Postkartenkulisse am Ende Europas 🩵
July 30 in Greece ⋅ 🌬 26 °C
Jetzt liege ich frisch geduscht im Bett und merke erst so richtig, wie viel Sonne und frische Luft ich heute abbekommen habe. Gegen 19 Uhr war ich wieder zurück in meiner Unterkunft..ziemlich müde, aber mit ganz vielen Eindrücken im Gepäck.
Um 8 Uhr wurde ich in der Nähe meiner Unterkunft vom Reisebus abgeholt. Dort saß bereits Adi drin, denn wir hatten die Tour schon am Vortag gemeinsam gebucht. Kurz darauf ging es los Richtung Elafonissi und damit einmal quer durch den Westen Kretas.
Zum Glück war die Fahrt alles andere als langweilig. Unser Guide erzählte ununterbrochen Spannendes über die Insel. Wusstet ihr zum Beispiel, dass auf Kreta rund 40 Millionen Olivenbäume wachsen? Das sind ungefähr zwölf Bäume pro Einwohner der Insel. Außerdem gilt der Westen Kretas mit seinen unzähligen Schluchten als "Land of Canyons". Besonders beeindruckend waren unterwegs die Kissamos-Berge und die abwechslungsreiche Landschaft. Laut unserem Guide soll übrigens die Südküste die schönste der ganzen Insel sein und nach dem heutigen Tag kann ich das durchaus nachvollziehen.
Unser erster Stopp war bei einem kleinen Familienbetrieb mit kostenloser Honig- und Weinverkostung. Besonders der kretische Thymianhonig ist eine echte Spezialität
Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichten wir schließlich Elafonissi, wahrscheinlich den bekanntesten Strand Kretas. Und ja... die Bilder im Internet übertreiben tatsächlich nicht. Das Wasser leuchtet in den verschiedensten Türkis- und Blautönen und ist so klar, dass man bis auf den Grund schauen kann.
Der berühmte rosafarbene Sand war ebenfalls zu erkennen. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass er längst nicht so intensiv wirkt wie auf vielen Fotos. Wenn man direkt darüber läuft, fällt die Farbe nur stellenweise auf. Wahrscheinlich kommt der Kontrast aus der Vogelperspektive oder bei bestimmten Lichtverhältnissen deutlich stärker zur Geltung.
Wir haben uns bewusst einen Platz etwas abseits der größten Menschenmengen gesucht. Trotz der vielen Besucher fand man immer wieder ruhige Ecken. Zwischendurch bin ich sogar auf einen Felsen im Wasser geklettert, habe mich dort hingesetzt und einfach ein paar Minuten meditiert. Um mich herum das glasklare Meer, hinter mir kletterten Bergziegen über die Felsen und dazu der kräftige Wind..einer dieser Momente, in denen man einfach nur innehält und alles aufsaugt.✨
Ganz ohne Mitbringsel ging der Tag allerdings nicht vorbei: Obwohl ich mich zweimal mit Sonnencreme SPF 50+ eingecremt hatte, hat mir der UV-Index von 8 von 10 trotzdem einen leichten Sonnenbrand beschert. Kreta meint es mit der Sonne wohl ernst.🦞
Auf dem Rückweg machten wir noch einen einstündigen Halt in einem über tausend Jahre alten Bergdorf. Dort gab es traditionelles Essen aus eigenem Anbau. Ich habe Okraschoten aus dem Ofen probiert – solide 8 von 10..
Wenn ich überlege, dass die gesamte Tour gerade einmal 27 € pro Person gekostet hat – inklusive Busfahrt, Guide, Honig- und Weinverkostung, vier Stunden Freizeit in Elafonissi und dem Stopp im Bergdorf war das wirklich ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein kleiner Fun Fact zum Schluss: Der rosafarbene Sand von Elafonissi entsteht nicht durch gefärbten Sand, sondern durch Millionen winziger Muschel- und Korallenfragmente, die sich mit dem weißen Sand vermischen. Deshalb verändert sich die Intensität der Farbe je nach Licht und Jahreszeit.🩷
Mein Fazit? Elafonissi ist zurecht einer der bekanntesten Strände Europas. Auch wenn heute ziemlich viel los war, hatte der Ort trotzdem dieses absolute Postkartengefühl. Wiederkommen würde ich auf jeden Fall, dann aber eher im April, Mai oder Juni, wenn die Temperaturen etwas angenehmer sind und sich die Besucher besser verteilen.
Jetzt heißt es nur noch: Augen zu und schlafen. Ich bin gespannt, was Kreta morgen wieder für mich bereithält. 🥰Read more



















Traveler
Wow 😍