Aber auch Jenny ist mit ihren Fisch & Chips sehr zufrieden. Wir machen uns auf den zur A75. Es ist die am meisten von Geistern heimgesuchte Straße in Schottland. Wir fahren schon eine Weile auf der Strecke als Jenny mich darauf hinweist das hinten im Camper das Licht ständig an und aus geht. Immer wenn ich es filmen will hört es schnell auf. Selbst Ilvy die hinten im Bett schläft wird wach und guckt warum das Licht so reagiert. Immer wieder aber eben nicht ununterbrochen flackert es auf. Das merkwürdige ist, das bei der Lampe erst ein blaues und dann das weiße Licht erscheint. Jetzt aber kommt nur das weiße Licht. Ebenfalls hören wir im Cockpit ein leises, monotones Klopfen welches wir uns nicht erklären können. Wir verlassen die A 75 weil wir zu unserem Schlafplatz wollen und das flackern hört sofort auf. Obwohl der Weg von Schlaglöchern übersäht ist, flackert das Licht nicht mehr auf. Wir fahren zu dem Schlafplatz doch dort stehen zwei Autos, so das für uns kein Platz mehr ist. Also suchen wir nach einem anderen Platz und entscheiden uns wieder auf den Platz am Meer zu fahren. Also fahren wir wieder zurück über die Holperpiste und wieder über die A75. Und wir fahren ein Stück auf der A75 und wieder geht es los, das Licht fängt an zu flackern. Während Jenny panisch reagiert, freue ich mich, denn ich bin überzeugt das dies nur ein Geist sein kann. Er fährt etwas mit uns und knipst ab und zu das Licht an und aus. Erst als wir die Straße verlassen hört es auf. Wir kommen am Meer an und Jenny versucht die ganze Zeit Erklärungen zu finden allerdings bleiben auch bei ihr zu viele Ungereimtheiten, die sie mit in den Schlaf nimmt.Read more