• Tianmen Mountain

    September 18 in China ⋅ ☁️ 20 °C

    Nach dem Frühstück startete ich etwas holprig in den Tag. Seit gestern Abend haben meine Magen/Darmprobleme wieder neu Fahrt aufgenommen und so ging es mir nicht ganz so gut.

    Ich wollte aber unbedingt meinen Plan durchziehen, also packte ich meine Sachen und bestellte mein Taxi.

    Bisher war ich damit sehr zufrieden und hatte nie Probleme. Das sollte sich am letzten Tag dann doch nochmal ändern. Binnen einer Minute war mein Fahrer da. Für gewöhnlich bleiben die einfach sitzen und steigen nicht aus. Nicht so diesmal. Er stieg aus grüßte mich, fragte ob ich Englisch spreche und holte seinen Übersetzter raus.

    Er versuchte mich dazu zu bewegen, die Fahrt in der App zu canceln, sodass er mich privat fährt und ich ihn privat bezahle. Ich blieb aber hartnäckig beim Nein. Er wagte noch weitere Anläufe, als ich ihn allerdings sagte, dass ich die Fahrt storniere und einen anderen Fahrer mir suche, gab er vorerst Kleinbeil und ließ mich einsteigen.

    Auf dem Weg raus aus der Stadt kurbelte er mehrfach das Fenster runter und versuchte noch irgendwelche Leute am Bordstein zu finden, welche noch eine Fahrt brauchten. Er war erfolglos. Nach zehn Minuten sprach er wieder eine Nachricht in seinen Übersetzter ein und versuchte mich weiter zu gängeln doch noch von meiner Position abzurücken.

    Es würde teurer werden und und und…

    Ich sagte ihm, das ich dabei bleibe und keinen Bedarf mehr für ein weiteres Gespräch zu dem Thema sehe.

    Er war sichtlich davon genervt. Die ganze Aufregung war für mich nicht gerade Magenfreundlich und mir wurde richtig schlecht. Zum Glück hatte ich mich dann wieder gefangen und es ging einigermaßen. Nach gut 45 Minuten Fahrzeit war ich am Fuße des Tianmen Mountain angekommen.

    Der Preis für die Taxifahrt wurde tatsächlich teurer. Normalerweise steigt man aus und zahlt relativ zeitnah wenn das Taxi weg ist, nicht so bei diesem Fahrer. Er bestand auf eine sofortige Bezahlung per App.

    Ich bezahlte und lief zur Seilbahn. Die Fahrt auf den Berg war echt schön. Oben wurde meine Vermutung wieder keine Sicht zu haben leider schnell Realität. Diesmal konnte ich das nicht mehr so mit Humor nehmen, ich ärgerte mich darüber.

    Nichts desto trotz stieg ich die 999 echt steilen Stufen zum Himmeltor (riesiger großer Gesteinsbogen) empor. Keine Chance, das Tor war durch den dichten Nebel noch nicht einmal im Ansatz zu erahnen.

    Mit der ein schier unendlich langen Rolltreppe im Inneren des Berges fuhr ich gut 20min weiter nach Oben. Dort war die Sicht viel Klarer, wenn auch trotzdem Neblig.

    Oben wanderte ich einen Rundwanderweg, welcher echt schön war.
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